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AIDS ist nicht heilbar! – Arbeitskreis „Sexuelle Gesundheit“ präsentiert in Mechernich die Ausstellung „40 (+1) Jahre AIDS“

Euskirchen – Eine AIDS-Diagnose ist schon lange kein Todesurteil mehr. Mittlerweile gibt es hervorragende antiviralen Medikamente, die die Viruslast so weit senken, dass die Betroffenen meist ein weitgehend normales Leben führen können. Aber: AIDS ist nach wie vor nicht heilbar. Allein in Deutschland stecken sich Jahr für Jahr mehr als 2.000 Menschen mit dem Virus an. Erschreckend ist, dass ca. 900 Menschen ihre Diagnose erst erhielten, nachdem sie bereits schwer erkrankt waren.

„AIDS ist in Zeiten von Corona, Flut und Ukraine-Krieg weitgehend aus den Schlagzeilen verschwunden“, sagte Landrat Markus Ramers bei der Eröffnung einer Ausstellung im Mechernicher Turmhof-Gymnasium. Unter dem Motto „40 (+1) Jahre AIDS“ informiert der Arbeitskreis Sexuelle Gesundheit hier aus Anlass des Weltaids-Tages (1. Dezember) über viele Aspekte rund um HIV.

„Immer weniger Jugendliche und junge Erwachsene setzen sich überhaupt noch mit dem Thema Aids auseinander“, sagt Christian Ramolla, der Leiter des Kreis-Gesundheitsamtes. „Für sie ist es bestenfalls ein Teil der Geschichte wie Walkman und Synthie-Pop.“ Das möchte der Arbeitskreis ändern und geht daher mit dem Thema verstärkt in die Öffentlichkeit.

AIDS ist 1981 zum ersten Mal diagnostiziert worden. Damals berichteten US-amerikanische Ärzte erstmals über diese Krankheit, die v.a. junge homosexuelle Männer betraf. Das Immunsystem wird dabei so geschwächt, dass der Körper gegen Krankheiten und Infektionen machtlos ist. Viren oder Bakterien können nicht mehr bekämpft werden und die infizierte Person stirbt z.B. an einer Lungenentzündung oder Krebs. Das HI-Virus breitete sich weltweit aus und kann alle Menschen betreffen. Kondome waren damals (und sind es auch heute noch) ein sicherer Schutz vor HIV. Doch was in den 80er und 90er Jahren noch sichtbar war, gerät immer mehr in den Hintergrund.

Aus der Perspektive des Arbeitskreises „Sexuelle Gesundheit“ ist das Hauptproblem, „dass viele Infizierte nicht wissen, dass sie sich mit dem HI-Virus angesteckt haben“, sagt Cornelia Köcher vom Kreis-Gesundheitsamt. „So wird das Virus einerseits immer weiterverbreitet, andererseits lässt sich die Krankheit umso besser behandeln, je früher sie diagnostiziert wird.“ Daher biete das Gesundheitsamt anonym und kostenfrei HIV-Tests und Tests auf andere sexuell übertragbare Erkrankungen an (Terminvereinbarung: sti@kreis-euskirchen.de). „Das Team des Arbeitskreises besucht auch zusätzlich gerne Schulen und berät über Themen wie sexuell übertragbare Erkrankungen oder Schwangerschaft“, so Cornelia Köcher.

„HIV ist auch nach mehr als 40 Jahren eine gefährliche Infektionskrankheit, die nicht heilbar ist“, resümiert Christian Ramolla. „Wir Ärzte müssen bis heute immer wieder junge Patienten behandeln. Daher unser Appell: Schützt euch und nutzt Kondome. Und lasst euch testen, um eine eventuelle Ansteckung möglichst schnell zu diagnostizieren.“

INFO-KASTEN

Der Arbeitskreis „Sexuelle Gewalt“ beschäftigt sich mit Präventionsarbeit (Aufklärung, Beantwortung anstehender Fragen, Vermittlung von konkreten Hilfen und vieles mehr), Schwangerschafts- und Schwangerschaftskonfliktberatung sowie Beratung zu HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI). Mitglieder sind:

  • Kreis Euskirchen, Abteilung Gesundheit
  • Caritasverband für das Kreisdekanat Euskirchen e.V.
  • Caritasverband für die Region Eifel e.V.
  • Donum vitae im Kreis Euskirchen e.V.
  • Frauen helfen Frauen e.V.
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Gesundheitstag bei der VG Vordereifel – Thema: Stark und fit in stürmischen Zeiten

Mayen/Vordereifel – Die Verbandsgemeinde Vordereifel führte wieder erfolgreich einen Gesundheitstag durch.  Um die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verbandsgemeindeverwaltung Vordereifel weiterhin zu fördern, lud das interne Team der Arbeitsgruppe „Betriebliches Gesundheitsmanagement“ (kurz „BGM“) auch in diesem Jahr die Kolleginnen und Kollegen zu einem Gesundheitstag ein.

In Kooperation mit der BARMER fand dieser Ende Oktober in den Räumlichkeiten des Rathauses der Verbandsgemeinde Vordereifel statt. Dabei wurden verschiedene Programmpunkte und Aktionen angeboten, wie ein Carotis-Screening (Halsschlagaderuntersuchung), eine Bioelektrische Impedanzanalyse – BodyCheck, ein Venen-Screening, ein Kurs mit dem Thema „Effektiv Essen im Job: MealPrepping“ sowie auch Unterweisungen mit dem Schwerpunkt „RückenFit“.

Die teilnehmenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter äußerten sich allesamt begeistert von den angebotenen Möglichkeiten und freuten sich über die interessante Abwechslung im Berufsalltag.

Die Arbeitsgruppe „Betriebliches Gesundheitsmanagement“ bei der Verbandsgemeindeverwaltung Vordereifel bietet den Kolleginnen und Kollegen erfolgreich immer mal wieder verschiedene Hilfen zur gesundheitlichen Vorsorge und Unterstützung für ein gesünderes Arbeiten an, angefangen bei der kostenlosen Bereitstellung von verschiedenen Teesorten für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter; über regelmäßige Obsttage mit regionalem, saisonalen Obst; außerdem ein sog. „Dienstrad-Leasing“ bis hin zu Sonderkonditionen in einem örtlichen Fitness-Studio.

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Team der Geburtshilfe im St. Elisabeth Krankenhaus Mayen freut sich über neues Kreißsaal-Ambiente

Mayen – 82 Kinder haben im Oktober im St. Elisabeth Krankenhaus das Licht der Welt erblickt. Für eine Geburt in Sicherheit und Geborgenheit steht das Team der Geburtshilfe im St. Elisabeth in Mayen schon lange. Nun freut sich das Team im Kreißsaal jedoch über das i-Tüpfelchen in der Versorgung der werdenden Familien: der frische Anstrich. „Bei uns ist es jetzt noch schöner“, freut sich Elvira Hoffmanns, die Leitende Hebamme im Mayener Krankenhaus. „Die ganze Gestaltung der Räume ist einfach heller und freundlicher – das kommt nicht nur bei meinen Kolleginnen und Kollegen, sondern auch bei den Eltern gut an.“ Damit nicht genug: Auch die  Gebärwanne wurde ausgetauscht. „Das neue Modell ist nutzerfreundlich und ergonomisch. Zudem garantieren der flache Boden, der schmale Wannenrand und die montierten Griffen einen sicheren Halt in allen Positionen“, berichtete Elvira Hoffmanns.

„Wir sind stolz auf unser Team und sein Konzept. Dass das gut ankommt, zeigen unsere Geburtenzahlen. Allein im Oktober kamen 82 Kinder zur Welt“, betont der Chefarzt der Frauenheilkunde und Geburtshilfe Dr. med. univ. Senad Habibovic.

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Wenn der Magen Feuer spuckt – Telefon-Sprechstunde am Dienstag 15. November

Region/Koblenz – „Saures“ Aufstoßen, Sodbrennen, Refluxbeschwerden – sie treten auf, wenn der säurehaltige Mageninhalt in die Speiseröhre zurückfließt. Wie es dazu kommt und was man dagegen tun kann, wenn der Magen „Feuer spuckt“, weiß Dr. med. Dirk Wasmuth, Oberarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie im Kemperhof. Um individuelle Fragen zum Thema zu beantworten, steht er am Dienstag, 15. November, im Rahmen einer Telefonsprechstunde zwischen 17 und 18 Uhr persönlich unter 0261 499-2252 zur Verfügung.

Die Telefonsprechstunde ist ein Angebot im Rahmen der Informationsreihe „Patienten fragen – GK-Mittelrhein antwortet“. Wie kann man mitmachen? Einfach im genannten Zeitraum die angegebene Telefonnummer wählen, mit etwas Glück durchkommen und die gewünschte Frage zum Thema stellen.

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Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr informiert über die Vorteile minimalinvasiver Chirurgie

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Im Rahmen eines digitalen Arzt-/Patientenseminars am Dienstag, den 15. November 2022 informiert die Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr über die Vorteile minimalinvasiver Chirurgie. Ein besonderer Fokus liegt auf der operativen Behandlung von Darmkrebs, Bauchwandbrüchen und Sodbrennen. Der Informationsabend ist kostenlos und findet online via Zoom statt.

Nur wenige Millimeter messen die Schnitte bei einer sogenannten Schlüsselloch-OP. Sie reichen dem Team der Allgemein- und Viszeralchirurgie am Krankenhaus Maria Hilf aus, um sich mithilfe spezialisierter Instrumente einen Zugang zum Bauchraum zu verschaffen. „So können wir besonders schonend operieren“, betont Chefarzt Prof. Dr. Klaus Prenzel. „Patientinnen und Patienten haben nach dem Eingriff weniger Schmerzen, kommen schneller wieder auf die Beine und es bleiben nur kleine Narben zurück.“ Um über die Möglichkeiten minimalinvasiver Bauchchirurgie zu informieren, lädt die Abteilung am 15. November 2022 von 17:00 bis 18:30 Uhr zum digitalen Arzt-/Patientenseminar. Interessierte können unkompliziert und ohne vorherige Anmeldung via Zoom teilnehmen.

Im ersten Teil des Informationsabends geht Prof. Prenzel auf moderne Operationsmethoden bei Darmkrebs ein. Im Krankenhaus Maria Hilf werden Betroffene in einem zertifizierten Darmkrebszentrum behandelt. Hier arbeiten die Chirurgen des Hauses eng mit Kolleginnen und Kollegen aus Gastroenterologie, Onkologie sowie Radiologie zusammen. Erweist sich ein chirurgischer Eingriff als unumgänglich, wird dieser in der Regel minimalinvasiv und zum Teil sogar endoskopisch – sprich ganz ohne Schnitte – durchgeführt. Im OP kommt modernstes Equipment zum Einsatz. Darunter ein 3D-Operationsturm, der dreidimensionale und hochauflösende Bilder liefert.

Wie Patienten mit Bauchwand- oder Leistenbrüchen – sogenannten Hernien – von Schlüsselloch-OPs profitieren, erläutert Oberarzt Adrian Cozariuc in einem zweiten Teil des Webinars. „Die meisten Hernien lassen sich ambulant oder während eines kurzen stationären Aufenthaltes schließen“, betont er. Für eine besondere Expertise in der Versorgung von Hernien wurde die Abteilung 2021 als „Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie“ zertifiziert. Ein weiteres Spezialgebiet des Teams liegt in der Behandlung von Sodbrennen. Wann eine Operation ratsam ist und welche Erfolge ein (minimalinvasiver) Eingriff verspricht, darüber informiert Oberärztin Heike Rollwagen zum Abschluss des Informationsabends.

Die digitalen Arzt-/Patientenseminare des Klinikums finden in Kooperation mit dem Förderverein statt und nehmen jeden Monat ein anderes Krankheitsbild in den Fokus. Zunächst vermitteln Fachärztinnen und Fachärzte ihr Know-how in informativen Vorträgen. Anschließend haben Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit, individuelle Fragen zu stellen. Eine Teilnahme ist über die Zoom-Webseite (https://zoom.us/join) oder die Zoom-App möglich. Nach Eingabe der Webinar-ID (816 8443 5362) sowie des Kenncodes (116539) startet das Seminar automatisch. Eine detaillierte Anleitung sowie einen direkten Link zum Seminar finden Interessierte im Veranstaltungskalender auf der Homepage des Krankenhauses unter www.marienhaus-klinikum-ahr.de.

Was?              Arzt-/Patientenseminar „Durch das Schlüsselloch“

Wann?            Dienstag, 15.11. 2022 | 17:00-18:30 Uhr

Wo?                Online via Zoom (https://zoom.us/join)

Webinar-ID     816 8443 5362

Kenncode       116539

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Chefarzt des St. Elisabeth Krankenhaus Mayen referiert online am Montag 14. November

Mayen – Gelenkersatz an Hüfte oder Knie: Was ist für Patienten wichtig? Knorpelverschleiß an Knie- und Hüftgelenk endet immer häufiger in einem Gelenkersatz. Das bedeutet für viele Betroffene nicht nur das Ende eines langen Leidensweges, sondern meist auch eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität. Doch wann ist ein künstliches Gelenk sinnvoll? Worin unterscheiden sich die Implantate? Gibt es noch Alternativen zur Operation?

Diese und weitere Fragen beantwortet Dr. Horst Kray, Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie im St. Elisabeth Mayen, am Montag, 14. November, im Rahmen eines Online-Vortrags nach. Interessierte können zwischen 17 und 18 Uhr an der kostenfreien Infoveranstaltung des zertifizierten Endoprothetikzentrums teilnehmen und im Anschluss ihre Fragen an den Experten richten. Eine weitere Gelegenheit, den Vortrag zu hören, gibt es am Montag, 12. Dezember.

Der Online-Vortrag ist ein Angebot aus der Informationsreihe „Patienten fragen – GK-Mittelrhein antwortet“. Interessierte können sich ab sofort per E-Mail an veranstaltungen@gk.de mit dem Titel des Vortrags im Betreff anmelden. Die Zugangsdaten und weitere Infos zur Teilnahme werden rechtzeitig vor der Veranstaltung verschickt.

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Neue psychiatrische Tagesklinik – Mechernicher Standort schließt Versorgungslücke im Südkreis

Mechernich – Für Thomas Hambach gibt es keinen Zweifel. „Hier wächst ein harmonischer Ort heran, an dem Patientinnen und Patienten eine optimale Therapie erfahren können“, stellte der Erste Beigeordnete der Stadt Mechernich fest. Mit dem Ort ist die neue psychiatrische Tagesklinik in Mechernich gemeint, die am ersten November-Freitag von der Stiftung Marien-Hospital Euskirchen feierlich eröffnet wurde. Ab Mitte November werden dort die ersten Patienten aufgenommen.

„Den Patientinnen und Patienten wünsche ich von Herzen, dass sie in dieser lichtdurchfluteten und hellen Umgebung im Grünen eine optimale Therapie erfahren“, sagte Thomas Hambach, Erster Beigeordnete der Stadt Mechernich, während der Eröffnungsfeier. Foto: Katrin Krause/pp/Agentur ProfiPress

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mensch in seinem Leben psychisch erkrankt, liegt laut Studien der Krankenkassen bei 25 Prozent, schreibt Journalistin Katrin Krause. „Das bedeutet, dass jeder Vierte mindestens einmal in seinem Leben einer psychologischen Behandlung bedarf“, wird der Euskirchener Landrat Markus Ramers zitiert. Trotz dieses hohen Bedarfs habe es im Kreis Euskirchen aber lange eine Versorgungslücke gegeben.

Südkreis war unterversorgt

Bisher konnten psychisch erkrankte Menschen teilstationär nur in der Tagesklinik des Marien-Hospitals in Euskirchen und in der Fachklinik Marienborn in Zülpich versorgt werden, heißt es in dem Artikel, der gleichlautend in Kölnischer Rundschau und Kölner Stadt-Anzeiger erschienen ist. „Im Südkreis hingegen gab es lange Zeit eine psychiatrische Unterversorgung“, sagte Andreas Schultz, Geschäftsführer der Stiftung Marien-Hospital.

Thomas Hambach, Erster Beigeordneter der Stadt Mechernich, sagte: „Mit diesem Angebot wird eine Lücke – insbesondere für den südlichen Kreis Euskirchen – geschlossen. Mehr noch: Der Gesundheitsstandort Mechernich, der mit dem Kreiskrankenhaus, mit zahlreichen niedergelassenen Fachärzten vieler Disziplinen, mit betreuten Wohn- und Pflegeeinrichtungen sowie dem Hospiz ,Stella Maris‘ bereits hervorragend aufgestellt ist, erfährt eine weitere Aufwertung.“

Von Depressionen bis Essstörungen

Die Bauzeit für die neue Tagesklinik betrug laut Zeitungsbericht 18 Monate. „Pünktlich zum 25. Jubiläum der Euskirchener Klinik“, so Dr. Dirk Arenz, Chefarzt für Klinische Psychiatrie und Psychotherapie. Die Pläne für die neue Einrichtung hatten Arenz zufolge schon seit 2015 in der Schublade gelegen. Sieben Jahre habe die Planung in Anspruch genommen.

Journalistin Katrin Krause berichtet weiter, dass die Einrichtung 20 Plätze zur teilstationären Behandlung bietet. Von dem Angebot der Tageskliniken in Euskirchen und Mechernich profitierten all diejenigen, die keine vollstationäre Behandlung benötigten, denen aber eine ambulante Psychotherapie für eine vollständige Genesung nicht ausreiche, so Arenz. Der Schwerpunkt beider Kliniken liege in der lösungsorientierten und bedarfsgerechten Behandlung von Patienten mit psychischen Erkrankungen. Dies seien unter anderem Depressionen, Angsterkrankungen, Ess- oder posttraumatische Belastungsstörungen.

„Mehr Mut, Hilfe zu suchen“

Der Chefarzt wird in den Lokalteilen von Rundschau und Stadt-Anzeiger wie folgt zitiert: „Die Anzahl derjenigen, die unter einer psychischen Erkrankung leiden, ist in den vergangenen Jahren gestiegen.“ Für ihn stelle sich aber auch die Frage, ob wirklich mehr Menschen an diesen Erkrankungen litten oder ob es in der Gesellschaft einfach eine größere Bereitschaft gebe, darüber auch zu sprechen.

Eng damit verbunden: „Die Menschen haben mehr Mut, sich Hilfe zu suchen.“ Wo aber mehr Menschen den Mut dazu aufbringen, sich Hilfe zu suchen, muss auch das Hilfsangebot ausgebaut werden. Ramers sagte: „Wenn jemand im Kreis feststellt, dass er eine psychische Erkrankung hat und zum Schluss kommt, dass er eine Therapie braucht, können Wartezeiten von sechs bis zwölf Monaten anstehen – für die zum Teil lebenswichtige Behandlung.“

Lichtdurchflutete Räume

Ramers betonte laut Zeitungsbericht weiter: „Wir brauchen eine Betreuung, die über die Notfallversorgung hinausgeht.“ Der Standort Mechernich sei auf eine langfristige und bedarfsgerechte Therapie angelegt: zeitgemäße Architektur, helles Holz und Skulpturen von Marti Faber im Eingangsbereich. „Allein die ersten Meter auf dem Gelände wirken auf mich nicht wie eine Klinik“, so Ramers weiter. Es gibt Fitnessgeräte, eine Sporthalle, einen Ergotherapieraum zum kreativen Werken und meditativen Malen.

Auch Mechernichs Erster Beigeordneter Thomas Hambach hielt fest: „Wir stehen hier in lichtdurchfluteten und hellen Räumen mit Verweilflächen im Grünen. Dieses Zusammenspiel von drinnen und draußen bildet den perfekten Rahmen für die Therapie künftiger Patientinnen und Patienten.“

Dazu gehört auch, dass der Ergotherapieraum teilbar ist, so dass die Betreuung in Gruppen oder einzeln stattfinden kann. Die Psychologin Samantha Hansmann erklärte gegenüber den im Stadtgebiet Mechernich erscheinenden Tageszeitungen: „Wir wissen, dass nicht alles für jeden funktioniert. Wir wollen hier gezielt herausfinden, welche individuellen Behandlungsmöglichkeiten für welche Patienten wirksam und hilfreich sind.“ Und die Behandlungsmöglichkeiten sind vielfältig. Es gibt unter anderem Tanztherapie, Achtsamkeits- und Stressbewältigungsgruppen. „Es kann auch mal passieren, dass wir in einer größeren Gruppe über die Flut sprechen.“ Das helfe zu begreifen, was passiert sei und dass man nicht alleine ist, so die Psychologin. „Die Klinik wird aus Patientensicht gedacht“, sagte Schulz zu diesem Ansatz.

17 Mitarbeiter am Standort

Für die Betreuung der bis zu 20 Patienten sind laut Journalistin Katrin Krause 17 Mitarbeiter zuständig, darunter zwei Psychotherapeuten, zwei Psychotherapeuten in Ausbildung, zwei Ärzte, sechs Pflegefachkräfte und ein Sporttherapeut. „Das medizinische und nicht-medizinische Personal heiße ich herzlich willkommen in Mechernich“, sagte Mechernichs Erster Beigeordneter Thomas Hambach: „Ich wünsche Ihnen einen guten Start hier in unserer Stadt. Und den Patientinnen und Patienten wünsche ich von Herzen, dass sie in dieser lichtdurchfluteten und hellen Umgebung im Grünen eine optimale Therapie erfahren.“

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Befragung zur häuslichen Pflege im Eifelkreis Bitburg-Prüm

Bitburg – Dank unserer guten Lebensbedingungen und der Gesundheitsversorgung haben die Menschen in der heutigen Zeit eine höhere Lebenserwartung. Auch im Eifelkreis Bitburg-Prüm steigt der Anteil älterer Bürgerinnen und Bürger an der Gesamtbevölkerung. Aber so, wie die Zahl der älteren Bürgerinnen und Bürger zu nimmt, so steigt auch die Zahl der Menschen, die im Alter Pflege benötigen. In Deutschland werden derzeit etwa zwei Drittel der mittlerweile knapp vier Millionen pflegebedürftigen Menschen von Angehörigen oder Freunden zu Hause gepflegt.

Doch wie geht es den pflegenden Angehörigen damit?
Vorsorge, Unterstützung und Versorgung von älteren Menschen ist eine der großen Herausforderungen der Zukunft in den Kommunen. Von daher hat es sich die Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm zur Aufgabe gemacht, die bestehende Pflegestrukturplanung fortzuschreiben.

Um ein möglichst vollständiges Bild der Versorgung von älteren pflegebedürftigen Menschen zu erhalten, möchte die Kreisverwaltung spezifiziert und anonymisiert pflegebedürftige Menschen, pflegende Angehörige, Dienste, Einrichtungen und Akteure im Vor- und Umfeld der Pflege befragen. Ziel ist es, herauszufinden wie die Rahmenbedingungen verbessert und die Maßnahmen den Bedarfen angepasst werden können und damit die gute Versorgung von älteren pflegebedürftigen Menschen weiterhin gewährleistet werden kann.

Das Sozialamt der Kreisverwaltung sucht daher Pflegebedürftige und pflegende Angehörige, die bereit sind, an einer Befragung zur häuslichen Situation teilzunehmen.

Sprechen Sie uns gerne an:
Monika Schuster, Tel. 06561 15-5203, E-Mail: schuster.monika@bitburg-pruem.de
Brunhilde Hell, Tel. 06561 15-5209, E-Mail: hell.brunhilde@bitburg-pruem.de

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Breites chirurgisches Angebot im MVZ am Krankenhaus Maria Hilf Bad Neuenahr

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) am Krankenhaus Maria Hilf hat sein Angebot ausgebaut. Patientinnen und Patienten können sich hier sowohl orthopädisch und unfallchirurgisch als auch allgemein- und viszeralchirurgisch sowie gefäßchirurgisch behandeln lassen. Vier Ärztinnen und Ärzte der unterschiedlichen chirurgischen Disziplinen, die im Krankenhaus tätig sind, diagnostizieren und therapieren jetzt zusätzlich im MVZ. Sie bieten ein breites Spektrum der gesamten ambulanten Behandlungen und Eingriffe der chirurgischen Fachgebiete an.

Die beiden Oberärzte der Orthopädie, Unfallchirurgie und Sportmedizin Ahmed Ismail und Stefanie Senden sind für Patientinnen und Patienten mit Erkrankungen und Verletzungen des gesamten Stütz- und Bewegungsapparates da. Sie sind die richtigen Ansprechpartner zum Beispiel bei Rücken-, Hüft-, Knie- und Schulterproblemen. Gemeinsam mit der MVZ-Praxis für Radiologie im Haus können die Patienten bei Bedarf schnell und gründlich mit Ultraschall, Röntgen, CT und MRT untersucht werden.  „Für viele Patienten ist es sehr angenehm, wenn die Diagnostik im selben Haus stattfinden kann“, ist die Erfahrung der Ärztin und des Arztes. Darüber hinaus versorgen beide Unfallverletzungen sowie Knochenbrüche und übernehmen die Nachkontrolle sowie -behandlung nach operativen Eingriffen.

Prof. Dr. Klaus Prenzel, Chefarzt der Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie, führt ein breites Spektrum ambulanter chirurgischer Eingriffe durch. Darunter die Entfernung von Lipomen, OPs an Haut und Unterhaut, sowie bei Nagelentzündungen, Verödung von Hämorrhoiden und die Implantation von Ports vor einer Chemotherapie. Er ist Ansprechpartner für Patientinnen und Patienten mit Hernien, also einem Bauchwand- oder Leistenbruch, Gallenstein- sowie Schilddrüsenleiden. Zusätzlich bietet er Proktologie und verschiedene Therapien bei Wundheilungsstörungen an, wie beispielsweise die Vakuumtherapie, mit der die Wundheilung positiv beeinflusst werden kann.

Ergänzt wird das chirurgische Angebot des MVZ durch Kambiz Fadaei, Chefarzt der Gefäßchirurgie des Krankenhauses Maria Hilf. Er behandelt chronische Wunden, Geschwüre sowie diabetische Füße und bietet Doppler-Ultraschall-Untersuchungen sämtlicher Gefäßabschnitte und der Schlagadern, wie der Bauchaorta und den Halsschlagadern an. Darüber hinaus untersucht, berät und therapiert er Patientinnen und Patienten mit Erkrankungen der Venen und Arterien.

Jede Patientin, jeder Patient kann sich in den Facharztpraxen des MVZ ohne Überweisung in ärztliche Behandlung begeben. Unter der Telefonnummer 02641 83-5682 oder der E-Mail-Adresse praxis.badneuenahr@marienhaus.de erhalten sie kurzfristig einen Termin.

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10 Jahre Geriatrie in Mayen – St. Elisabeth Krankenhaus in Mayen ist auf Altersmedizin spezialisiert

Mayen – In zehn Jahren sind die Behandlungsmöglichkeiten und das Team stark gewachsen. „Mit zwei Betten haben wir auf der damaligen internistischen Station 1 C angefangen, das war im Herbst 2012“, erinnert sich Dr. med. Jeni Alecu. Die Leitende Oberärztin ist seit zehn Jahren maßgeblich für den Aufbau der Akutgeriatrie im St. Elisabeth verantwortlich. Geriatrie bedeutet Altersmedizin. Sie befasst sich mit den körperlichen, geistigen, funktionalen und sozialen Aspekten in der Versorgung von akuten und chronischen Krankheiten im Alter.

Heute verfügt die Klinik über 24 Betten und ein großes Team von über 30 Mitarbeitenden. „Wichtig für die ganzheitliche Betreuung und Versorgung der Geriatrie-Patienten ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit unserer einzelnen Berufsgruppen“, betont die Fachärztin für Innere Medizin, Geriatrie, Palliativmedizin und Ernährungsmedizin. So sind in der aktivierenden Pflege täglich Gesundheits- und Krankenpfleger im Einsatz, während die Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Psychologie von Therapeuten durchgeführt wird. Hinzu kommen noch eine Sozialarbeiterin und eine Seelsorgerin. „Das Team ist in den vergangen zehn Jahren kontinuierlich gewachsen“, freut sich Dr. med. Jeni Alecu. An ihrer Seite hat sie den Neurologen Dr. med. Marcus Mondroch. Mit seiner Kompetenz ist das Team im Aufbau einer Neurogeriatrie in Mayen. Der Schwerpunkt liegt dabei in der Versorgung von geriatrischen Patienten mit neurodegenerativen Erkrankungen wie Parkinson oder verschiedenen Formen der Demenz.

Besonders stolz sind alle auf die sehr gute Zusammenarbeit mit den Kollegen der Orthopädie und Unfallchirurgie unter der Leitung von Chefarzt Dr. med. Horst Kray – und auf die Erst-Zertifizierung des AltersTraumaZentrums Mayen im Dezember 2020. „Mehr als die Hälfte unserer Patienten sind alterstraumatologische Patienten. Sie werden nach operativer Versorgung einer traumatischen Fraktur der Wirbelsäule, der Hüfte, des Beckens oder der Schulter frührehabilitativ auf der Akutgeriatrie weiter behandelt. Ebenso sind bei uns geriatrische Patienten mit verschiedenen internistischen Krankheitsbildern. Dazu zählen kardiovaskuläre, gastroenterologische oder infektiologische Erkrankungen“, erklärt die Leitende Oberärztin.

Gibt es etwas, was ihr besonders in Erinnerung ist? „Oh ja! Als ich vom SWR-Fernsehen hier im Krankenhaus überrascht worden bin. Plötzlich stand da ein Fernsehteam und mir wurden Blumen und Geschenke überreicht – vor laufender Kamera.“ Die Idee dazu kam von Waltraud Klein. Sie wollte sich für die engagierte und liebevolle Betreuung ihrer Eltern in der Akutgeriatrie auf ganz besondere Art bedanken. Die SWR-Sendung „Von Herzen live“ machte es möglich. „Das war sehr aufregend, aber auch unglaublich schön! So viel Anerkennung zu bekommen und zu wissen, dass das, was wir hier tun, sinnvoll ist. Ich bin froh, diese Arbeit mit einem tollen Team gemeinsam leisten zu können und von allen so unterstützt zu werden.“