Kategorien
Fortschritt

Herzlich willkommen in Jülich! – Tourist-Information nimmt den Betrieb wieder auf

Jülich – Pünktlich zum Frühlingsfest der Werbegemeinschaft Jülich nimmt auch die Tourist-Information in Jülich wieder ihren Betrieb auf. Sie kommen aus der ganzen Welt und haben jede Menge Fragen: die Touristen, die während der Hauptsaison die Jülicher Tourist-Information auf dem Schlossplatz besuchen. Und immer können die Mitarbeiterinnen des Amtes für Stadtmarketing und ihr Team Auskunft geben.

Die Türen der Tourist-Information am Jülicher Schlossplatz sind ab 24. März wieder geöffnet und Informationsmaterial zu Jülich und der Umgebung steht zur Verfügung. Jülicher und Auswärtige können sich aktuelle Informationen zu Sehenswürdigkeiten und Ausflugszielen in der Region aushändigen lassen.

Wer als Tourist nach Jülich kommt, hat in der modernen Forschungsstadt und historischen Festungsstadt allerhand zu entdecken. Manche(r) lässt sich dabei einfach durch die Innenstadt treiben, andere suchen gezielt Sehenswürdigkeiten auf. Für beide Gruppen ist die Tourist-Info auf dem Schlossplatz eine unausweichliche Anlaufstelle – die ersten, weil es sie zufällig dort vorbeiführt, die zweiten, weil sie hier ausführliche Informationen über ihre anvisierten Ziele finden.

Die Bereitstellung von aktuellem Informationsmaterial zum Saisonstart und Beantwortung von Fragen oder Weitervermittlung von Anliegen sind allerdings nur ein Teil der Aufgaben in der Tourist-Info. Hier werden auch Beratungen zu Aktivitäten und Angeboten in Jülich geboten, touristisches Informationsmaterial über Jülich und die Region sowie Kartenmaterial zu Rad- und Wanderwegen bereitgehalten, Stadt- und Zitadellenführungen vermittelt, Informationen zu Unterkünften, Veranstaltungen, Gastronomie und Shopping gegeben. Auch die neue Broschüre des Kreises Düren „Zeitvertreib“ ist ab sofort dort erhältlich.

„Wir freuen uns, gemeinsam mit unseren touristischen Partnern wieder Informationen für die Freizeitgestaltung und touristische Ziele bereitstellen zu können,“ so Julia Hunke als Leiterin des Amtes für Stadtmarketing. „Jedes Jahr kommen zahlreiche Besucherinnen und Besucher mit dem Fahrrad, dem Wohnmobil oder zu einem Tagesausflug oder Urlaub nach Jülich. Wir hoffen, dass diese auch in dieser Saison wiederkommen – es gibt viel zu entdecken!“

Wer möchte, kann in der Tourist Information auch eines der bewährten Souvenirs der „Skyline-Serie“ erwerben: Tasse, USB-Card und Powerbank sind nützlich und als Mitbringsel von und für Jülicher bestens geeignet. Den Stadtplan gibt es dort als Puzzle oder Brettchen und viele Motive als Kühlschrankmagnet.

Geöffnet ist in den NRW-Ferien von Montag bis Freitag jeweils von 10 – 12 und 13 – 16 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 11 – 15 Uhr, außerhalb der Ferien bis Ende Oktober Montag und Dienstag geschlossen. Weitere Informationen beim Amt für Stadtmarketing unter 02461-63419 oder E-Mail: stadtmarketing@juelich.de.

Kategorien
Fortschritt

14. Blütenfest in Meckenheim – Beliebtes Frühlingsevent steigt am 21. April

Meckenheim – Mit einem reichhaltigen Programm und vielen Attraktionen geht das Meckenheimer Blütenfest am Sonntag, 21. April, in seine nunmehr 14. Runde. Die Tour beginnt am Bahnhof Meckenheim, wo Bürgermeister Holger Jung und Blütenkönigin Antonia Augenstein um 11 Uhr den Startschuss geben. Papa Tom’s Jazz GmbH wird den Auftakt musikalisch begleiten.

Gemeinsam mit der Blütenkönigin, den Hauptakteurinnen und Hauptakteuren sowie den Sponsoren des Blütenfestes und Sonja Crämer von der Wirtschaftsförderung der Stadt Meckenheim präsentierte Bürgermeister Holger Jung die beliebte Frühlingsveranstaltung. „Ich freue mich bereits auf unser Blütenfest und über die großartige Beteiligung und Unterstützung“, sagte Holger Jung auf dem Obsthof Felten, dem finalen Abschlussort der Blütentour 2024. Ein besonderes Dankeschön richtete der Bürgermeister an die zahlreichen Sponsoren und „an unsere örtliche Landwirtschaft, an die Obstbäuerinnen und Obstbauern, die sich immer wieder mit so viel Herzblut einbringen und beteiligen.“

Auch bei der Blütenkönigin steigt die Vorfreude auf die populäre Frühlingsveranstaltung. „Erst jüngst auf der Tourismusmesse ‚WanderArt‘ in Königswinter konnte ich das große Interesse an unserem Blütenfest erfahren. Viele der Besucherinnen und Besucher sprachen mich darauf an und wollen uns am 21. April besuchen.“

Die rund 15,8 Kilometer lange Strecke führt über den Demeterhof Hubert Bois und den Obsthof Cremerius zum Etappenziel Obstbau Felten in Meckenheim. Wer sich die Blütentour per Fahrrad oder zu Fuß nicht zutraut, kann bequem mit den von der Regionalverkehr Köln GmbH, der Baumschule Ley und dem Obstbaubetrieb Dahlhausen zur Verfügung gestellten Shuttlebussen von Station zu Station fahren. Erwachsene zahlen für ein Ticket 3 Euro, Kinder 1 Euro. Auf dem Weg durch das Meckenheimer Obstanbaugebiet sorgen die Unterhaltungskünstler von „It’s a Donie“ für Kurzweil.

Egal, ob per Fahrrad, zu Fuß oder mit dem Shuttle-Bus, unterwegs heißt es wieder „stempeln und gewinnen“. Unter allen Teilnehmenden zieht die Blütenkönigin um 16.30 Uhr am Zielort die glücklichen Gewinner. Hauptpreise der Verlosung sind jeweils ein Wertgutschein für einen Erwachsenen und ein Kind zum Kauf eines Fahrrades. Stempelkarten gibt es am Bahnhof und an allen weiteren Stationen.

Unterstützt wird die Veranstaltung in diesem Jahr von Mauel 1883 GmbH, 2Rad Leuer, Raiffeisenbank Voreifel eG, Kreissparkasse Köln, Baumschule Ley, Regionalverkehr Köln GmbH, Meckenheimer Verbund e. V., als Hauptsponsoren fungieren die Westenergie AG und die Fleischhof Rasting GmbH.

Attraktive Anlaufstellen

  • Auf dem Demeterhof Hubert Bois, Wormersdorfer Straße 47, präsentiert sich neben dem Pfadfinder-Stamm Swabidua Meckenheim und der Meckenheimer Jugendfeuerwehr auch der Bogenschützen Rheinbach e.V., während Falknerin Dagmar Karin mit ihren Greifvögeln für tierische Unterhaltung sorgt. Am Stand des Imkervereins Voreifel erfährt man Wissenswertes zum Thema invasive japanische Hornissen, die Oldtimerwerkstatt Bonn zeigt Traktoren und Unimogs aus einer privaten Sammlung. Die kleinen Gäste können sich auf einer Hüpfburg austoben. Für das leibliche Wohl ist mit kühlen Getränken und Siedewurst im Brötchen ebenfalls gesorgt. Musikalisch untermalt Papa Tom’s Jazz GmbH das Programm. Die Blütenkönigin ist zwischen 12 Uhr und 13 Uhr anwesend.
  • Unterwegs gibt es für die Radfahrerinnen und Radfahrer zudem einen Zwischenstopp: An der Oberen Mühle bietet der Verein „Pro Obere Mühle e. V.“ Besichtigungen der Mühle und Einblicke in deren Technik und in die Jahrhunderte ihrer Geschichte an. Das Info-Mobil des HochwasserKompetenzCentrum e. V. zeigt Wissenswertes zum Hochwasserschutz. Außerdem gibt es hier Informationen rund um das Thema E-Mobilität.
  • Beim Obsthof Cremerius, Obsthof Adendorf 1, erwartet das Publikum Informationsstände des Bienenzuchtvereins Rheinbach, des bio innovation park Rheinland e.V. sowie der Bürgerstiftung Meckenheim und der Hildegard und Arno Lückert-Stiftung, während die Landfrauen mit Kaffee und Kuchen süße Geschmäcker bedienen. Neben Tanja Hahnenberg vom „Alpalamaland“ mit ihren Lamas und Alpakas präsentieren sich hier außerdem die Initiative „Meckenheim blüht auf“ sowie der Naturpark Rheinland. Kleine Gäste können sich am Spielebus der Johanniter Hochwasserhilfe beschäftigen und musikalisch bietet die Big Band der Musikschule Voreifel attraktive Unterhaltung. Die Blütenkönigin schaut von 14 Uhr bis 15 Uhr vorbei.
  • Am Obsthof Felten, Am Rasselberg 1, endet das Blütenfest kurzweilig. Um 14.30 Uhr tritt „M & M“ auf, bevor im Anschluss an die Auslosung der Gewinnerinnen und Gewinner vom Stempelkarten-Gewinnspiel die Band „Timeless“ das Publikum mit Pop, Rock, Oldies, Balladen und Kölsche Tön begeistert. Das Team des Rhein-Voreifel Touristik e.V. informiert unter anderem über die rheinische Apfelroute. Städtische Kindertageseinrichtungen verwöhnen mit Waffeln und Kaffee. Kühle Getränke und Heißes vom Grill werden ebenfalls gereicht. Und für die Kinder gibt es neben der Hüpfburg und den Ponys von „Merry Legs Ranch“ mit einer Mitmach-Manege, Kinderschminken und einem Zauber- und Luftballonkünstler ebenfalls jede Menge Spaß und Unterhaltung. Die Blütenkönigin wird gegen 16 Uhr erwartet.
Kategorien
Fortschritt

Tourismus im Ahrtal sieht hoffnungsvoll in die Zukunft – Geplante Hängebrücke bei Walporzheim

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Im Ahrtal arbeitet sich die Tourismusbranche weiter voran. Zum Saisonstart 2024 macht Vieles den Tourismusakteuren Mut, aber es gibt auch noch zahlreiche Herausforderungen. „Insgesamt ist die Stimmung gut und hoffnungsvoll“, beschreibt Christian Lindner, der Vorsitzende des Ahrtal-Tourismus die derzeitige Lage. „Die Saison 2023 ist für die geöffneten Betriebe sehr erfreulich gelaufen. Unsere wichtigste Erkenntnis: Das Ahrtal ist nach wie vor attraktiv als Tourismusdestination. Es kommen sowohl Stammgäste als auch viele neue Gäste, die durch oder nach der Flut auf das Ahrtal aufmerksam geworden sind. Die Region punktet auch weiterhin mit ihren Kernkompetenzen Wandern, Wein, Gastfreundschaft und Kulinarik.“

Dies belegen auch die aktuellen Statistiken. Lagen die Übernachtungszahlen 2022 noch bei 434.000, konnte das Ahrtal für das Jahr 2023 schon rund 624.00 Übernachtungen verbuchen: eine Steigerung um rund 40 Prozent. „Dies liegt zum einen daran, dass 2023 mehr Übernachtungsbetriebe wieder geöffnet hatten, zum anderen konnte das Ahrtal mehr Leute für einen Besuch gewinnen“, erläutert Meike Carll, Referentin Tourismus. Hier habe die aktuelle „We AHR open“-Kampagne des Ahrtal-Tourismus dazu beigetragen, den Gästen zu zeigen, dass das Ahrtal trotz der Folgen durch die Flut einen Besuch wert ist. Sie wird mit Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz auch in diesem Jahr weiter fortgeführt.

Doch die reinen Zahlen verraten noch mehr: Von den Übernachtungszahlen in Höhe von 1,4 Millionen im Jahr 2019 – vor Corona und der Flut – ist das Ahrtal noch weit entfernt. Laut Meike Carll fehlen vor allem noch Bettenkapazitäten. „Hier liegt das Ahrtal aktuell erst bei 5.600 von zuvor knapp 8.400 Betten, also bei rund 65 Prozent.“ Das führe dazu, dass für Gäste in der Hochsaison im Herbst häufig gar keine Übernachtungsmöglichkeiten mehr zur Verfügung stehen. „Diese Gäste fehlen aber dann natürlich auch in anderen Bereichen des Tourismus, beispielweise in der Gastronomie.“ Positiv sei, dass durch weitere Wiedereröffnungen, zum Beispiel durch das Steigenberger Hotel Bad Neuenahr, die Zahl in diesem Jahr auf über 6.000 Betten anwachsen werde. „Es geht voran, aber zu langsam“, beschreibt auch Christian Lindner die Situation. „Manche Häuser haben immer noch keine adäquate Internetverbindung“, so sein Beispiel, mit welchen Problemen die Gastgeber knapp drei Jahre nach der Flut noch teilweise konfrontiert sind.

Weitere Krux bei den Übernachtungen: Die meisten Gäste kommen fast ausschließlich für Kurz-Aufenthalte an den Wochenenden und maximal für vier bis fünf Übernachtungen ins Ahrtal. Wochenweise Buchungen gebe es laut Meike Carll fast gar nicht. Der neue Geschäftsführer Andreas Lambeck, der zum April im Ahrtal startet, sieht im Bereich Übernachtungen noch einiges Potential: „Das Ahrtal hat alle Voraussetzungen, um seine Ziele, DIE innovative und nachhaltige Weinregion in Deutschland zu werden, zu erreichen. Jetzt gilt es, auf der einen Seite das Ahrtal durch Leuchtturmprojekte aus dem Tourismus-Konzept noch attraktiver zu machen – insbesondere auch für längere Aufenthalte. Gleichzeitig ist es Aufgabe, Investoren auf das Ahrtal aufmerksam zu machen, sowohl im Bereich der Hotellerie als auch für einzelne Maßnahmen.“ Ende Februar wurde der Endbericht zum Nachhaltigen Tourismus-Konzept Ahrtal 2025 vorgestellt. Ganz oben auf der Wunschliste des Ahrtals stehen die Hängebrücke als Verbindung von Rotweinwanderweg und AhrSteig, ein Skywalk, ein Flutmuseum sowie eine Seilbahn. „Jetzt startet die eigentliche Arbeit: Machbarkeiten prüfen, Finanzierungsmöglichkeiten finden, Umsetzungen planen“, so Andreas Lambeck.

Derzeit steigt die Nachfrage vor allem im Bereich Tagestourismus. Ersichtlich ist dies anhand der stetig steigenden Buchungen von Gästeführungen in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Zu den Angeboten des Ahrtal-Tourismus zählen die seit Ostern 2022 neu entwickelten Wiederaufbau-Führungen, die Weinführung „In Vino Veritas“, die Nachtwächter-Führungen und klassische Stadtführungen. So lagen 2023 sowohl die Anzahl der Termine als auch die Besucherzahlen fast wieder auf Vor-Corona-Niveau. „Ein großer Erfolg, der sicher auch dank der besonders nachgefragten Wiederaufbau-Führungen und unserer kompetenten Gästeführer erreicht werden konnte“, sagt Meike Carll. „Bei den Gruppenbuchungen stellen wir fest, dass die Nachfrage im Vergleich zu den Vorjahren weiter steigt. Ein Zeichen dafür, dass die Scheu, das Ahrtal auch wieder als Gruppe zu besuchen, nachlässt und die Region wieder als attraktives Ausflugsziel für Gruppen wahrgenommen wird.“ Um die zunehmenden Anfragen auch bedienen zu können, bildet der Ahrtal-Tourismus gerade weitere Gästeführer aus.

Im gesamten Ahrtal sind die Veranstaltungen und Events ein wichtiger Zugbringer im Tourismus. Die Saison 2023, in der beliebte Formate wie beispielweise der Weinmarkt der Ahr oder das Ahrtaler Gipfelfest erstmals seit vier Jahren wieder stattfinden konnten, hat laut Carll Hunderttausende Besucher angezogen. „Und die Tendenz steigt weiter“, sagt Carll und nennt Beispiele: Der Tag der offenen Weinkeller war zum ersten Mal bereits Wochen vor Termin ausverkauft, die Jubiläums-Show der Klangwelle läuft als Dauerbrenner im Vorverkauf und in den Tourist-Informationen werden schon seit Jahresbeginn Zimmer für die Wochenenden mit den Top-Events am meisten nachgefragt. Neben den Großveranstaltungen sind laut der Tourismusexpertin auch die Angebote von kleineren Weinevents, Wanderangeboten und Kulinarik-Veranstaltungen deutlich gestiegen.

Doch trotz all dieser positiven Entwicklungen gibt es laut dem Ahrtal-Tourismus nach wie vor noch viele Einschränkungen für die Besucher, vor allem im Bereich Infrastruktur. „Zwischen Walporzheim und Ahrbrück fehlen derzeit noch die Bahnstrecke und der zu einem großen Teil parallel verlaufende Ahr-Radweg. Beides enorm wichtige Verbindungen, um die Mittelahr zu erkunden“, so Carll, die hofft, dass beides zum Frühjahr 2026 wieder zur Verfügung steht. Immerhin seien die Teilstücke des Ahr-Radweges zwischen Blankenheim und Ahrbrück sowie zwischen Walporzheim und Sinzig wieder befahrbar, wenn auch teilweise über Umleitungen. Weiteres Dauerproblem: Ausreichende Parkmöglichkeiten, da nach wie vor einige Parkplätze und Tiefgaragen noch nicht wieder zur Verfügung stehen. „Hier arbeiten die Kommunen mit Hochdruck am Wiederaufbau und an Alternativen.“

Christian Lindner, selbst Hotelier, sagt abschließend: „Es gibt im Ahrtal viele gleichzeitige Herausforderungen. Zum einen muss der Wiederaufbau der Betriebe und der Infrastruktur vorangetrieben werden. Zum anderen müssen neue Projekte auf den Weg gebracht und Investoren fürs Ahrtal begeistert werden. Hieran arbeitet das Ahrtal weiter gemeinsam und hofft auf Unterstützung sowohl der Politik als auch von anderen möglichen Geldgebern, um die Region nachhaltig für die Zukunft zu rüsten.“

 

Kategorien
Fortschritt

Frühlingszauber am Laacher See – Tourist-Information öffnet ihre Pforten für die neue Saison

Maria Laach – Der Frühling steht vor der Tür und die Tourist-Information am Laacher See öffnet rechtzeitig ihre Türen, um Familien und Entdeckungslustige in der Sagenhaften Vulkanregion begrüßen zu dürfen. Das Team freut sich auf Anfragen, stellt individuelle Tagesprogramme für Gruppen oder Einzelreisende zusammen und gewährt auch gerne den ein der anderen Geheimtipp rund um Maria Laach und die Sagenhafte Umgebung.

Die Tourist-Information bietet eine Fülle von Serviceleistungen, berät zu Aktivitäten und Ausflugsmöglichkeiten und ist gut darauf vorbereitet, Wanderern, Familien, Gruppen- oder Tagesgästen unvergessliche Sehenswürdigkeiten und Erlebnisse zu vermitteln.
Kleine und Große können gemeinsam die faszinierende Geschichte des Klosters Maria Laach erkunden. Spannende Führungen durch die geheimnisvollen Mendiger Lava-Keller und eine entschleunigende Fahrt mit dem Vulkan-Expreß durch das idyllische Brohltal bieten unvergessliche Erlebnisse. Im Rauscher Park in Plaidt kann dem wilden Wasser gelauscht und die Natur in vollen Zügen genossen werden, um nur einige Abenteuer zu nennen.

Neben den klassischen Angeboten werden auch in diesem Jahr wieder eine Vielzahl von geführten Wanderungen bis hin zu kreativen Workshops angeboten – hier ist für jeden Geschmack und jedes Alter etwas dabei. Den frisch gedruckten Flyer „Wanderungen und Kurse 2024“ können sich Interessierte vor Ort kostenfrei abholen oder auch zuschicken lassen.

Die letzte Juli-Woche sollte schon jetzt im Kalender vorgemerkt werden: Die vielfältige Kultur- und Erlebniswoche „Nacht der Vulkane“ – mit der großen RPR-Abschluss-veranstaltung und einzigartigem simulierten Vulkanausbruch am Samstag, 27. Juli in Nickenich.

Neugier geweckt?! Die Türen der Tourist-Info sind täglich von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet, Besucher und Gäste herzlich willkommen. „Wir see´n uns“ in der Sagenhaften Vulkanregion Laacher See!

Kategorien
Fortschritt

GesundLand Vulkaneifel erkundet neue Tourismus-Trends auf der ITB 2024 in Berlin

Daun – Mit einer kleinen Delegation besuchte die GesundLand Vulkaneifel GmbH dieses Jahr die Internationale Tourismus-Börse (ITB) in Berlin, die vom 4. bis 6. März stattfand. Die weltweit führende Tourismusfachmesse ITB setzte 2024 einen klaren Fokus auf die Gestaltung der Zukunft und verteidigte damit einmal mehr ihre Rolle als global führende Plattform für Business, Innovation und Networking. Knapp 100.000 Teilnehmer, 5.500 Aussteller aus 170 Ländern – eine beeindruckende Bilanz.

Vor Ort waren auch Vera Esch, Geschäftsführerin GesundLand Vulkaneifel, und ihre Mitarbeiterin Anne Kaiser (Marketing). „Die ITB ist für uns eine wichtige Gelegenheit, über den Tellerrand zu schauen und uns umfassend über die aktuellen Trends im Tourismus zu informieren“, so Esch. Beide schätzten den regen Austausch mit Experten verschiedener Sparten der Tourismusbranche und nutzten die Möglichkeit, bestehende Kontakte auszuweiten und neue Kontakte zu knüpfen.

Zentrale Gelegenheit für den Austausch der Touristiker untereinander bot der Rheinland-Pfalz-Abend, den die rheinland-pfälzische Tourismusministerin Daniela Schmitt am 5. März eröffnete. „Mit der richtigen Mischung aus Stadt und Natur bietet Rheinland-Pfalz hervorragende Gesamtpakete an“, hob die Ministerin das Bundesland für Urlaube, Ausflüge oder Geschäftsreisen hervor.

Kategorien
Fortschritt

Viele Tipps für Ausflüge und Wanderungen bietet „Zeitvertreib“-Heft auch in 2024

Alsdorf – Viele Ausflugs- und Freizeittipps finden sich auch in der jüngsten Auflage der „Zeitverteib“-Broschüre für 2024. Ein druckfrisches Exemplar des Heftes haben die Macher Dr. Norbert und Marlene Dreßen jetzt bei einem Besuch im Alsdorfer Rathaus Bürgermeister Alfred Sonders überreicht.

Der freute sich als Vorsitzender des Grünmetropole e.V. über das Heft, das auch vom Kreis Düren unterstützt wird. „Unsere Region hat eine ganze Menge touristischer Highlights zu bieten“, sagte Sonders, „und in diesem Heft werden sie vorgestellt. Dazu gehört auch die gemeinsame Bergbauvergangenheit der Kommunen Alsdorf, Baesweiler, Herzogenrath, Eschweiler und Würselen, die sich in der Grünmetropole zum ‚Aachener Land-Tourismus‘ zusammengeschlossen haben.“

Ausflugs- und Freizeittips sind ein Schwerpunkt der Broschüre. Ob zu Fuß oder mit dem Rad – viele Ziele finden sich auf den 60 Seiten. 30.000 Exemplare der kostenlosen Broschüre sind gedruckt und auch am Empfang im Alsdorfer Rathaus zu finden, ebenso im Energeticon und in Geschäftsstellen der Sparkasse. Auch online lässt sich die im „Zeitvertreib“-Magazin vorgestellte Erlebnisregion entdecken unter: www.zeitvertreib.org. (apa)

Kategorien
Fortschritt Impulse

Im Ahrtal-Eventkalender 2024 folgt ein Highlight auf das Nächste

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Nachdem im Ahrtal bereits im Jahr 2023 wieder zahlreiche Veranstaltungen rund um Wein, Wandern und Unterhaltung zu einem Besuch eingeladen haben, knüpft der Event-Kalender 2024 hier nahtlos an. Ein Highlight wird auf das Nächste folgen. Leuchtturm-Event ist die Jubiläums-Klangwelle Bad Neuenahr-Ahrweiler am zweiten und dritten Oktoberwochenende. Mit einer einzigartigen Show aus Wasser, Feuer, Laser, Licht und Musik wird die Klangwelle ihren 10-jährigen Geburtstag im Kurpark Bad Neuenahr feiern. Nach dem Besucherrekord von 19.000 Gästen in 2023 wird die diesjährige Jubiläums-Show an acht Abenden wieder Tausende Gäste mit einem erstklassigen Programm begeistern.

Wein- und Wanderevents

Die Outdoor-Event-Saison startet Ende April, wenn der Weinfrühling Mittelahr bis Ende Mai immer samstags und sonntags auf den Rotweinwanderweg lockt. Oberhalb der Weinorte Marienthal, Dernau, Rech, Mayschoß und Altenahr laden Wein- und Imbissstände zu Zwischenstopps mit wunderbaren Aussichten ins Tal ein. Genauso wie der Weinfrühling Mittelahr als neues Konzept nach der Flut, hat sich auch der AhrWeinWalk am Christi-Himmelfahrt-Wochenende als erfolgreiche neue Veranstaltung fest im Kalender etabliert. Entlang einer Rundtour auf den Ahrweiler Höhenwegen laden Ahrweiler Winzer und Weingüter zu Genuss im Weinberg ein. Abends gibt es die AfterWalkLounge an der Winzerkapelle in chilliger Atmosphäre mit coolen Sounds und noch cooleren Weinen.

Das lange Pfingst-Wochenende steht wieder im Zeichen des Weinmarkts der Ahr. Auf dem Ahrweiler Marktplatz bieten Weingüter und Genossenschaften aus dem Ahrtal die ganze Vielfalt der Ahrweine: Von samtigen Spätburgundern über fruchtige Blanc de Noir oder spritzige Rieslinge bis hin zur besonderen Spezialität im Ahrtal, dem seltenen Frühburgunder. Höhepunkt ist die Wahl der Ahrweinkönigin, welche das Ahrtal und seine Weine überregional repräsentiert.

Für Konzertliebhaber bietet das Weingut Kloster Marienthal mit dem Festival Musik und Wein am langen Fronleichnam-Wochenende das passende Event. Im Juni und Juli stehen das Weinblütenfest in Mayschoß, der Altenahrer Weinsommer und das Burgunderfest oberhalb der Weinberge von Bad Neuenahr auf dem Programm. Blankenheim sorgt mit seiner Veranstaltungsreihe Sommer am See im Juli und August für lauschige Sommerabende bei Musik und Geselligkeit am Ufer des Freilinger Sees. Auch ein Open-Sommerkino wird im August angeboten. „Typisch Kölsch“ heißt es im August im Kurpark Bad Neuenahr-Ahrweiler. Bei der großen Open-Air-Sommerparty erwartet die Besucher ein Programm voller kölscher Karnevalsgrößen.

Den Reigen der traditionellen Weinfeste in den Weinorten eröffnen im August das Historische Weinfest in Heimersheim und das Ländliche Weinfest in Walporzheim. Am ersten und zweiten September-Wochenende steht Ahrweiler im Zeichen seiner Weinwochen. Altenahr lädt ebenfalls Anfang September zum Weinfest ein.  Der Weinort Bachem bietet unter dem Motto „FestiWein“ sein Weinfest in einer Mischung aus Weinfest und Musikfestival. Die Weinorte Rech und Dernau bieten ebenfalls noch im September ihre Winzerfeste an. Mit dem Weinfest in Mayschoß Ende September bis Ende Oktober schließt sich der Kreis.

Für Gäste, die gerne in der Natur aktiv werden, gibt eine Fülle von Wander-, Rad- und Sportevents. Unter dem Motto „Vier Tage – vier Gipfel“ erkunden die Gäste beim Ahrtaler Gipfelfest am Fronleichnam-Wochenende attraktive Wanderrouten. Auf dem jeweiligen Tages-Gipfel gibt es Unterhaltung, Gastronomie und Aktionen für die ganze Familie. Wer’s lieber richtig sportlich mag, für den bietet sich der Ahrathon Mitte Juni an, ein Landschaftslauf mit Erlebnischarakter, bei dem die Teilnehmer in verschiedenen Kategorien gerne auch kostümiert laufen.

Beim Rad-Aktionstag Tour de Ahrtal im Juni können Radler das obere Ahrtal zwischen Blankenheim und Ahrbrück einen Tag lang autofrei genießen. Zwischen Blankenheim und Dümpelfeld ist die Bundesstraße gesperrt, von dort geht es weiter über den neu ausgebauten Ahr-Radweg bis nach Ahrbrück. Entlang der Strecke bieten Aktionspunkte ein vielfältiges Programm mit Verpflegung und Mitmachaktionen. Konzertliebhaber kommen beim Festival Musik und Wein im Kloster Marienthal voll auf ihre Kosten. Rennsport-Fans werden garantiert am Nürburgring fündig: Beim ADAC 24-Stunden-Rennen am Pfingst-Wochenende oder der Deutschen Tourenwagen Meisterschaft (DTM) Mitte August.

Shopping und Märkte

Im Bereich Shopping, Bummeln und Märkte bietet das Ahrtal rund ums Jahr ebenfalls allerhand Termine: Ob die Shopping-Events im Frühling in Bad Neuenahr-Ahrweiler, Sinzig und Adenau, die „LebensArt“-Messe im Juni, der mittelalterliche Barbarossamarkt in Sinzig im September oder die Martinsmärkte in Dernau oder Adenau im November. Stimmungsvoller Jahresabschluss sind die Weihnachtsmärkte, die sich im Ahrtal äußerst vielfältig präsentieren. Während der Weihnachtsmarkt in Ahrweiler und der Lucia-Markt in Rech für gemütliche traditionelle Atmosphäre bekannt sind, präsentieren sich andere Märkte mit ganz exklusiven Kulissen und Konzepten. So glänzt der WeinNachtsMarkt inmitten des alten Gemäuers des Klosters Marienthal. Die Uferlichter im Kurpark Bad Neuenahr bezaubern durch florale Leuchtelemente, die das Markttreiben mit Kunsthandwerk, Kulturveranstaltungen, Kinder-Wochenende und regionaler Gastronomie in behaglichen Zelten umrahmen.

Kategorien
Fortschritt

GesundLand Vulkaneifel präsentiert digitale Best-Practice-Lösung auf der Messe Heimat@Digital

Daun – Digitale Transformation – Am 29. Februar fand in Bergheim die von den Volksbanken initiierte Digitalisierungsmesse „Heimat@Digital“ statt. Im Mittelpunkt der Messe standen digitale Themen für Kommunen, Handel und Vereine. Als Best-Practice-Beispiel war die GesundLand Vulkaneifel GmbH eingeladen worden, auf der Messe ihre digitale Lösung zum Verleih von Klettersteigsets vorzustellen.

Die Messe Heimat@Digital fand zum ersten Mal statt. Die Mission: Prozesse effizienter gestalten, Verwaltung transparenter machen und dabei unterstützen, stationären mit digitalem Handel zu verknüpfen.

Die GesundLand Vulkaneifel GmbH präsentierte vor Ort ihre digitale Verleih-Lösung zum Burgenklettersteig. Mit dieser Lösung kann der Verleihprozess der Klettersteigausrüstung erheblich vereinfacht und wesentlich effizienter gestaltet werden. Der Verleihprozess ist nun überwiegend digitalisiert: Von der Reservierung über die Zahlung bis hin zum Haftungsausschluss kann der Verleih ohne Personalbindung an einem Terminal abgewickelt werden. Der Gast erhält am Terminal einen Bon, über den das Personal die Leihe zuordnet und nur noch das Geschirr aushändigen muss.

„Wir freuen uns über die Anerkennung, als Best-Practice-Beispiel bei der Heimat@Digital zu dienen und unsere Lösung präsentieren zu dürfen. Die digitale Transformation ist unabdingbar, kommt an vielen Stellen aber noch zu schleppend voran. Mit unserer Präsenz auf der Heimat@Digital wollen wir anderen Kommunen und Unternehmen als Inspiration dienen, wie Abläufe digital gestaltet werden können“, so Vera Esch, Geschäftsführerin der GesundLand Vulkaneifel GmbH.

Die Verleihlösung in Manderscheid ist gemeinsam mit der OneTouch GmbH, einer Tochterfirma der VR Ticket Solutions GmbH, entwickelt worden. Neben dem digitalen Terminal in Manderscheid verfügen auch die weiteren GesundLand Tourist Informationen in Daun und Bad Bertrich über einen solchen sogenannten E-Kiosk. Dort können Touristen wie Einheimische Artikel- und Ticketkäufe tätigen.  Die Verleih-Funktion ist eine Speziallösung für Manderscheid. Die Funktionen aller E-Kioske werden in den nächsten Monaten noch weiter ausgebaut.

Kategorien
Fortschritt

Nationalpark Eifel ist Aushängeschild für Nordrhein-Westfalen

Region/Düsseldorf – Großschutzgebiet feiert Gründung vor 20 Jahren – Rekordzahlen vorgelegt – Wachstumsmotor für die Region – Zum runden Geburtstag legt der einzige Nationalpark in Nordrhein-Westfalen neue Rekordzahlen vor und unterstreicht seine Bedeutung für den Artenschutz, die regionale Wirtschaft und als Besuchermagnet: Mit rund 1,38 Millionen Besuchen pro Jahr (2022/2023) haben sich die Gästezahlen im Nationalpark Eifel seit der ersten Untersuchung im Jahr 2007 (450.000 Besuche) mehr als verdreifacht. Auch die durch Nationalpark-Gäste erwirtschafteten Bruttoumsätze in der Region zeigen einen starken Anstieg von rund 30 Millionen Euro (Studie 2014/2015) auf nun 76 Millionen Euro pro Jahr. Dies entspricht fast 1.350 Vollzeit-Arbeitsplätzen. Zu diesem Ergebnis kommt eine umfangreiche Studie der Deutschen Sporthochschule Köln und der Universität für Bodenkultur Wien zu den sozio-ökonomischen Auswirkungen des Nationalparks Eifel. Vorgestellt wurden die Ergebnisse am Freitag, 8. März 2024, im Rahmen der Feierstunde zum 20-jährigen Jubiläum des Nationalparks.

„Der Nationalpark Eifel ist ein Aushängeschild für Nordrhein-Westfalen. Er ist ein wichtiges Herzstück des Naturschutzes, er bietet tolle Naturerlebnisse für die Menschen und er gibt wertvolle Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung der Region“, so Oliver Krischer, Umweltminister von Nordrhein-Westfalen. „Es ist bewundernswert, was die Region aus ihrem Nationalpark gemacht hat und damit ganz Nordrhein-Westfalen bereichert. Hierfür bedanke ich mich sehr herzlich.“ Die Entwicklung in der Eifel könne laut Krischer auch Beispiel für andere Regionen sein: „Diese Erfolgsgeschichte hier in der Eifel möchten wir fortschreiben und auch anderen Regionen ermöglichen. Hierzu haben wir ein landesweites Findungsverfahren für einen zweiten Nationalpark gestartet, das allen Regionen Nordrhein-Westfalens offensteht. Als Land unterstützen wir interessierte Regionen mit Informations- und Dialogangeboten und haben zugesagt, geeignete Flächen in einen Nationalpark einzubringen.“

Mehr als 11.300 Arten nutzen Nationalpark als Lebensraum

Das Großschutzgebiet in der Eifel wurde 2004 als erster und bislang einziger Nationalpark in Nordrhein-Westfalen gegründet. Er umfasst rund 110 Quadratkilometer und gilt als „Entwicklungs-Nationalpark“, da in einer Übergangszeit noch Maßnahmen zur Renaturierung und Förderung natürlicher Lebensräume umgesetzt werden.

Waren anfangs im Schutzgebiet 230 gefährdete Arten bekannt, konnten Forscherinnen und Forscher mittlerweile mehr als 2.600 Rote-Liste-Arten nachweisen, die im Nationalpark wertvollen Lebensraum finden. Insgesamt leben in dem Schutzgebiet an der belgischen Grenze sogar mehr als 11.300 Arten. Biber, Milane, Mauereidechsen, Wildnarzissen und auch typische Arten für alte Wälder wie der „Urwald-Pilz“ Ästiger Stachelbart nutzen den Nationalpark als Lebensraum. Auch das Vorkommen von Spechten als Charaktervögel naturnaher Wälder verdeutlicht die Bedeutung des Nationalparks.

Zu den Maßnahmen zur Steigerung der Naturnähe gehören die Pflanzung heimischer Baumarten und die Renaturierung von Gewässern. Große Fortschritte konnte die Nationalparkverwaltung gemeinsam mit der Biologischen Station StädteRegion Aachen e.V. im LIFE+ Projekt „Wald – Wasser – Wildnis“ erzielen. Mit Förderung der EU konnten dabei über 500 Einzelmaßnahmen zur Renaturierung von Wald- und Wasserlebensräumen und zur Entwicklung von Offenlandlebensräumen umgesetzt werden. Rund 80 Kilometer Fließgewässer wurden so wieder durchgängig und naturnäher.

Erfolgsgarant für die ganze Region

Dr. Lutz Dalbeck, Mitglied im wissenschaftlichen Beirat und Mitarbeiter der Biologischen Station im Kreis Düren, blickte mit einem Vortrag auf „20 Jahre Wald, Wasser, Wildnis: Entwicklungen im Nationalpark Eifel“ zurück. Laut Dr. Dalbeck war der damalige Truppenübungsplatz Vogelsang, heute Kernstück des Nationalparks, zu früheren Zeiten ein weißer Fleck auf den Verbreitungskarten der Tiere und Pflanzen in Nordrhein-Westfalen. Doch schon bald habe sich der hohe Wert für den Naturschutz herausgestellt.

Bei der letzten Erfassung wurden 98 Wildkatzen festgestellt, vermutlich sind es deutlich mehr als 100, die im Nationalpark einen Lebensraum finden. Das Wildkatzen-Vorkommen wurde mit Hilfe von Lockstöcken erfasst. Bei dieser Methode werden Holzpflöcke mit Baldriantinktur besprüht. Dadurch werden Wildkatzen angelockt, die sich an den Stöcken reiben und Haarproben hinterlassen. Diese werden anschließend genetisch untersucht, um die Anzahl der Individuen bestimmen zu können.

„In den ersten beiden Jahrzehnten konnten wir große Fortschritte bei der Renaturierung der natürlichen Lebensräume erzielen. Unter dem Motto „Natur Natur sein lassen“ findet die Natur nach und nach auf immer mehr Flächen in ihre eigenen Kreisläufe zurück. Für Besucherinnen und Besucher sind das spannende Erlebnisse, denn nur Nationalparke ermöglichen auf großer Fläche eine natürliche Entwicklung und gleichzeitig Naturerleben und Umweltbildung für die Menschen“, so Michael Lammertz, kommissarischer Leiter der Nationalparkverwaltung. Die Entwicklung der Natur zeigt nun auch eine Sonderausstellung „Wilde Bilder – 20 Jahre Wildnisentwicklung im Nationalpark Eifel“, die Minister Krischer gemeinsam mit Bärbel Höhn, der amtierenden Ministerin bei Nationalparkgründung, eröffnete. Sie zeigt 40 Bildpaare, die spannende Vorher-Nachher-Einblicke in die Entwicklung ausgewählter Naturstandorte gibt.

Die Ergebnisse der sozio-ökonomischen Untersuchung sieht Lammertz als Bestätigung, dass Naturschutz und Tourismus keine Gegensätze sein müssen, wenn sie von Anfang an gemeinsam gedacht und geplant werden. Wichtig sei, dass die Angebote mit den Schutzbestimmungen im Einklang stehen und Naturerlebnisse auch mit dem Umfeld gemeinsam realisiert werden, was durch die intensive Zusammenarbeit aller Beteiligten gut gelinge. Gute Beispiele sind der viertägige Wildnis-Trail, für den mittlerweile 8.240 Wanderer das Arrangement gebucht haben, und die jüngst vom Naturpark Nordeifel im Umfeld des Internationalen Sternenparks Nationalpark Eifel eingerichteten zehn SternenBlicke.

Hohe Akzeptanz und Zufriedenheit mit Nationalpark

Für die sozio-ökonomische Untersuchung unter Leitung von Dr. Stefan Türk (Deutsche Sporthochschule Köln) und Assoc. Prof. Dr. Arne Arnberger (Universität für Bodenkultur Wien) erfolgten automatische Gästezählungen und Interviews mit 1.640 Gästen des Nationalparks. Ausgewertet haben die Wissenschaftler auch, welche Bedeutung der Nationalpark für die Reiseentscheidung hatte. Diejenigen Nationalpark-Touristinnen und -Touristen im engeren Sinne, bei denen der Nationalpark eine große oder sehr große Rolle bei der Reiseentscheidung spielt, machen mittlerweile 77 Prozent der Besuche aus (27 Prozent im Jahr 2007).

Bemerkenswert sind auch die Zufriedenheit mit dem Nationalpark und die hohe Akzeptanz des Schutzgebietes. 99 Prozent der befragten Gäste würden einen Aufenthalt im Nationalpark Eifel weiterempfehlen, 76,1 Prozent der Befragten sogar einen mehrtägigen Aufenthalt mit mindestens fünf Tagen in der Region. 93,7 Prozent aller Befragten waren mit dem Nationalpark als Erholungsgebiet sehr zufrieden oder zufrieden. 89,5 Prozent der einheimischen Nationalparkgäste ist die Existenz des Großschutzgebietes wichtig oder sehr wichtig.

Weiter stärken möchte der Nationalpark gemeinsam mit den Verkehrsverbünden und der Region den öffentlichen Personennahverkehr. Denn trotz der Verbesserungen bei den Freizeitbuslinien durch bessere Taktungen und der Einführung einer neuen Linie („Kermeter-Shuttle“) bevorzugen Gäste die Anfahrt mit dem eigenen Auto (85,3 Prozent), lassen dies während des Aufenthaltes jedoch gerne stehen und nutzen den ÖPNV.

Umfangreiche Umweltbildungs- und Naturerlebnisangebote

Für Besucherinnen und Besucher bietet der Nationalpark ein gut beschildertes Wegenetz von insgesamt 240 Kilometern, Ausstellungen und vielfältige Umweltbildungs- und Naturerlebnisangebote. Neben den hauptamtlichen Rangern unterstützen mehr als 100 ehrenamtlich tätige Waldführerinnen und Waldführer den Nationalpark und führen Gruppen auf ganz individuellen Touren durch das Schutzgebiet. Auch für Schulen, Kinder- und Jugendgruppen gibt es vielfältige Programme: Von der Junior-Ranger-Schulung über Nationalpark-Schulen und -Kitas bis hin zu den Tages- und Mehrtagesprogrammen der Wildnis-Werkstatt, des Nationalpark-Zentrums und des Jugendwaldheims. Gastronomie- und Übernachtungsbetriebe im Umfeld des Nationalparks Eifel haben zudem an der Zertifizierung zu Nationalpark-Gastgebern teilgenommen.

Großes Jubiläumsfest am 10. März

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums hat die Nationalparkverwaltung eine über das Jahr verteilte öffentliche Veranstaltungsreihe geplant. Am 10. März findet im Nationalpark-Zentrum Eifel ein großes Jubiläumsfest statt. An diesem Tag ist nicht nur der Eintritt in die dortige Erlebnisausstellung Wildnis(t)räume frei, sondern es gibt von 10.00 bis 17.00 Uhr auch ein buntes Programm für Jung und Alt. Dazu zählen unter anderem Kinder-Theater, Poetry-Slam, Rangerführungen, Bastelwerkstatt und die Multimedia-Präsentation „Wildes Namibia“.

Neue digitale Broschüre über den Nationalpark Eifel

Mit einer interaktiven und multimedialen Broschüre lädt das Umweltministerium Nordrhein-Westfalen dazu ein, den Nationalpark Eifel virtuell zu entdecken. Unter www.nationalpark-digital.nrw bündelt die digitale Broschüre „Nationalpark Eifel – Der Wildnis auf der Spur“ vielfältige Informationen und Interaktionen zum Lesen, Stöbern, Klicken, Staunen und Rätseln. Eine Mischung aus Texten, Bildern, aber auch Audios und Filmclips führt durch die Datei. Ein Teil der Broschüre richtet sich dabei speziell an Kinder.

Kategorien
Fortschritt

REMET sorgt mit Wanderbuch und Stempelhäuschen für neue Abenteuer für Klein und Groß

Region/Mayen-Koblenz – Das Rhein-Mosel-Eifel-Land steckt voller Abenteuer, die es zu erkunden gilt. Und da Abenteuer gemeinsam gleich doppelt so viel Spaß machen, lädt die Rhein-Mosel-Eifel-Touristik (REMET) junge Entdecker, Eltern, Großeltern und Freunde dazu ein, Freddy den neugierigen Fuchs auf seinen Streifzügen über die Traumpfädchen in Mayen-Koblenz zu begleiten. Alles was es dazu braucht, ist Abenteuerlust und das neue kostenfreie „Freddys Traumpfädchen Wanderbuch“, das weitaus mehr ist, als ein simpler Wanderführer. Es ist ein Ticket für Erlebnisse, ein Stempel-Sammelalbum und ein echter Anreiz für Jung und Alt, die Natur in ihrer ganzen Pracht zu erleben.

„Mit Freddys Traumpfädchen Wanderbuch möchten wir Kinder dazu ermutigen, die Schönheit des Rhein-Mosel-Eifel-Landes zu entdecken und gleichzeitig Spaß an der Bewegung an der frischen Luft zu haben“, erläutert Michael Schwippert, stellvertretender Geschäftsführer der Rhein-Mosel-Touristik. „Es ist eine wunderbare Möglichkeit, die Natur spielerisch zu erkunden, etwas dabei zu lernen und sich durch das Sammeln von Stempeln auf jedem Traumpfädchen immer wieder selbst anzuspornen.“

Jedes der insgesamt 14 Traumpfädchen im Landkreis Mayen-Koblenz birgt seine eigenen Geheimnisse und Abenteuer. Begleitet von Freddy können die kleinen Wanderer Fragen zu den einzelnen, maximal 3 bis 7 Kilometer langen Kurztouren beantworten. Und unterwegs halten sie gespannt Ausschau nach „Freddys Stempelhäuschen“, in denen sich die begehrten Stempel befinden, mit denen man die eigenen Erfolge in „Freddys Traumpfädchen Wanderbuch“ festhält. Das Wanderbuch gibt es kostenfrei bei der Rhein-Mosel-Eifel-Touristik oder den örtlichen Tourist-Informationen im Landkreis Mayen-Koblenz. Sobald die kleinen Abenteurer ausgestattet sind, kann es auch schon losgehen. Für jedes erfolgreich bewältigte Traumpfädchen gibt es einen Stempel als Belohnung. Je nachdem, wie viele Stempel gesammelt wurden, gibt es von der REMET eine Entdecker-Medaille (4 Stempel), eine Abenteurer-Medaille (8 Stempel) oder eine Freddy-Profi-Medaille bei allen erwanderten Traumpfädchen – und selbstverständlich auch eine entsprechende Urkunde für die tapferen Abenteurer.

„Freddys Traumpfädchen Wanderbuch ist definitiv mehr als nur ein Begleiter auf Wanderungen – es ist ein Symbol für Abenteuerlust, Entdeckergeist und die Freude an der Natur in unserer wunderschönen Region. Wir hoffen, dass es Kinder dazu inspiriert, das Rhein-Mosel-Eifel-Land zu entdecken und sich dabei eine lebenslange Liebe zur Umwelt zu bewahren“, betont Nicole Pfeifer von der REMET und ist sich sicher, dass Wandern mit Freddys Traumpfädchen Wanderbuch zu einem unvergesslichen Erlebnis für die ganze Familie wird. Alle Infos zu „Freddys Traumpfädchen Wanderbuch“ gibt es online unter https://www.traumpfade.info/traumpfaedchen/stempelstellen/