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Open-Air am 20. September mit „Eifeler Sieben“ in Schleiden

Schleiden, 17.09.2020 – Die „Eifeler Sieben“ präsentieren beim Open-Air-Konzert am 20. September im Musikpavillon im Gemünder Kurpark Polka Musik.

Die Eifeler Sieben sind eine kleine Blasmusik Formation, die sich vor allem das Ziel gesetzt hat Polka- und Marsch Arrangements von Komponisten aus der Eifel zu spielen. Natürlich kommen Fans von altbewährten Klassikern hierbei nicht zu kurz! Die Besucher des Konzertes der „Eifeler Sieben“ können sich auf mehrstimmigen Gesang, solistische Einlagen und gute Laune freuen.

Das Open-Air-Konzert findet von 16 bis 17:30 Uhr unter den am Veranstaltungstag gültigen Abstands- und Hygieneregeln im Rahmen der Corona-Schutzverordnung statt.

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Abschied für Josef Lohrengel in Ülpenich

Ülpenich/Kreis Euskirchen, 17.09.2020 – „Als Deutschland am 8. Juli 1990 zum dritten Mal Fußballweltmeister wurde, trat Josef Lohrengel dem Verein »Haus Lebenshilfe e.V.« bei“, sagte Vorsitzender Herbert Born am Montag bei der Jahreshauptversammlung in den Nordeifelwerkstätten (NEW) Ülpenich.

Damals hieß die Einrichtung noch „Werkstatt für Behinderte“ und war nur in Ülpenich beheimatet. Der vor 55 Jahren mit Unterstützung des Kreises Euskirchen gegründete gemeinnützige Verein „Haus Lebenshilfe“ ist Gesellschafter der Nordeifelwerkstätten und über diese auch mit dem Heilpädagogischen Zentrum „Haus Lebenshilfe“ in Bürvenich verbunden.

Der Verein unterstützt die Einrichtungen finanziell beispielsweise durch Darlehen und organsiert Events für behinderte erwachsene Mitarbeiter. Vorsitzender Herbert Born verabschiedete Josef Lohrengel nach 30 Jahren Mitgliedschaft am Montag in der Hauptversammlung. Gleichzeitig nahm er den Mechernicher Rechtsanwalt Franz Troschke und Georg Richerzhagen, den Geschäftsführer der Nordeifelwerkstätten, als neue Mitglieder auf.

An „Gala Tolbiac“ erinnert

Außer den Genannten gehören auch Ernst-Georg Fiege (stellvertretender Vorsitzender), NEW-Geschäftsführer Wilfried Fiege, Jürgen Stemmler (Kassierer und Geschäftsführer), der Jurist Jens-Uwe Kaulen, Pfarrer Frank Thönes (evangelische Kirche) und Diakon Manfred Lang (katholische Kirche) dem „Haus Lebenshilfe e.V.“ an.

Vorsitzender Herbert Born erinnerte in seiner Laudatio auch an seine Vorgänger Peter Rijntjes, Franz Sievernich und Konrad Esser sowie an die von Willy Emmerich und Otto Becker ins Leben gerufene „Gala Tolbiac“. Josef Lohrengel sei ihm nicht nur ein Freund für die NEW gewesen, sondern auch privat, so Born.

Der Geehrte bedankte sich und bat um Verständnis, dass die Vollendung seines 80. Lebensjahres eine Zäsur darstelle: „Das Alter merkt man mir auch an – und deshalb höre ich auf!“

Geschäftsführer Jürgen Stemmler und Vorsitzender Herbert Born ließen Zahlen und Ereignisse der vergangenen Geschäftsjahre 2018 und 2019 Revue passieren. Das Ausflugsprogramm für behinderte Erwachsene 2020 fiel größtenteils Corona zum Opfer. Im November ist jedoch ein weiterer Versuch mit Besuch des Kölner Hänneschen-Theaters und Deutzer Brauhauses geplant.

Eisrevue und Bundesliga

2018 und 2019 wurden unter anderem die Revue „Holiday on Ice“ sowie Fußballspiele des 1. FC Köln, Bayer Leverkusens und der Damen-Nationalmannschaft besucht. Der Verein organisiert jährlich solche Fahrten und Ausflüge unter anderem zu Bundesligabegegnungen, den Karl-May-Festspielen, Musicals und Konzerten.

Da sich die Gastgeber solcher Ausflüge bei den Eintrittspreisen für gehandicapte Zeitgenossen meist sehr kulant zeigen und der Verein „Haus Lebenshilfe“ darüber hinaus regelmäßig finanzielle Zuwendungen, unter anderem der Bürgerstiftung der Kreissparkasse Euskirchen erhält, sei „es äußerst schwierig, das aus Zinserträgen erwachsene Kapital auszugeben“, so Geschäftsführer Jürgen Stemmler.

Jens-Uwe Kaulen, der Sprecher der Revision, bestätigte Stemmler eine vorbildlich saubere und korrekte Buchführung. Die Entlastung wurde einstimmig bei Stemmlers eigener Enthaltung erteilt. Neuwahlen waren 2020 nicht erforderlich.

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Fortschritt

Weltkindertag am 20. September wird auch in den Mayener Museen gefeiert

Mayen, 17.09.2020 – Der Weltkindertag wird auch in den Mayener Museen gefeiert: Aus diesem Grund haben alle Kinder und Jugendliche bis einschließlich 16 Jahre am Sonntag, 20. September, freien Eintritt!

Doch nicht nur die spannenden Ausstellungen der drei Ausstellungsbereiche – Eifelmuseum, Deutsches Schieferbergwerk und Erlebniswelten Grubenfeld– warten auf die jungen Gäste.

In den Erlebniswelten Grubenfeld ist auch eine Fotobox aufgebaut, in der man ein besonderes Erinnerungsfoto an den gelungenen Sonntagsauflug machen kann. Und das ebenfalls völlig kostenfrei – auch für Erwachsene!

Wer ein paar besonders spannende Stunden in den Museen erleben will, kann sich auch auf Schatzsuche in den Erlebniswelten Grubenfeld begeben.

Die Mayener Museen haben am Weltkindertag von 10 – 17 Uhr durchgehend geöffnet. Kinder können das Museum kostenfrei besuchen, für alle anderen gelten die regulären Eintrittspreise.

Mehr Informationen zu den Museen, Öffnungszeiten, regulären Eintrittspreisen, Führungen und vieles mehr findet man online unter  www.eifelmuseum-mayen.de

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Fortschritt

4 Sterne für die Ferienwohnung im Gasthof zur Quelle in Boos

Boos, 17.09.2020 – Abermals wurde die Ferienwohnung des Gasthofs „Zur Quelle“ der Familie Fuchs erfolgreich mit 4 Sternen nach den Kriterien des Deutschen Tourismusverbandes (DTV) klassifiziert.

Die Ferienwohnung liegt im Souterrain und bietet ausreichend Platz für vier Personen in zwei jeweils mit Badezimmer ausgestatteten Doppelzimmern. Die eigene Terrasse mit Blick auf den Garten und die dazugehörige Grillecke laden die Gäste zum Verweilen ein. Das großzügige, offene Wohnzimmer mit der sehr gut ausgestatteten Küche bietet die Möglichkeit, sich während des Urlaubs selbst zu versorgen. Mögen die Gäste den Kochlöffel nicht selbst schwingen, können sie sich mit Leckereien aus der Küche im Restaurant des Gasthofs verwöhnen lassen. Großer Wert wird hierbei auf die Regionalität und auch die Qualität der Produkte gelegt.

Wer es sich so richtig gut gehen lassen will, der kann seinen Start in den Urlaubstag schon entspannt mit einem reichhaltigen Frühstücksbuffet oder dem angebotenen Brötchenlieferservice beginnen.

Nach einem ausgiebigen Frühstück kann man in Boos direkt verschiedene Wanderungen starten. Premiumwanderwege wie der Traumpfad „Booser Doppelmaartour“ oder das kleinere Träumpfädchen „Eifelturmpfad Boos“ sowie der „Stumpfarmweg“ schenken jedem Wanderer beste Bedingungen, um die abwechslungsreiche Eifellandschaft besser kennenzulernen.

Die müden Muskeln kann man nach einer Wanderung am Besten wie entspannen? Richtig: mit Wellness! Voraussichtlich im Frühjahr 2021 wird die Hotelerweiterung mit einem großzügigen Wellnessbereich fertiggestellt. Die Gäste der Ferienwohnung sind herzlich eingeladen, diesen zu nutzen und sich anschließend im Naturschwimmbad im Garten zu erfrischen.

Wir finden: Ein rundum gelungenes Gesamtpaket!

P.S.: Für alle, die lieber be- statt entschleunigen: der legendäre Nürburgring liegt, per Auto oder Motorrad, ebenfalls nur wenige Minuten von Boos entfernt.

An einer Klassifizierung nach den Kriterien des DTV interessierte Gastgeber, können sich gerne unverbindlich telefonisch 02651 800 995 oder per E-Mail tourismus@vordereifel.de an das Touristik-Büro Vordereifel wenden.

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Fortschritt

Auf dem Weg zum UNESCO-Welterbe: Die Arbeitsgemeinschaft „Welterbe Eifeler Mühlsteinrevier“

Mayen, 17.09.2020 – Unter dem Motto „Auf dem Weg zum UNESCO-Welterbe“ informierte die Arbeitsgemeinschaft „Welterbe Eifeler Mühlsteinrevier“, am Samstag, den 12. September und Sonntag, den 13. September von 11 bis 18 Uhr die Besucher des Welterbemarktes in Mayen zur Thematik des UNESCO-Weltkulturerbe-Antrags.

In 7.000 Jahren entstand in unserer Region ein Bergbaurevier für Reiben und Mühlen, das weltweit einmalig ist – das „Eifeler Mühlsteinrevier“. Die Mühlen, Reiben und Mahlsteine wurden hier gefertigt und nach dem Transport zum Rhein in Andernach auf Schiffen in die halbe Welt exportiert.

Die Besucher des Welterbemarktes, erhielten die Möglichkeit, aus Weizenkörnern mit Reiben und Mahlsteinen oder einer Mühle, Mehl zu mahlen. Auch ein Steinmetz-Meister erklärte das Handwerk von früher und zeigte den Besuchern, wie man einen Mühlstein arbeitet und welches Werkezeug man früher dafür brauchte.

„Es freut mich sehr, dass wir an beiden Tagen so viele interessante Gespräche führen und die Bürgerinnen und Bürger entsprechend über unser Vorhaben informieren konnten, so Alina Wilbert-Rosenbaum, Mitglied der Arbeitsgemeinschaft. Auch wurde Infomaterial zum Thema „Auf dem Weg zum UNESCO-Welterbe“, wie Broschüren und Mühlsteinrevier-Pins verteilt.

Die Arbeitsgemeinschaft wurde 2015 gegründet und die Mitarbeiter der beteiligten Kommunen Stadt Mayen, Stadt Mendig, Verbandsgemeinde Mendig, Verbandsgemeinde Vordereifel und der dazugehörigen Ortsgemeinden Ettringen und Kottenheim, arbeiten gemeinsam am Fortschritt des Welterbe-Vorhabens und eröffneten 2019 den Mühlsteinwanderweg. Mehr Infos unter: https://www.mayen.de/Sport_und_Freizeit/Wanderwege-rund-um-Mayen/Eifeler-Muehlsteinwanderweg/

Der Verbandsgemeinderat Mendig und der Mendiger Stadtrat beschlossen kürzlich in einer gemeinsamen Ratssitzung mit großer Mehrheit, dass für das von Mayen über die Vordereifel bis hin nach Mendig verlaufende „Eifeler Mühlsteinrevier“ offiziell der UNESCO-Welterbeantrag, eingereicht werden soll.

Auch die Stadt Mayen sowie die Verbandsgemeinde Vordereifel mit den Ortsgemeinden Ettringen und Kottenheim werden in den nächsten Ratssitzungen darüber beraten und einen Beschluss fassen.

„Ein Projekt, das mir als Oberbürgermeister der Stadt Mayen am Herzen liegt, gemeinsam mit den Gebietskörperschaften unter dem Motto „Auf dem Weg zum UNESCO-Weltererbe“ Schritt für Schritt weiter zu realisieren. Ich bin dankbar, dass wir ein so großes Team haben um diesen Weg zu beschreiten und zudem freut es mich noch mehr, dass so viele Bürgerinnen und Bürger den Infostand auf dem Welterbemarkt besuchten um sich weiter über das Thema UNESCO Weltkulturerbe zu informieren, so Oberbürgermeister Wolfgang Treis.

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Meckenheimer Apfelernte ist in vollem Gange

Meckenheim, 17.09.2020 – Blütenkönigin Bahar Ülker überzeugt sich von der hohen Güte. Sie leuchten in kräftigem Rot und Grün und wandern in diesen Wochen von den Plantagen rund um Meckenheim in die Obstauslagen der Supermärkte und letztlich in die Obstkörbe der Verbrauchern bundesweit. Gemeint sind die leckeren Äpfel der heimischen Obstbauern, die jetzt wieder von fleißigen Erntehelfern gepflückt werden. Für Meckenheims Blütenkönigin Bahar Ülker ein Grund mehr, einen Abstecher in die Plantagen zu unternehmen und sich von der hohen Güte der Meckenheimer Äpfel selbst zu überzeugen.

Obstbaumeister Philip Wißkirchen, Geschäftsführer der K&P Wißkirchen GbR in Ersdorf, führte die Repräsentantin der Apfelstadt durch die Baumreihen und den Betrieb und informierte sie über die gute Qualität der aktuellen Ernte. Insgesamt 16 verschiedene Apfelsorten, darunter so beliebte wie Elstar, Gala und Berlepsch verlassen nach einem intensiven Arbeitsprozess schließlich den Hof in Richtung Konsumenten. „Die wenigsten, die einen leckeren Meckenheimer Apfel kosten, wissen auch, welche Mühen dahinter stecken“, resümierte Bahar Ülker beeindruckt. „Leidenschaft und Herzblut, mit denen unsere Obstbauern zu Werke gehen, sind förmlich zu schmecken“, fügte die Blütenkönigin an. Das Ergebnis der Apfelernte überzeugt auch die Verbraucher: Äpfel aus Meckenheim, der drittgrößten Obstanbauregion in Deutschland, erfreuen sich enormer Beliebtheit.

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evm unterstützt Chöre und Gesangsvereine aus dem Spendenprogramm „evm-Ehrensache“

Adenau, 17.09.2020 – Über insgesamt 1500 Euro aus der „evm-Ehrensache“ dürfen sich gleich sechs Vereine aus der Verbandsgemeinde Adenau freuen. Mit ihrem Spendenprogramm unterstützt die Energieversorgung Mittelrhein (evm) jedes Jahr Vereine und Institutionen aus der Region, wenn es um kulturelle, soziale und gemeinnützige Projekte geht.

Am Donnerstag, 10. September, übergab Berthold Nick, Leiter der kommunalen Betreuung Verbandsgemeinden bei der evm, den Spendenbetrag gemeinsam mit Guido Nisius, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Adenau, an die begünstigten Vereine. „Die Vereine leisten einen wichtigen Beitrag für das Leben in unserer Verbandsgemeinde“, erklärt Guido Nisius. „Wir freuen uns, dass wir das Engagement mit der Spende der evm weiter unterstützen können.“

250 Euro gehen jeweils an den Gesangsverein Dorsel, CHORios-Eifel, den Männergesangverein Adenauer Land, den Singkreis Kaltenborn, den MGV Dümpelfeld und an die Sangesfreunde Wiesemscheid. Das Geld wird unter anderem für neue Instrumente, die Finanzierung von Räumlichkeiten und zum Einsatz von Chorleitern genutzt.

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Wachstum

Kreisweites Projekt „Kraft tanken – Auszeiten“ der Generationen-genossenschaft GenoEifel

Euskirchen, 17.09.2020 – Babysitter oder Leih-Großeltern unterstützen bei Kinderbetreuung – Angebot für Ein-Eltern-Familien kostenlos. „Wir waren an einem Punkt, an dem wir unbedingt eine Lösung brauchten“, erzählt Miriam Keidel. Die 38-jährige Mutter von zwei Kindern arbeitet im Rettungsdienst in 24-Stunden-Schichten, während ihr Mann im Groß- und Außenhandel tätig ist. Bei der Betreuung der Kinder enstanden aufgrund der ungleichen Arbeitszeiten immer wieder Lücken, die auch die Tagesmutter nicht ausfüllen konnte und auch ein Kindergartenplatz war nicht zu kriegen. In der Not kam der Bad Münstereifeler Familie die Generationengenossenschaft GenoEifel zur Hilfe – mit einer Leih-Oma im Rahmen des kreisweiten Projektes „Kraft tanken – Auszeiten“.

Die GenoEifel, die in der gesamten Leader-Region Eifel tätig ist (also in den Kreisen Euskirchen und Düren sowie der StädteRegion Aachen), versteht sich als Hilfe-Helfer-Gemeinschaft. Hier werden Hilfesuchenden wie der Familie Keidel geeignete Helfer vermittelt. In diesem Fall kam Marlene Handels-Schmidt als Leih-Oma zu den beiden Kindern, um die Lücken in der Betreuung durch die Eltern zu füllen. Nach Absprache holte die geliehene Oma dann die zweijährige Tochter bei der Tagesmutter ab, fuhr mit ihr nach Hause und spielte dort ein bis zwei Stunden mit ihr und dem siebenjährigen Bruder, bis der Vater nach Hause kam.

„Wir haben die Hilfe bekommen, als wir sie gebraucht haben: Schon eine Woche nach unserer Anfrage fand das erste Treffen mit unserer Leih-Oma statt“, erinnert sich Miriam Keidel. „Es war mir wichtig, wie die Kinder auf mich reagieren und wie die Eltern mit den Kindern umgehen“, sagt Marlene Handels-Schmidt rückblickend über die erste Begegnung, bei der auch Corinne Rasky, Projektkoordinatorin der GenoEifel, dabei war. Schnell waren sich alle Beteiligten einig, dass sie gut zusammenpassten. „Es hat gefluppt“, so Miriam Keidel mit einem Augenzwinkern.

„Auszeiten“ als Pause vom hektischen Alltag

Die Generationengenossenschaft ist nicht nur bei den ersten Treffen zwischen Hilfesuchendem und Helfer dabei, sondern möchte jeden Helfer auch vorab persönlich kennenlernen – inklusive Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses. Die ehrenamtlichen Helfer bekommen für ihren Einsatz eine Aufwandsentschädigung in Höhe von sechs Euro pro Stunde und sind während ihrer Tätigkeit außerdem unfall- und haftpflichtversichert. Darüber hinaus werden den Leih-Großeltern und Babysittern auch Schulungen angeboten, zum Beispiel für den Babysitter-Führerschein beim Roten Kreuz im Kreis Euskirchen, für den die GenoEifel dann die Kosten übernimmt.

„Kraft tanken – Auszeiten“ ist ein Projekt, das sich an alle Familien im Kreis Euskirchen richtet, die mal eine Pause vom hektischen Alltag brauchen. Entwickelt wurde das Projekt zusammen mit der Demografie Initiative Euskirchen und dem Familienbüro Kreis Euskirchen, um insbesondere Ein-Eltern-Familien zu entlasten, die nicht auf die Hilfe von eigenen Großeltern zurückgreifen können.

Diese können die Betreuung ihrer Kinder nämlich bis zu acht Stunden pro Monat kostenlos in Anspruch nehmen – ganz gleich, ob sie in der Zeit einen Termin wahrnehmen oder einfach in Ruhe ein Buch lesen möchten. Die Demografie Initiative Euskirchen übernimmt dann die Kosten für den Einsatz von Leih-Großeltern oder Babysittern sowie die Mitgliedschaft bei der GenoEifel.

Als Leih-Großeltern Aufmerksamkeit schenken

„Der Bedarf ist da, wir bekommen viele Anrufe von alleinerziehenden Eltern, denen wir eine Auszeit ans Herz legen“, erzählt Maryam Schlösser vom Familienbüro Kreis Euskirchen. Für viele Menschen gebe es eine Hemmschwelle, sich Hilfe zu suchen, aber „es gibt immer wieder Zeiten im Leben, in denen man Hilfe braucht“. Dieser Ansicht ist auch Miriam Keidel: „Wenn wir gewusst hätten, wie gut das funktioniert, hätten wir uns viele Diskussionen ersparen können“, weiß sie rückblickend.

Umgekehrt empfand auch Marlene Handels-Schmidt zunächst eine Hemmschwelle, der GenoEifel beizutreten. „Was ich kann, wird doch da gar nicht gebraucht“, dachte sich die 76-jährige Diplom-Pädagogin und Sozialpädagogin zunächst, doch als Corinne Rasky ihr einen Einsatz als Leih-Oma vorschlug, sagte sie spontan zu: „Ich finde es toll, Zeit mit Kindern verbringen zu können. Sie sind sozusagen meine Lehrmeister, weil sie meine eingefahrenen Schienen in Frage stellen.“

So bekam sie von der zweijährigen Sarah Kuchen aus der Spielküche serviert, lobte den siebenjährigen Fabian für seinen Eifer bei den Hausaufgaben, bekam neue Praxiserfahrung im Windelnwechseln und setzte ihre Erfahrung beim Streitschlichten zwischen den Geschwistern ein. Corinne Rasky: „Das Oma-Sein oder Opa-Sein ist eine ganz spezielle Zeit, in der man den Kindern ganz anders seine Aufmerksamkeit schenken kann, als Eltern es im Alltag zwischen Beruf, Haushalt und Verpflichtungen können. Die Zeit mit den (Leih-)Großeltern ist deshalb eine ganz wichtige Zeit für Kinder.“

Wer Freude am Umgang mit Kindern hat und sich den Einsatz als Babysitter, Leih-Oma oder Leih-Opa vorstellen kann, erreicht die Generationengenossenschaft unter Telefon 02441/88861 (auch Anfragen auf dem Anrufbeantworter werden zügig bearbeitet) oder per E-Mail an info@GenoEifel.de. Wer das „Auszeiten“-Projekt als Hilfesuchender in Anspruch nehmen möchte, kann sich ebenfalls an die GenoEifel wenden oder an das Familienbüro Kreis Euskirchen unter Telefon 02251/15910 oder 02251/15509 sowie per E-Mail an familienbuero@kreis-euskirchen.de

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News

Im Corona-Lockdown ist deutlich geworden, wie wichtig die Möglichkeit zur Selbstversorgung ist

Kall-Dottel, 16.09.2020 – Es ist unübersehbar in der Eifel: Die Erntezeit naht. Wenn der Spätsommer immer weiter ins Land zieht, werden auch die ersten Baumfrüchte reif. Bevor Äpfel und Birnen in Hülle und Fülle an den Ästen hängen, sind es die Pflaumen, die leuchtend blau zwischen den grünen Blättern zu sehen sind. Ein willkommener Anlass für Friede Röcher und Uli Meisen, in Dottel einen Selbstversorgermarkt mit Erzeugnissen aus ihren Gärten und denen ihrer Nachbarn zu veranstalten. Eier und Honig konnten die Besucher dort am vergangenen Samstag erwerben – und noch einiges mehr.

Die Organisatoren lockten außerdem mit einer Premiere für Dottel: Mit „Tilly‘s Backstübchen“ hat sich eine neue Bäckerei in dem Kaller Ortsteil angesiedelt. Am Samstag öffnete sich zum ersten Mal das Fenster, durch das die Kunden frischen Pflaumenkuchen entgegennehmen konnten.

„In den letzten drei Monaten konnten die Kunden ihre Waren nur bestellen, am Wochenende wurden sie dann ausgeliefert“, berichtete Natalie Tillenburg, die mit ihrem Mann Sven das Backstübchen betreibt. Als Bäckermeister habe er die Backstube in die ehemalige Waschküche im Keller ihres Elternhauses eingebaut und damit einen Traum verwirklicht. „Wir wollen demnächst auch wochentags öffnen“, kündigte Tillenburg an. Kontakt mit „Tilly’s Backstübchen“ könne man über Facebook aufnehmen.

Aus eigener Kraft viel erreichen

Die Idee zu dem kleinen Dorfmarkt war Röcher und Meisen während des Lockdowns in der Corona-Pandemie gekommen. Denn dabei sei deutlich geworden, wie wichtig es sei, auch auf die Selbstversorgung Wert zu legen. „Wir müssen davon ausgehen, dass manche Dinge dann zeitweise nicht zu bekommen sind“, sagte Röcher. So sei es gut, sich nicht von Gemüse- und Obstimporten aus Übersee abhängig zu machen. „Wir können mit unserer Kraft viel erreichen“, sagte sie.

Als im April die Pflanzenbörse in Gemünd ausgefallen sei, hätten sich die Dorfbewohner unter Berücksichtigung aller Hygieneregeln getroffen, um noch etwas Geselligkeit zu leben, erzählte Röcher. Dabei sei deutlich geworden, dass die Vermarktung der heimischen Produkte zum Erliegen gekommen war. „Die Eier der Hühner von Heike und Willy Dahmen mussten zeitweise weggeworfen werden, weil die Kunden sich nicht trauten, an der Tür zu klingeln“, sagte sie. Auch der Honig von Thomas Milfeits Bienenvölkern habe keine Abnehmer gefunden. Beides konnte nun auf dem kleinen Markt in Dottel erworben werden.

Informationen über Nisthilfen, Naturgärten und das Projekt „Na-Tür-lich Dorf“ gab Jennifer Thelen von der Biostation Nettersheim. Dazu offerierte Meisen die Früchte von den rund 120 Bäumen, die er auf seiner Wiese in Dottel hegt und pflegt. Außerdem bietet der Pomologe, wie die Obstkundler in der Fachsprache heißen, die Möglichkeit an, alte Apfelsorten aus den heimischen Gärten zu bestimmen.

Ein weiteres Beispiel für die vielfältigen Möglichkeiten der Selbstversorgung waren die „Dotteler Waschsäckchen“: kleine, mit Efeu befüllte Stoffbeutel. „Efeu enthält Saponide, diese Beutel kann man in die Waschmaschine legen“, erläuterte Röcher. Oft werde sie gefragt, ob das nicht die Maschine kaputtmache, aber das sei nicht der Fall.

Auch in Zukunft kann in Dottel in „Ulis Obststübchen“, Annaweg 2, die Ernte von den Obstwiesen erworben werden, die Meisen pflegt. Die Öffnungszeiten sind samstags von 10 bis 14 Uhr. Freitags ist das Obst auf dem Wochenmarkt in Kall zu bekommen, der von 10 bis 13 Uhr auf dem Parkplatz hinter dem Rathaus stattfindet.

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Fortschritt

Mit dem Mountainbike durch die Vulkanregion Laacher See

Niederzissen, 16.09.2020 – Frei nach dem Motto „die 3-K-Tour“ (Kaffee, Kuchen, Klönen) findet in diesem Jahr wieder eine geführte Mountainbike-Tour durch die Vulkanregion statt. Am 20.09.2020 treffen sich die Mountainbiker um 10.00 Uhr am Bahnhof
in Niederzissen.

Von dort starten die Teilnehmer durch die Vulkanregion Laacher See, die das perfekte Areal für alle MTB Freunde aus der Region bietet.
Die Gruppe wird von unserem Vulkanparkführer Rainer Auen begleitet! Sie endet nach ca. 30 km mit viel Zeit für Pausen und Aussicht wieder am Bahnhof in Niederzissen.

Die Teilnahmegebühr von 7,50 € wird von unserem Vulkanparkführer als Spende an die Tour der Hoffnung weitergeleitet. Eine intakte Ausrüstung, der obligatorische Fahrradhelm, ausreichend
Verpflegung und die gefüllte Trinkflasche erhöhen selbstverständlich den Spaß an dieser MTB-Tour.

Die Teilnahme erfolgt auf eigenes Risiko. Weitere Termine für die geführten MTB-Touren: Sonntag, 18.10.2020
Anmeldung erforderlich!
Tourist-Information Vulkanregion Laacher See
Telefon: 02636/19433
info@vulkanregion-laacher-see.de
www.vulkanregion-laacher-see.de