Der Erholungsort Kronenburg mit dem historischen Burgort im Vordergrund sowie Ferienpark und Kronenburger See im Hintergrund. Foto: Gemeinde Dahlem
Dahlem-Kronenburg – Seit über 20 Jahren ist der Ort Kronenburg in der Gemeinde Dahlem vom Land NRW als Erholungsort anerkannt. Kriterien für Erholungsorte sind eine landschaftlich attraktive und klimatisch günstige Lage, geeignete touristische Einrichtungen und ein entsprechender Ortscharakter, ein Angebot an Radwegen, ein erschlossenes Wanderwegenetz sowie weitere Möglichkeiten für Sport, Erholung und touristische Aktivitäten. Ein angemessenes Beherbergungsangebot und Einkehrmöglichkeiten sind ebenso Grundvoraussetzungen wie eine entsprechende Information, Präsentation und Vermarktung des Ortes.
Im vergangenen Jahr galt es, diese Kriterien durch das Land NRW überprüfen zu lassen und sich um eine erneute Auszeichnung zu bewerben. Dabei standen vor allem die positiven Entwicklungen in den zurückliegenden Jahren im Vordergrund.
Zunächst wurde die `klimatisch günstige Lage´ vom Deutschen Wetterdienst (DWD) bestätigt, anschließend erstellte die Gemeindeverwaltung eine umfangreiche Zusammenfassung für die erfolgten und geplanten Entwicklungen im Ort Kronenburg.
Zum Abschluss des Zertifizierungsprozesses besuchten Mitarbeiterinnen der zuständigen Bezirksregierung Köln den Ort und ließen sich von Bürgermeister Jan Lembach, Erwin Bungartz und Melissa Brandt von der Gemeindeverwaltung die einzelnen Kriterien vor Ort zeigen.
Die erneute Auszeichnung von Kronenburg als Erholungsort für die kommenden 10 Jahre bestätigt die gute touristische Entwicklung mit vielen Partnern im Ort und die guten Perspektiven für die Gemeinde Dahlem.
Das zeigen auch die touristischen Kennzahlen der letzten Jahre: Die Corona-Jahre ausgenommen steigen die Übernachtungszahlen im Trend weiter. Bei der Tourismusintensität – Übernachtungszahl im Verhältnis zu Einwohnerzahl – ist die Gemeinde auf Platz 5 aller 396 Städte und Gemeinden in NRW.
Und die kürzlich erfolgte Eröffnung der SternenBlicks in Kronenburg ist ein gutes Beispiel für weitere erfolgreiche touristische Arbeit in der Gemeinde Dahlem.
Geboten wurde hier unter anderem die hollywoodreife Show „Der rote Thron " die viele tausend Besucher begeisterte. Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress
Mechernich-Satzvey – Hollywoodreife Rittershow – Geboten wurde eine professionelle Show á la „Game of Thrones“, beeindruckende Livemusik, ein großer Mittelalter-Markt und vieles mehr. Die Geschichte der Wasserburg in Satzvey geht bis ins Mittelalter zurück. Diese sagenumwobene Zeit der Ritter, Helden und Schurken gehört hier allerdings nicht der Vergangenheit an. Jedes Jahr finden rund um das historische Gemäuer die mittlerweile schon legendären „Ritterfestspiele“ statt – wie nun auch zu Pfingsten.
Jedes Jahr finden rund um die Wasserburg Satzvey die mittlerweile schon legendären „Ritterfestspiele“ statt – wie nun auch zu Pfingsten. Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress
Das nahmen sich wieder tausende Mittelalter-Fans zum Anlass, nach Satzvey zu kommen. Teils stammen diese sogar aus England, der Niederlande oder den USA.
Mit viele Angeboten wie Bogenschießen oder sogar Axt- und „Rattenwerfen“, einem großen Mittelaltermarkt, der handgemachte Waren aller Zünfte bietet, einem großen Ritterlager, der epischen neuen Show „Der rote Thron“ der „Ritter der Burg Satzvey“, den Leckereien aus der „Burgbäckerei zu Satzvey“, mittelalterlicher Livemusik, weiteren Künstlern und Gauklern sowie eindrucksvollen Kostüm-Ideen wartet das Event mit vielerlei Angeboten auf. Das nächste Mal dann wieder im Herbst.
Hollywoodreife Rittershow
Besonderen Augenmerk legen die Veranstalter auf die professionelle neue Show der „Ritter der Burg Satzvey“ unter Regie von Thorsten „Loki“ Loock, die ihre erste Aufführung feiern konnte. Hier werden Märchen und Legenden zu neuem Leben erweckt.
„Die Geschichte um eine grausame Tyrannin, die ihr Volk in Angst und Schrecken hält, wird interpretiert mit spannenden Action-Elementen, professionellen Reiterstunts und einer eindrucksvollen Feuershow“, schreibt die veranstaltende „Patricia Gräfin Beissel GmbH“ dazu: „Wird es dem fahrenden Volk, das im Königreich gastiert, gelingen, die finstere Herrschaft des »roten Throns« zu beenden?“
Zu viel versprachen die Veranstalter damit nicht – und wurden vom Publikum regelmäßig mit tosendem Applaus belohnt. „Wir betreiben hier »Histotainment«. Heißt, hier sitzt jeder Schlag ganz genau“, erklärte dazu Patricia Gräfin Beissel gegenüber der Agentur ProfiPress und ergänzte: „die Besitzer reiten ihre Pferde dabei selbst.“
Ein Tanz mit dem Feuer
Doch auch abseits der hollywoodreifen Show kam die Unterhaltung nicht zu kurz. Allerlei Gaukler, Musiker und Künstler traten auf, wo man hinsah – und machten die Illusion vom Mittelalter gemeinsam mit vielen verkleideten Besuchern und Ritterclans perfekt. Eine von ihnen ist „Jacky die Feuerteufelin“.
Seit nunmehr zwei Jahren ist die Feuerkünstlerin bei den Ritterspielen dabei. Wenn die 23-jährige Kerpenerin mit einem Lächeln im Gesicht scheinbar furcht- und mühelos mit den Flammen an Ketten in ihren Händen zu bewegender Musik tanzt, fällt der Alltagsstress von ihr ab. Und das schon seit sie 14 ist. Im eigentlichen Beruf ist sie Fachangestellte in der Mund-, Kiefer und Gesichtschirurgie.
„Mir gibt der Tanz mit dem Feuer ein Gefühl von Sicherheit. Ich liebe besonders das Geräusch der Flammen. Das ist für mich für Musik!“ Durch Freunde sei sie auf die Wasserburg gekommen und wusste direkt, dass sie hier spielen will. „Man darf keine Angst haben. Respekt ist aber wichtig“, wie das junge Talent betont. Besondere Freude mache es ihr, die Besucher und gerade Kindern mit ihrer Kunst zum Lächeln zu bringen. Viel Rückhalt und gute Tipps bekomme sie von der „großen Familie“ auf Burg Satzvey.
„Greifen“ helfen Katzen
So zum Beispiel von der „Freien Ritterschaft der Greifen“, die auch in diesem Jahr ihr beeindruckendes Lager nebst vieler anderer Ritterstämme aufgeschlagen hatten. Ihr Herz schlägt jedoch nicht nur für das Mittelalter. Auch kleine Kumpel auf vier Pfoten haben es ihnen angetan.
„Was wir übrig haben, geht an den »Tierschutzverein Katzenhilfe Südeifel e.V.«“, erklärte Joachim Gebhardt von der Ritterschaft, der den Tierschutzverein mit seiner Frau Jutta betreibt. Hier nimmt man trotz hoher Kosten streunende Katzen auf, kastriert sie und vermittelt sie weiter, um einer unkontrollierten Vermehrung entgegenzuwirken.
Mittlerweile kümmern sie sich um 50 Streunerkatzen. „Wir wollen den Tieren ein gutes Leben ermöglichen und bringen sie in ein neues Zuhause“, so Gebhardt. Hierfür sei man aber stets auf Spenden gutherziger Tierfreunde angewiesen.
„Satzvey ist Familie!“
So zeigt sich: bei den Ritterspielen auf Burg Satzvey geht es nicht nur um Geschichte und gute Unterhaltung. Wie auch Burgbäcker Teddy M. Schmitz betont: „Bei uns geht es um jeden einzelnen. Satzvey ist Familie!“
Man helfe sich gegenseitig, wo man nur kann. So sei das Burggelände bei vielen schon zu einem Dreh- und Angelpunkt im Leben geworden – „wie ein zweites Zuhause“. Und so ist jetzt schon klar, dass auch bei den nächsten „Ritterfestspielen“ im September wieder viele tausend Besucher mit dabei sein werden um die legendäre Zeit der Ritter, Schurken und Fabelwesen im Ambiente der mittelalterlichen Wasserburg einmal mehr zum Leben zu erwecken.
REMET und die Smarte Region MYK 10 bringen ein digitales Traumpfädchen,
ein smartes Wegemanagement auf Traumpfaden & Traumpfädchen sowie eine
Zeitreise in erweiterter Realität nach Mayen-Koblenz. Foto: Adobe Firefly/REMET
Region/Mayen-Koblenz – Die Rhein-Mosel-Eifel-Touristik (REMET) – Zweckverband des Landkreises Mayen-Koblenz (MYK) – setzt einen klaren Fokus auf die digitale Transformation im Tourismus. „Digitale Innovationen bieten uns die Chance, Mayen-Koblenz als modernes Tourismusziel zu positionieren“, sagt Michael Schwippert, stellvertretender REMET-Geschäftsführer. „Wir wollen über innovative, saisonunabhängige und digitale Angebote der öffentlichen Tourismusinfrastruktur nicht nur die Attraktivität und Erlebnisqualität, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit unserer Region stärken.“
Die Traumpfade und Traumpfädchen im Rhein-Mosel-Eifel-Land zählen seit Jahren zurecht zu den beliebtesten Wander- und Spazierwegen in Rheinland-Pfalz und weit darüber hinaus. Um diese Attraktivität noch zu steigern, hat die REMET gemeinsam mit der Smarten Region MYK10 und dem Kulturpark Sayn auf dem Traumpfädchen „Sayner Aussichten“ in Bendorf-Sayn die erste digitale Wanderung in MYK ins Leben gerufen. Die Idee hinter der digitalen Wanderung ist so genial wie einfach: Informationen zur lokalen Geschichte beziehungsweise zu Sehenswürdigkeiten in Bendorf-Sayn werden auf einer kurzen Spazierwanderung in Audio-Beiträgen und Videos zur Verfügung gestellt. Der Zugriff erfolgt mittels QR-Codes oder über die Integration in die beliebte Traumpfade-App. Die Audio-Beiträge und Videos machen mithilfe lokaler Persönlichkeiten die lokale Geschichte sichtbar und bieten einen niedrigschwelligen Zugang, um Digitalisierung zu erleben. „Das neue Angebot der digitalen Wanderung, das im Rahmen eines Ideenwettbewerbes entstanden ist, macht nicht nur den öffentlichen Raum in Mayen-Koblenz attraktiver, sondern zeigt auch die Potenziale der Verknüpfung von Digitalisierung, Bildung und Tourismus im Stadtbild auf. „Über das Projekt erproben wir gezielt, welche Zugangskanäle Besucher zu den Audio-Beiträgen und Videos bevorzugen, wie stark sie solche digitalen Angebote nutzen und welche der beiden Ausgabeformen sie präferieren“, erläutert Michael Schwippert.
Fortschrittliche digitale Technologien können Angebote besser erlebbar machen, neue Angebote schaffen sowie für Prozessinnovationen eingesetzt werden, beispielsweise im Rahmen der Besucherinformation und -lenkung. So soll ab 2025 das „Wegemanagement der Traumpfade und Traumpfädchen“ stärker digitalisiert werden. Hierzu zählt beispielsweise die Einbindung von Sensorik zur datengestützten (teil-)automatisierten Sperrung von Wanderwegen und Gefahrenstellen. „Manche unserer Premiumwanderwege verlaufen über kleine Bäche, die nicht immer eine Brücke vorhalten. Hier sind Trittsteine zu überwinden, die je nach Wasserstand überspült sein können. Über Pegelstand-Sensorik wird ab dem kommenden Jahr für alle im Vorfeld der Wanderung direkt erkennbar sein, ob die Trittsteine überflutet beziehungsweise der entsprechende Weg gesperrt ist“, so der stellvertretende REMET-Geschäftsführer. Gleiches gilt für Zufahrten oder auch Parkplätze an stark frequentierten Traumpfaden. Hier soll bei Überfüllung eine Besucherlenkung auf andere Premiumwege erreicht werden – und das bereits erkennbar auf der Anreise. „Viele weitere digitale beziehungsweise smarte Anwendungen kommen hinzu und werden die Arbeit unserer beiden Wegemanager, unserer 41 Wegepaten, der Kommunen und der vielen weiteren Akteure rund um Traumpfade und Traumpfädchen erleichtern“, kündigt Michael Schwippert an.
Durch den Einsatz von Augmented Reality (AR) werden in einem dritten smarten touristischen Projekt sieben Sehenswürdigkeiten im Landkreis auf eine zweite digitale Ebene gebracht. „Über die ZEITREISE machen wir die Geschichte unserer Ferienregion interaktiv erlebbar“, berichtet Schwippert und gibt ein Beispiel, das umgesetzt wird: Die Burg Eltz ist „die“ deutsche Ritterburg, deren heute „versteckte“ Lage sich dem Besucher nicht erschließt. Doch warum steht die Burg gerade hier? Vom Aussichtspunkt oberhalb der Burg wird via AR auf dem Smartphone die wichtige Handelsstraße zwischen dem fruchtbaren Maifeld und der Mosel wiederhergestellt, wo Ritter und Knappen den Handelsleuten, die mit Ochsenkarren unterwegs waren, Schutz und Geleit vor Räubern und Tieren gaben. „Auch das Leben in der alten Tuchmacherstadt Monreal, den Vulkanausbruch des Laacher Sees, das Mühlsteinrevier Rhein-Eifel, den Goloring, Caesars Brücke über den Rhein und die Sayner Hütte werden wir greifbar machen und „Edutainment“ – eine Kombination aus den englischen Wörtern Education (für Bildung) und Entertainment (für Unterhaltung) – ermöglichen. Familien, Wanderer und Touristen dürfen also gespannt sein!“, freut sich Michael Schwippert auf die Neuerungen.
Die Umsetzung der benannten Projekte ist Teil des vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen sowie der KfW geförderten Programms „Modellprojekte Smart Cities“. Unter dem Titel der „Smarten Region MYK10“ verfolgt der Landkreis darüber hinaus das Ziel, durch innovative Ideen und Ansätze den Alltag aller Menschen in Mayen-Koblenz smarter zu gestalten – das heißt angenehmer, einfacher, nachhaltiger und effizienter.
Mehr Infos zur Smarten Region gibt es unter www.myk10.de
Ahrwein-Genuss und Beach-Feeling unter Palmen bei der WeinLounge im Kurpark Bad Neuenahr-Ahrweiler. Foto: Max Harrus
Bad Neuenahr-Ahrweiler – Ahrwein-Genuss und Beach-Feeling unter Palmen – Entspannt zurücklehnen im Liegestuhl, im Schein lauschiger Lichterketten die Zehen im warmen Sand versenken und die ganze Vielfalt der Ahrweine genießen: Die WeinLounge im Park lädt ab Fronleichnam am Donnerstag, 30. Mai, wieder in den Kurpark Bad Neuenahr-Ahrweiler ein. Und sie macht mit Weinen und Sekten von insgesamt 18 Ahr-Weingütern und Winzergenossenschaften ihrem Namen alle Ehre: Ob samtige Spätburgunder, sommerliche Blanc de Noirs, spritzige Rieslinge oder prickelnde Wein-Cocktails: Ahrweinfans können hier in gemütlicher Atmosphäre unter Bäumen und Palmen direkt am Ufer der Ahr ihre Lieblingsweine probieren.
Betrieben wird die WeinLounge erneut von den Event-Profis von „butlery“. Sie bieten in diesem Jahr erstmals in Kooperation mit „Resch & Frisch“-Catering eine eigene Speisekarte mit leckeren Flammkuchen und weiteren leichten Speisen an. Zudem gibt es an heißen Sommertagen Eisspezialitäten vom Eiswerk. Die WeinLounge öffnet bis Ende August an jedem Wochenende donnerstags und freitags von 16 Uhr bis 21.30 Uhr sowie samstags, sonntags und feiertags von 13 Uhr bis 21.30 Uhr. Je nach Wetterlage können die Öffnungszeiten abweichen. Der Zugang zur WeinLounge ist eintrittsfrei. Infos gibt es unter ahrtal.de/weinlounge-im-park.
Die Mechernicher EifelSpur „So weit das Auge reicht“ wurde nach Ausschreibung der „Nordeifel Tourismus GmbH“ zum „Wanderweg des Jahres 2024“ gewählt. Die „Siegerehrung“ fand im städtischen Bergbaumuseum statt. Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress
Mechernich/Nordeifel – Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr wurde wieder der beliebteste Wanderweg in der Nordeifel gesucht. Und gefunden: die EifelSpur „So weit das Auge reicht“ in Mechernich, gewählt mit über 18 Prozent aller abgegebenen Stimmen.
Bei der von der „Nordeifel Tourismus GmbH“ (NeT) und dem Kreis Euskirchen durchgeführten Online-Wahl konnten Interessierte ihrer Lieblings-„EifelSchleife“ oder –„EifelSpur“ jeweils eine Stimme geben. „Insgesamt haben sich 801 Wanderinteressierte an der Wahl beteiligt“, freut sich dessen Geschäftsführer Patrick Schmidder.
Knapp dahinter folgt auf dem zweiten Platz die EifelSpur „Auf den Spuren der Raubritter“. Mit größerem Abstand folgen die beiden EifelSpuren „Wo die Ahr entspringt“ und „Silberschatz“ sowie die EifelSchleife „Fuchshöhle“.
„Ehre, wem Ehre gebührt“
Die für den Sieger zuständige Ortsgruppe Mechernich des „Eifelvereins“ um ihren Vorsitzenden und „Vater der EifelSpur“ Horst Müller sowie die Wegepaten Dr. Birgit Knauff, David Rosenbaum und Michael Surbach erhielten „für ihr Engagement und die gute Pflege des Weges“ nun einen Sieger-Award, eine Wanderbank aus der Serie der „EifelSchleifen und EifelSpuren“ sowie eine Geldprämie in Höhe von 300 Euro für die Vereinskasse.
Diese kamen direkt aus den Händen von Landrat Markus Ramers, gleichzeitig Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der „Nordeifel Tourismus GmbH“, und dem Mechernicher Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick. Auch Stadtkämmerer Ralf Claßen und Gabriele Schumacher von der Stadtverwaltung war zugegen, als die feierliche Würdigung am Ausgangspunkt des Wanderwegs im „Bergbaumuseum“ in Mechernich stattfand. „Ehre, wem Ehre gebührt. Deshalb wird die EifelSpur »So weit das Auge reicht« im weiteren Saisonverlauf in ein besonderes Rampenlicht gerückt“, so Schmidder.
Mit sechs Stimmen zum Sieg
Bürgermeister Dr. Schick wies zu diesem Anlass nochmals auf die facettenreiche Landschaft im Mechernicher Stadtgebiet, die Börde genauso beinhaltet wie das für die Eifeler Mittelgebirge. Hinzu kämen die lange Bergbauhistorie und atemberaubende Landschaften, die jährlich nicht nur viele Touristen begeistert, sondern auch bedrohten Arten wie dem Karl-Mey-Veilchen einen guten Nährboden bietet.
Landrat Markus Ramers gratulierte ebenfalls besonders der Mechernicher Ortsgruppe des Eifelvereins, die sich in ihrer Freizeit um die Instandhaltung der Wege kümmern. „Sechs Stimmen haben übrigens den Sieg gebracht“, freute sich Ramers. Für ihn seien die Wege ein „großartiges System“, „eine Erfolgsgeschichte, auf die man stolz sein“ könne – dass es in Zukunft mit bestimmten Maßnahmen noch weiter aufzuwerten gelte. Doch dazu später mehr.
Wegewart David Rosenbaum sprach allen Beteiligten im Namen der Ortsgruppe Dank aus und sei froh, dass der Weg „entlang atemberaubender Fernsichten und toller Landschaften“ den ersten Platz erreicht hat. Er ergänzte: „Wegen unserer schönen neuen Bank stehen wir derzeit schon mit den Mechernicher Bauhof in Kontakt, um für sie ein schönes Plätzchen zu finden.“ Da lobte auch der Ortsgruppen-Vorsitzende Horst Müller nochmal die gute Zusammenarbeit: „Die Stadtverwaltung und der Bauhof unterstützen den Eifelverein hier so gut wie sonst nirgendwo im Kreis. Die Dienstwege sind kurz und die Zusammenarbeit sehr gut!“
„So weit das Auge reicht“
Was sich die Wanderinteressierten auf den Wegen zukünftig wünschen? Mehr Mobiliar, bessere gastronomische Angebote und mehr Schutz vor den Auswirkungen des Klimawandels. Foto: Gabriele Schumacher/Stadt Mechernich/pp/Agentur ProfiPress
„Weite Blicke über die Landschaft der Eifel und tiefe Einblicke in die Welt des Bergbaus. Das ist möglich bei einer Wanderung auf der 15 Kilometer langen EifelSpur im Stadtgebiet Mechernich“, schreibt die NeT über den Siegerweg „So weit das Auge reicht“.
Ausgangspunkt der Wanderung ist das „Bergbaumuseum“ in Mechernich. Anfangs führt sie entlang eines Militärsperrgebiets, danach durch das ehemalige Erzabbaugebiet und später durch das Naturschutzgebiet „Kallmuther Berg“.
Am Aussichtspunkt „Tagebau Kallmuther Berg“ bietet sich ein „faszinierender Blick auf das stillgelegte Bleierz-Abbaugebiet und die dahinterliegenden Landschaften“. Auf dem zweiten Teil der Strecke warten weitere besondere Aussichten als Belohnung auf die Wandernden, wie am „Eifel-Blick Galgennück“ bei Lorbach.
Aufgrund von Bergbauschäden ist zwar ein kurzer Teilabschnitt der ursprünglichen Wegeführung gesperrt, sei mit einer alternativen Wegeführung aber „gut wanderbar“. Ein großes Angebot an Einkehrmöglichkeiten bietet sich schließlich im Stadtzentrum von Mechernich an. „Dazu ist vom dortigen Rad- und Wanderbahnhof eine umweltfreundliche An- und Abreise möglich“, so die NeT.
Viel gelernt
Neben der Stimmabgabe hätten die Verantwortlichen im Zuge der Wahl auch wertvolle Informationen erhalten. So konnte zusätzlich die Frage beantwortet werden, was sich die Wanderinteressierten auf den Wegen und den neuen 16 EifelRadSchleifen zukünftig wünschen. Darunter mehr Mobiliar, ein besseres gastronomisches Angebot und mehr Schutz vor den Auswirkungen des Klimawandels. Von zahlreichen Teilnehmenden habe es auch ein „großes Lob“ für die Wege gegeben.
Die Wahl „Wanderweg des Jahres“ erfolgt mit Unterstützung der „e-regio GmbH & Co. KG“ und der „Bungard Tischlerwerkstätten GmbH & Co. KG“. Auch in den nächsten Jahren werde die Wahl durchgeführt. Dabei müssen alle siegreichen Wege pausieren, um anderen die Chance auf einen Sieg zu ermöglichen. Die Eifelspur „So weit das Auge reicht“ hat aufgrund ihrer anhaltend hohen Platzierungen nun die „gelb-rote Karte“ – und muss die nächsten drei Jahre in der Abstimmung aussetzen. „Wir wollten nämlich keinen FC Bayern-Effekt“, sagte Landrat Markus Ramers dazu mit einem Schmunzeln.
Tausende bevölkerten den Bauernmarkt zwischen historischen Stein- und Fachwerkbauten entlang der Kölner Straße in Kommern. Foto: Cedric Arndt/pp/Agentur ProfiPress
Mechernich-Kommern – Zu einer ausgiebigen Shoppingtour lud der legendäre Blumen- und Kleintiermarkt von Kommern vergangenen Sonntag ein. Tausende Besucher strömten in den historischen Ortskern. Neben Pflanzen wurden auch zahlreiche Dekorationsobjekte angeboten.
In seiner Reportage für die Rheinische Redaktionsgemeinschaft (RRG) schreibt der Journalist Cedric Arndt: „Immer wieder musste Isabelle Meyer plötzlich auftauchenden Hindernissen ausweichen, da sie aufgrund der Menge an Blumen, die sie auf den Armen trug, kaum noch die Straße vor sich erkennen konnte.“
„Ich bin wohl offensichtlich schlecht vorbereitet, sonst hätte ich einen Einkaufswagen oder etwas ähnliches mitgebracht“, scherzte die Mechernicherin auf dem Heimweg von einem sehr erfolgreichen Einkaufsbummel über den Kommerner Blumen-, Kleintier- und Bauernverkaufsmarkt: „Mir war vorher schon klar, dass ich mit Sicherheit wieder etwas finden würde, was mir gefällt, aber diese Vielfalt und vor allem diese Preise haben mich dann doch überrascht, und ich musste einfach zuschlagen.“
Blütenmeer versprochen
Ein wahres Blütenmeer hatte Ortsbürgermeister Rolf Jaeck den Besuchern des traditionellen Marktes versprochen, und erneut konnte er dieses Versprechen einlösen. Insgesamt 45 Händler waren mit Ständen vertreten und luden mit ihrem reichhaltigen Angebot an Blumen, Kräutern, Dekorationen und kulinarischen Köstlichkeiten zu einer ausgiebigen Shoppingtour im historischen Ortskern ein.
„Für uns als Vereinskartell ist dieser Tag ein wahres Fest“, freute sich Rolf Jaeck, der zugleich auch Vereinskartellvorsitzender ist, im Interview mit der „Kölnischen Rundschau“ und dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Anders als in den Vorjahren wurde das Handelsgeschehen diesmal auch als „Bauernmarkt“ angekündigt, also Umschlagplatz für landwirtschaftliche Erzeugnisse aus der Umgebung.
Rolf Jaeck kündigte bereits weitere Schritte in diese Richtung an. „Mit Ausnahme der regelmäßig im Mühlenpark stattfindenden Tiermärkte gibt es kaum noch Händler, die Kleintiere anbieten. Stattdessen wollen wir verstärkt regionale Landwirte unterstützen, die auf dem Markt ihre Produkte anbieten können“, sagte der Ortsbürgermeister der Presse.
Diesmal waren bereits Spargel, Erdbeeren und Honig im Angebot von Monika Schink. „Ich habe sie vor Jahren selbst als Kundin auf einem Pflanzenmarkt kennengelernt, als ich mich für meinen eigenen Garten ausstatten wollte“, berichtete Mitarbeiterin Christina Bosse: „Wir haben uns über unsere Erfahrungen ausgetauscht, und seitdem helfe ich ihr beim Verkauf.“
Seit 6 Uhr auf den Beinen
Christina Bosse: „Die Stauden, die zum Teil schon viele Jahrzehnte hier in der Eifel wachsen, sind einfach großartig auf die hiesigen Begebenheiten eingestellt und sind sehr robust. Das wissen auch die Besucher der Märkte sehr zu schätzen, mit denen man bei solchen Gelegenheiten immer wieder ins Gespräch kommt.“
Derart motivierte Verkäufer und bei sommerlichem Wetter gut gelaunte Gäste stimmten auch Veranstalter Rolf Jaeck glücklich. „Ich bin an solchen Tagen zwar schon seit 6 Uhr morgens auf den Beinen und komme den ganzen Tag kaum zur Ruhe, weil ich natürlich auch alle Händler persönlich willkommen heißen möchte.“
Aber das gesamte Vereinskartell sei sehr stolz, dass diese traditionsreiche Veranstaltung weitergeführt werden kann, so Jaeck: „Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Mal.“
Die Türen der Tourist-Information am Blankartshof in Ahrweiler sind wieder geöffnet. Foto: Marketing GmbH/Max Harrus
Bad Neuenahr-Ahrweiler – Nach vielen Monaten des Provisoriums feiern die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler und der Ahrtal-Tourismus die Wiedereröffnung der Tourist-Information Ahrweiler im historischen Gebäude am Blankartshof. Aufgrund der verheerenden Auswirkungen der Flutkatastrophe waren intensive Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten erforderlich, damit die Tourist-Information wieder in neuem Glanz erstrahlt.
Als Eigentümerin hatte die Kreisstadt die erforderlichen Arbeiten in enger Abstimmung mit dem Ahrtal-Tourismus als Betreiber koordiniert. „Der Blankartshof ist als denkmalgeschütztes Gebäude ein Herzstück der historischen Bausubstanz in Ahrweiler. Ihn zu sanieren und darin wieder die Tourist-Information einzurichten, war für die Stadt selbstverständlich. Denn die Tourist-Information ist ein wichtiger Bestandteil des touristischen Angebots und deren Wiedereröffnung ein weiterer Blick nach vorne im Wiederaufbau unserer Region“, erklärte der Erste Beigeordnete Peter Diewald bei der offiziellen Eröffnung. Der Ahrtal-Tourismus hatte seit dem Frühjahr 2022 vor dem Blankartshof in einer Holzbude eine provisorische Tourist-Info eingerichtet.
Bereits zum verlängerten Christi-Himmelfahrt-Wochenende waren nun die Türen der frisch sanierten Tourist-Information erstmals geöffnet, damit die Gäste sich inmitten der Ahrweiler Altstadt von den zahlreichen touristischen Attraktionen und Angeboten inspirieren lassen konnten. Andreas Lambeck, Geschäftsführer der Ahrtal und Bad Neuenahr-Ahrweiler Marketing GmbH und des Ahrtal-Tourismus Bad Neuenahr-Ahrweiler e. V., betonte: „Jetzt, wo mehr und mehr Gastgeber und Einzelhändler in Ahrweiler das Stadtbild wiederbeleben, möchten wir für unsere Gäste und Einwohner den gewohnten Service bieten und zusätzlich zur telefonischen Erreichbarkeit wieder persönlich vor Ort für Fragen zur Verfügung stehen.“
Die Tourist-Information Ahrweiler ist eine von zwei Tourist-Informationen im Stadtgebiet und spielte vor der Corona-Pandemie und der Flut eine bedeutende Rolle im Tourismusgeschehen. Mit über 40.000 Kunden war sie nicht nur Anlaufstelle für Ahrtal-Besucher, sondern auch Startpunkt für zahlreiche Gästeführungen.
Die Wiedereröffnung markiert einen wichtigen Meilenstein im Wiederaufbau nach der Flutkatastrophe. Ursprünglich vor der Flut im Rahmen der EFRE-Förderung „Tourismus für Alle“ geplant, stand die Sanierung der Tourist-Information nicht nur aufgrund der historischen Bedeutung des Gebäudes, vor großen Herausforderungen. Trotzdem signalisierte das Wirtschaftsministerium Rheinland-Pfalz weiterhin Unterstützung, um den Wiederaufbau voranzutreiben.
Zum aktuellen Zeitpunkt ist einer der zwei Räume fertiggestellt. Die Planungen für eine Erweiterung mit einem Nebenraum als Informationszentrum, Ausstellungsbereich und Startpunkt für Gästeführungen, laufen bereits.
Die Tourist-Information Ahrweiler ist zu folgenden Zeiten geöffnet:
Montag und Donnerstag: 10:00–12:00 Uhr und 13:00–16:00 Uhr
Ortsweinkönigin Annabell Stodden aus Rech stellt sich ebenfalls zur Wahl. Foto: Klaus Geck
Bad Neuenahr-Ahrweiler – Am Freitag, 17. Mai, wird es zum Auftakt des Weinmarkts der Ahr am langen Pfingst-Wochenende wieder spannend: Auf dem Ahrweiler Markt kürt der Ahrwein e.V. die neue Ahrweinkönigin 2024/25 und ihre Ahrweinprinzessin. Die neuen Weinmajestäten werden die Krone von ihren Vorgängerinnen, der noch amtierenden Ahrweinkönigin Katja Hermann aus Rech und Prinzessin Merle Kurth aus Bachem entgegennehmen und das Weinbaugebiet Ahr ein Jahr lang bei vielen Terminen innerhalb und außerhalb des Ahrtals repräsentieren. In diesem Jahr stellen sich zwei Kandidatinnen am Nachmittag des 17. Mai der fachkundigen 40-köpfigen Jury, bestehend aus Winzern, Gastronomen und Touristikern. Gefragt ist bei der Fachbefragung und Blindweinverkostung nicht nur umfangreiches Wissen über den Ahrwein und das Ahrtal, sondern auch Schlagfertigkeit und Charisma.
Aus dem Weinort Dernau tritt Ortsweinkönigin Laura Nietgen zur Wahl an. Foto: Guido Lehnen
Laura Nietgen aus Dernau
Aus Dernau bewirbt sich Ortsweinkönigin Laura Nietgen um das Amt der Ahrweinkönigin. Die 25-Jährige hat ein Studium zur Diplom-Verwaltungsfachwirtin absolviert und arbeitet seit 2023 als Regierungsinspektorin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in Bonn. Im Nebenerwerb bewirtschaftet sie mit Unterstützung ihrer Familie eigene Weinberge in Dernau und Ahrweiler. „Die Arbeit im Weinberg ist für mich ein toller Ausgleich zu meinen Bürotätigkeiten. Aber nicht nur, weil man sich dabei an der frischen Luft betätigt, sondern weil man selbst dazu beitragen kann, ein tolles regionales Produkt mit zu kreieren“, erklärt Laura. Um ihr Weinwissen weiter auszubauen, hat sie Anfang des Jahres den Fernlehrgang „Junior Sommelier“ beim International Wine Institute absolviert. Sie trifft sich gerne mit Freunden zum Wandern und Weintrinken und tanzt leidenschaftlich gerne Gardetanz bei den Dernauer Funken.
Annabell Stodden aus Rech
Die Recher Ortsweinkönigin Annabell Stodden ist in einer traditionsreichen Winzerfamilie aufgewachsen und hat die Liebe zum Weinbau von ihrem Vater und Winzer Herbert Stodden in die Wiege gelegt bekommen. Nach einer Ausbildung zur Finanzwirtin beim Bundeszentralamt für Steuern macht Annabell derzeit eine weitere Ausbildung zur Kauffrau für E-Commerce beim Juwelier „Altherr“ in Lohmar. Ihr Wissen rund um den Ahrwein setzt sie gerne als Weinproben-Sprecherin oder bei Wein-Events der Dagernova Weinmanufaktur ein. „Es macht mir riesigen Spaß, die Gäste an die Ahrweine heranzuführen und sie für unsere heimischen Weine zu begeistern. Besonders interessant finde ich es zu sehen, wie Gäste, die zuvor noch nie im Ahrtal waren, unser Highlight-Produkt neu für sich entdecken, weil wir im Ahrtal auf Qualität setzen“, berichtet Annabell. Auch sie tanzt in ihrer Freizeit Gardetanz bei den Dernauer Funken und liebt es, Wein- und Wanderevents im Ahrtal mit ihren Freunden zu besuchen.
„Wir freuen uns sehr, dass sich in diesem Jahr wieder zwei junge Frauen, die dem Weinbau sehr verbunden sind, um das Amt der Ahrweinkönigin bewerben“, freut sich Carolin Groß, Referentin beim Ahrwein e.V. „Es ist heutzutage keine Selbstverständlichkeit, neben Ausbildung oder Beruf ein solches Ehrenamt mit vielen Terminen im Jahr wahrzunehmen. Daher danken wir den beiden Kandidatinnen Laura und Annabell nicht nur herzlich, sondern ziehen auch den Hut vor Ihnen, dass sie sich in ihrer Freizeit für den Ahrwein einsetzen möchten“, betont Lukas Sermann als Vorsitzender der Ahrwein e.V. Beide Kandidatinnen hätten schon als Ortsweinköniginnen gezeigt, wie sehr sie sich für das Thema Ahrwein begeistern, sodass eine spannende Wahl zu erwarten sei. „Aber keine der beiden Damen geht im Anschluss dem Ahrtal verloren. Denn die Zweitplatzierte der Wahl übernimmt automatisch die Krone der Ahrweinprinzessin“, ergänzte Carolin Groß.
Sermann und Groß dankten den beiden scheidenden Majestäten, Katja Hermann und Merle Kurth, überaus herzlich für ihr starkes Engagement in den vergangenen Monaten. „Sie haben ihre Ämter als Ahrweinkönigin und Ahrweinprinzessin mit Elan, Esprit und großer Hingabe ausgefüllt und waren somit auch ausgezeichnete Botschafterinnen für das gesamte Ahrtal als Wein- und Tourismusregion“, so Groß. Katja Hermann wird sich in den kommenden Monaten weiter explizit mit den Ahrweinen und dem Thema Deutsche Weine befassen, um das Ahrtal bestmöglich bei der Wahl der Deutschen Weinkönigin im September zu vertreten.
Bei der ProWein in Düsseldorf im März war Katja Hermann (Mitte) gemeinsam mit den Majestäten aus den Weinorten am Stand des Ahrwein e.V. präsent. Foto: Ahrwein e.V.
Ahrweiler – Die Amtszeit von Ahrweinkönigin Katja Hermann neigt sich langsam dem Ende zu. Beim Weinmarkt der Ahr wird sie die Krone am 17. Mai an eine Nachfolgerin weiterreichen. Auf die Frage, wie sie denn ihr Jahr als Repräsentantin des Weinbaugebietes Ahr zusammenfassen könnte, sagt die 27-Jährige aus Rech: „Da weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Es war ein so tolles Jahr, voller wertvoller Erfahrungen und mit so vielen spannenden Menschen, die ich kennenlernen durfte. Das lässt sich kaum in wenigen Worten erzählen.“
„Der Tag der Wahl nimmt natürlich eine Ausnahmestellung ein. Ich habe mich rundum wohlgefühlt, hatte jede Menge Spaß und es war ein unglaubliches Gefühl, durch die Menge zu laufen und auf der Bühne vor so vielen Menschen zu stehen“, schwärmt Katja noch heute. Auch der furiose Empfang in ihrem Heimatort Rech mit Musikkapelle und Bannern bei strahlendem Sonnenschein sei wunderschön gewesen. Erster offizieller Termin war der Besuch bei „Rock am Ring“, wo sie mit anderen Weinexperten die Weinbar der „Infinity Stage“ betreute. Beim Weinblütenfest in Mayschoß nahm sie an ihrem ersten Umzug als Ahrweinkönigin teil, begleitet von einer Gruppe unter dem Motto „Hofstaat Rech“. Und was dann in den nächsten Monaten folgte, waren rund 100 weitere Termine in und außerhalb des Ahrtals, Einladungen zu Wein-Events, Fachgespräche, Moderationen, Podiumsdiskussionen, Messebesuche und auch mehrere Auslandaufenthalte – alles im Namen des Weinbaugebietes Ahr und vielfach auch gemeinsam mit ihrer Ahrweinprinzessin Merle Kurth aus Bachem. „Merle und ich haben uns ideal ergänzt und konnten unsere große Freude am Engagement für den Ahrwein auf vielseitige Weise zeigen“, erklärt die Ahrweinkönigin.
„Absolut fantastisch war die fünftägige Japan-Reise mit einer rheinland-pfälzischen Delegation, angeführt von Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Ein einmaliges und beeindruckendes Erlebnis! Ich bin sehr dankbar, dass ich als Repräsentantin der rheinland-pfälzischen Weine dabei sein durfte“, so Katja. Auf Einladung des Landes Rheinland-Pfalz nahm sie in Brüssel auch an einem zweitägigen Termin unter dem Kampagnen-Titel „Gold im Glas“ teil. Umgekehrt war die Weinexpertin vor Ort im Ahrtal zur Stelle, wenn es hieß, ausländische Gäste für den Ahr-Weinbau zu begeistern. So begleitete sie beispielsweise eine Delegation aus China zur Saffenburg. Innerhalb von Deutschland reiste sie mehrfach nach Berlin: zur Grünen Woche, zum Rheinland-Pfalz-Abend bei der Internationalen Tourismus-Börse (itb) und zu einem gemeinsamen Besuch aller rheinland-pfälzischen Weinmajestäten im politischen Berlin, wo sie Bundeskanzler Olaf Scholz kennenlernte. Bei der ProWein Düsseldorf war sie mehrere Tage am Stand des Ahrwein e.V. präsent.
Über die Social-Media-Kanäle der Ahrweinkönigin ließ sie alle Interessierten an ihren Terminen teilhaben, führte Interviews mit Winzern, erzählte von ihren Eindrücken und rührte dabei ordentlich die Werbetrommel für die Ahrweine. „Mir hat es immer riesigen Spaß gemacht, über Social Media zu zeigen, was ich in dem Amt als Ahrweinkönigin eigentlich alles mache und natürlich insbesondere unsere Weine und Winzer zu repräsentieren“, erklärt Katja. Gerade hat sie noch ein Video fürs Deutsche Weininstitut zum Thema „Wein & Grillen“ gedreht, dann einen Eindruck vom parlamentarischen Abend der Landwirtschaftskammer RLP in Mainz gepostet und dazwischen noch ein Reel von einer Betriebs- und Kellerbesichtigung hochgeladen. „Katja hat sich richtig ins Zeug gelegt für ihr Amt als Ahrweinkönigin und dabei immer Spaß und Begeisterung für den Ahrwein, für die Region Ahrtal und für ihr Amt vermittelt“, so Carolin Groß. „Gerade jetzt, wo das Ahrtal sowohl als Wein- als auch als Tourismusregion wieder aufblüht, brauchen wir Köpfe wie Katja, die authentisch, fachkundig und locker die Menschen zu begeistern wissen“, ergänzt der Vorsitzende Lukas Sermann. Und dabei gehe es nicht darum, nur überregional aufzutreten, sondern vor allem inmitten des Ahrtals präsent zu sein und direkt aus dem Weinbaugebiet zu berichten. „Schließlich haben wir hier eine einmalige Kulturlandschaft, eine lange Weinbautradition und super Wein-Events – das müssen wir nach außen transportieren“, so Sermann weiter. Mindestens die Hälfte ihrer Termine hatte Katja Hermann daher auch im Ahrtal: Ob Eröffnungen von Weinfesten, die Teilnahme an Umzügen, Betriebsbesichtigungen bei den Ahrtaler Winzern oder Jahrgangspräsentation – überall war Katja zu Gast und sammelte so auch immer mehr Erfahrungen zum Thema Ahrweine.
Dies kam ihr wiederum zugute, wenn es darum ging, als Weinexpertin oder Moderatorin aufzutreten. „Meine persönlichen Highlights waren hier die Moderationen zum Zukunftspreis Heimat der VR Bank RheinAhrEifel und zum Ahrwein des Jahres in der Kreissparkasse Ahrweiler. Es war eine Ehre für mich, diese großartigen Events auf der Bühne zu begleiten“, sagt Katja. Ihr Fazit zu ihrem ausgefüllten und spannenden Amtsjahr: „Es war eine Zeit voller Begegnungen mit inspirierenden Menschen, mutigen Schritten in neuen Situationen und unvergesslichen Momenten, die mich geprägt haben. Das Ahrtal, der Ahrwein und die Menschen hier bedeuten mir viel, ich bin dankbar für das Vertrauen und die große Unterstützung, die ich erfahren durfte.“ Sie dankte besonders ihrem Arbeitgeber, der Kreissparkasse Ahrweiler, für die flexiblen Möglichkeiten, an vielen Terminen als Ahrweinkönigin teilzunehmen. Carolin Groß und Lukas Sermann stimmten in den Dank ein, denn dies sei keine Selbstverständlichkeit und habe zu einem gelungenen Amtsjahr und einer hervorragenden Vertretung des Ahrweins beigetragen. Abschließend sagte Katja: „Ich wünsche meiner Nachfolgerin im Amt eine ebenso tolle Zeit und freue mich darauf, das Ahrtal weiterhin „privat“ zu unterstützen und vor allem unsere Region bei der Wahl zur deutschen Weinkönigin in Neustadt stolz zu repräsentieren.“
Bei den GARDEN CLASSICS am 28. April lassen sich im Seepark Zülpich über 500 Oldtimer bestaunen. Foto: Seepark Zülpich
Zülpich – Fast wie in einer anderen Zeit: Den Gästen des Seepark Zülpich öffnen sich am kommenden Sonntag die Türen in eine Zeit. Bei den 7. GARDEN CLASSICS am 28. April erwartet die Besucherinnen und Besucher ab 11 Uhr eine geballte Ladung Retro- Charme der 50er-Jahre, zahlreiche Oldtimer, spannende Gärten und großartige Live- Musik. Der Frühlingstag ist eine Symbiose aus der Präsentation von hochwertigen Haus- und Themengärten, einer einzigartigen Old- und Youngtimer-Ausstellung mit über 500 Fahrzeugen und einer authentischen Rockabilly Bühnenshow. Genießen Sie den Tag bei gutem Essen und erleben Sie wie regionale Oldtimerclubs und Sammler im gesamten Seepark ihre historischen Schätze aus den vergangenen Jahrzehnten präsentieren.
Das älteste Baujahr liegt bei 1927. Ein weiteres Highlight ist die Beteiligung von „Cruisin‘ Cologne“, die an diesem Sonntag eine Vielzahl amerikanischer Fahrzeuge und US-Klassiker im Seepark präsentieren. Die Inszenierung der Klassiker wird von einem ansprechenden Rahmenprogramm für Jung und Alt begleitet. Ein Sonntag ganz nach Ihrem Geschmack: Als Besonderheit wird es in diesem Jahr eine große Bühne mit Auftritten von vier (!) authentischen Rock’n’Roll Bands geben darunter „Boppin‘ B“ – eine der erfolgreichsten Repräsentanten und Botschafter des Rockabilly. Daneben stehen die „Hot Rod Devils“, das „Adriano Batolba Trio“ sowie „The Carbootsale“ auf der Bühne und präsentieren eine stilechte Show mit reichlich Rhythmus und viel Pomade im Haar. Um allen Bands ausreichend Zeit auf der Bühne zu gewähren wurde die Veranstaltungszeit von 11-19 Uhr verlängert. Auch Rina Bambina, erfolgreiches Pin-Up Fotomodell im Stil der 50er Jahre wird das erweiterte Rahmenprogramm bereichern. Als Walking- Act steht sie gerne für Fotos mit Ihnen und den Fahrzeugen bereit.
Zudem wird in diesem Jahr erneut GRÜNES SPEEDDATING angeboten. Zwischen blühenden Terrassen und einmaliger Urlaubsatmosphäre bietet der Dipl.-Ing. Landschaftsarchitekt Noël Besgen während der Veranstaltung eine kostenlose und unverbindliche Gartenberatung vom Profi. Im Rahmen des LEADER-Projekts „Rheinisches Zentrum für Gartenkultur“ können Sie zwischen 12 und 15 Uhr eine kostenlose Gartenberatung vom Experten in Anspruch nehmen. Die professionelle Gartenberatung erfolgt sowohl mit als auch ohne Termin gleich vor Ort. Wichtig dabei ist, dass Sie aussagekräftige Bilder Ihres Gartens dabeihaben.
Die GARDEN CLASSICS finden am Sonntag, 28. April von 11:00-19:00 Uhr statt. Für Inhaberinnen und Inhaber einer Dauerkarte ist der Eintritt kostenfrei. Ansonsten gilt der Sondertarif: 12,00 € für Erwachsene, 7,50 € für Kinder und ab 17,50 € für Familien. Tickets erhalten Sie vorab im Onlineshop des Seepark Zülpich sowie an der Tageskasse vor Ort. Weitere Infos finden Sie unter www.seepark-zuelpich.de.
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