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Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Es sind jetzt entscheidende Tage!

Region/Mainz, 12.10.2020 – „Die Infektionszahlen steigen auch in Rheinland-Pfalz stark. Die Lage ist ernst. Ernster, als diejenigen glauben, die sich nicht an die Schutzmaßnahmen halten“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Die Gesundheitsämter führen den starken Anstieg auf große Familienfeiern zurück, wie Hochzeiten oder Partys. Im Landkreis Kaiserslautern hingegen beruht der Anstieg auf einer Nachmeldung von zahlreichen Infektionsfällen aus der US-Militärgemeinde.

„Ich bin mir sicher, keiner und keine will der Auslöser für Ansteckungen seiner Freunde, Eltern, Großeltern, Mitschülerinnen und –schüler oder Kollegen sein. Aber jedem muss klar sein: Das Corona Virus lebt davon, dass es sich von Mensch zu Mensch verbreitet. Nur wenn wir unsere Kontakte reduzieren und die AHA-Regeln befolgen, können wir das Virus ‚aushungern‘. Wir stehen in engem Austausch mit den Landräten und Oberbürgermeistern unserer Städte. Die Taskforces aus Kommune, Landesregierung und Gesundheitssektor erarbeiten entlang des Corona-Warn- und -Aktionsplans des Landes vor Ort passgenaue Maßnahmen, um die Ansteckung zu stoppen. Wir können das schaffen, wenn alle mitmachen. Das können wir am Beispiel von München oder Passau sehen“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Auch wenn sie die Sehnsucht nach Normalität und Ausgelassenheit verstehe, so sei jetzt die Zeit, für größte Konsequenz gegenüber den Wenigen, die durch ihr Verhalten riskieren, dass für alle Menschen in ganz Deutschland ein Lockdown drohe. Das würde unsere Wirtschaft, die sich gerade erholt, in die Knie zwingen und Kinder und Ihre Familien überaus belasten.

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Jetzt gegen Grippe impfen lassen! Aufruf des Kreis-Gesundheitsamtes Euskirchen

Euskirchen, 12.10.2020 – „Die Grippeschutzimpfung ist gerade in der Coronapandemie besonders wichtig“, betont Kerstin Paul, Ärztin im Gesundheitsamt des Kreises Euskirchen. „Durch die Impfung lässt sich ein schwerer Krankheitsverlauf der Grippe senken. Besonders Risikogruppen sollten sich schützen.“ Den Aufruf des Kreis-Gesundheitsamtes unterstützen der noch amtierende Landrat Günter Rosenke und sein frisch gewählter Nachfolger Markus Ramers. Beide haben sich jetzt gegen Influenza impfen lassen.

Mit den verfügbaren Impfdosen sollten insbesondere die Personengruppen vollständig gegen Influenza geimpft werden, die eine erhöhtes Risiko für schwere Verläufe haben oder die beruflich besonders exponiert sind. Nach den Empfehlungen der STIKO (Ständige Impfkommission) wird eine Grippeschutzimpfung Personen ab 60 Jahren, chronisch kranken Personen aller Altersstufen und Schwangeren empfohlen. Darüber hinaus stellen auch medizinisches Fachpersonal, Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sowie Kontaktpersonen bestimmter Risikogruppen eine Zielgruppe da.

Auch NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat angesichts der nahenden Erkältungs- und Grippesaison gemeinsam mit Ärztevertretern dazu aufgerufen, sich gegen Grippe impfen zu lassen. Dahinter steckt die Sorge, dass das Gesundheitssystem bei einem zeitgleichen Grippe- und Coronaausbruch überfordert sein könnte.

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Lewis Hamilton mit Rekordsieg beim Großen Preis der Eifel

Nürburg, 12.10.2020 –  Das Comeback der Formel 1 auf dem Nürburgring war ein Rennen der besonderen Ereignisse und wird gleich aus mehreren Gründen in Erinnerung bleiben: Zunächst egalisierte der britische Mercedes-Pilot mit seinem 91. Grand-Prix-Erfolg die bisherige Sieges-Rekordmarke von Formel-1-Legende Michael Schumacher. Darüber hinaus zelebrierten 13.500 Zuschauer trotz erschwerter Corona-Bedingungen ein tolles Motorsportfest beim „Formula 1 Aramco Großer Preis der Eifel“, und in der allerletzten Runde stellte Max Verstappen mit 1:28.139 einen neuen Rundenrekord am Nürburgring auf. Die Zuschauer gingen nach dem sonnigen Renntag entsprechend zufrieden nach Hause.


Besonders emotional wurde es dann auch nach dem Rennen: Unter dem Applaus der Besucher schenkte Schumachers Sohn Mick dem amtierenden Weltmeister Hamilton den Helm seines Vaters. „Die Einstellung des Rekordes von Michael Schumacher und dann auch noch hier auf dem Nürburgring bedeutet mir unglaublich viel”, so Hamilton. „Er ist mein Idol aus Jugendtagen.“ Zweiter wurde Red-Bull-Star Max Verstappen, der das Rennwochenende in der Eifel sichtlich genießen konnte: „Der Nürburgring ist eine tolle Strecke, und ich habe mich wirklich gefreut, hier zu fahren. Ich hatte unglaublich Spaß und am Ende ist sogar die schnellste Rennrunde für mich rausgesprungen.“

Ebenso viel Vergnügen hatten die rund 13.500 Zuschauer, die – unter Einhaltung der vom Nürburgring entwickelten Hygieneregeln – ein spannendes Rennen auf den Tribünen verfolgten. Insgesamt hatte der Nürburgring zwar 15.000 Tickets verkauft, jedoch kamen über 3.000 Ticketinhaber aus Risikogebieten im Ausland oder aus Gebieten in Deutschland mit einem 7-Tage-Inzidenz ab 30. Diese Tickets mussten alle erst einmal gesperrt werden. Mit enormen Aufwand konnte der Nürburgring, zum Beispiel durch negative Corona-Tests, es dann wiederum rund 1.500 Fans ermöglichen, das Rennen doch zu besuchen. „Wir sind wirklich sehr zufrieden“, fasst Nürburgring Geschäftsführer Mirco Markfort das Wochenende zusammen. „Wenn man überlegt, dass wir gerade mal zehn Wochen für die Vorbereitung des Wochenendes hatten und nur rund zwei Wochen, um die Tickets zu vermarkten, ist das ein großer Erfolg. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die das möglich gemacht haben und insbesondere unserem ganzen Nürburgring-Team.“

Auch an diesem Wochenende hatten die Ordnungsämter sowie das Gesundheitsamt die Einhaltung des Zuschauerkonzepts umfassend kontrolliert. Das Verhalten der Zuschauer – ob am Ticketeingang, auf der Tribüne oder am Imbiss-Stand – wurde seitens der Behörden als vorbildlich empfunden. „Ein Konzept ist immer nur so gut, wie diejenigen, die bereit sind es einzuhalten. Unseren Besuchern gebührt ein großer Dank”, so Mirco Markfort.

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Mit einem digitalen Ticket von der Eifel bis nach Rheinhessen reisen

Region/Mainz, 12.10.2020 – Der rheinland-pfälzische Verkehrsminister, Dr. Volker Wissing, hat am 8. Oktober 2020, den Entwurf des neuen Nahverkehrsgesetzes (NVG) in den Landtag eingebracht. Dazu sagt der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Steven Wink: „Mit dem neuen Nahverkehrsgesetz verbessern wir das Angebot und die Qualität des ÖPNV in Rheinland-Pfalz erheblich. Nach den abschließenden Beratungen werden wir das modernste NVG der Republik haben. Ziel ist es, Nahverkehr aus einem Guss zu organisieren.

Wir wollen, dass die Menschen mit einem digitalen Ticket von der Eifel bis nach Rheinhessen reisen können. Anschlussverbindungen werden über die Grenzen der Verkehrsverbünde hinweg aufeinander abgestimmt. Von Nieder-Olm bis Trier, ohne nervig lange Wartezeiten an den Haltestellen und das ohne fünfmal einen neuen Fahrschein ziehen zu müssen. Da wollen wir hin. Wir vertakten die Verkehrsträger und ermöglichen neue Chancen für den Verkehr im ganzen Land. Gleichzeitig wollen wir die Strukturen des ÖPNV deutlich verschlanken.

Zukünftig sollen sich zwei Zweckverbände um die Koordination des Bus- und Bahnverkehrs in Rheinland-Pfalz kümmern. Die Kommunen behalten in den Zweckverbänden ihre starke Stimme. Verkehrsminister Dr. Volker Wissing hat dem Landtag ein zukunftsfähiges, leistungsfähiges und vor allem kundenfreundliches ÖPNV-Konzept vorgelegt. Die Koalition hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Bus- und Bahnverkehr attraktiver zu machen. Mit dem neuen NVG setzen wir das in die Tat um.“

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Herbstumfrage unter 2.800 Handwerks Betrieben: Handwerks Konjunktur nach Corona-Schock besser als erwartet

Region/Koblenz, 12.10.2020 – Dem Corona-Schock folgte nicht der Einbruch, der für die Gesamtwirtschaft im Frühjahr 2020 vorausgesagt wurde – das jedenfalls ergibt sich aus dem jüngsten Konjunkturbericht der Handwerkskammer (HwK) Koblenz unter 2.800 Betrieben. Im Frühjahr 2020 war die Stimmung unmittelbar nach dem Lockdown noch ganz anders: 66 Prozent der befragten Unternehmen prognostizierten einen Abschwung.

Jetzt sehen die Zahlen wesentlich besser aus, als damals erwartet: 85 Prozent beurteilen ihre Geschäftslage als gut und befriedigend. Zum gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 94 Prozent. „Damit haben wir ein Minus von neun Prozent. Das Handwerk hat sich also grundsätzlich als krisenfest erwiesen, auch wenn die Bilanz in den unterschiedlichen Branchen sehr unterschiedlich ausfällt“, lautet das erste Fazit von HwK-Präsident Kurt Krautscheid und Hauptgeschäftsführer Ralf Hellrich. Die Zahl der bei der HwK eingetragenen Handwerksbetriebe ist in den ersten zehn Monaten sogar von 19.830 auf 20.050 gestiegen. „Auch das steht für Wirtschaftskraft im Handwerk.“

„Die zurückliegenden Wochen und Monate waren und sind von nicht vorhersehbaren Entwicklungen geprägt. Wir haben uns durch die Corona-Pandemie mit wesentlichen beruflichen und privaten Einschränkungen auseinandersetzen müssen. Viele Haushalte mussten Einkommensbußen hinnehmen. Und auch die nächsten Monate werden uns über den Winter vor weitere Herausforderungen stellen. Dies wird auch Spuren beim Handwerk in unserer Region hinterlassen. Dennoch präsentiert sich das Handwerk als stabiler Wirtschaftszweig und ist insgesamt weniger betroffen als die Gesamtwirtschaft“, kommentiert die Kammerspitze die vorliegenden Zahlen.

Branchen im Handwerk unterschiedlich betroffen, Bauberufe melden gute Zahlen

Die Bau- und Ausbaugewerbe geben im 3. Quartal 2020 die beste Geschäftslagebeurteilung ab. Von den befragten Betrieben in den Bauhandwerken wie Maurer und Betonbauer, Zimmerer, Dachdecker oder Straßenbauer geben 96 Prozent und von den Betrieben der Ausbauhandwerke wie Tischler, Maler, Installateure und Heizungsbauer, Elektrotechniker oder Fliesenleger 90 Prozent eine gute oder zufriedenstellende Geschäftslage an.

Von den Betrieben der Nahrungsmittelhandwerke wie Bäcker, Konditoren, Fleischer informieren 86 Prozent über eine gute oder zufriedenstellende Geschäftslage. Hingegen sind nur 77 Prozent der Handwerke für den gewerblichen Bedarf wie Feinwerkmechaniker, Kälteanlagenbauer, Metallbauer, Gebäudereiniger und 74 Prozent der Kfz-Betriebe mit ihrer aktuellen Geschäftslage zufrieden. Die niedrigsten Werte geben aktuell die personenbezogenen Dienstleistungsgewerbe wie Friseure, Kosmetiker, Fotografen oder Schuhmacher und die Betriebe der Gesundheitsgewerbe wie Augenoptiker, Zahntechniker, Hörakustiker und Orthopädietechniker an. Hier mussten die Betriebe zum Teil über Wochen schließen und von den Kunden wurden nicht unbedingt erforderliche Maßnahmen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. 62 Prozent der personenbezogenen Dienstleistungsbetriebe und 60 Prozent der Betriebe aus den Gesundheitshandwerken beurteilen die Geschäftslage im Herbst 2020 als gut oder befriedigend. Viele der betroffenen Handwerksbetriebe konnten durch die Beantragung der Soforthilfe ihren Liquiditätsengpass abmildern und das Unternehmen weiterführen.

Betriebsauslastung und Umsatzentwicklung rückläufig

Die Beurteilung der Betriebsauslastung und Umsatzentwicklung im nördlichen Rheinland-Pfalz hat sich verschlechtert, einzelne Konjunkturindikatoren tendieren seitwärts oder leicht nach unten. 78 Prozent (Vorjahreswerte in Klammern: 87 %) der Befragten melden, dass sie zu mindestens 70 Prozent ausgelastet sind. Dies ist gegenüber der sehr guten Auslastung der Vorjahre ein deutlicher Rückgang. Der Auftragsvorlauf ist leicht von 11,1 Wochen auf jetzt 10,4 Wochen zurückgegangen.

Die Ergebnisse der Konjunkturindikatoren „Auftragseingang und Umsatzentwicklung“ liegen im Herbst 2020 ebenfalls unter den Vorjahreswerten. Konstante oder gestiegene Werte im Auftragseingang geben 75 Prozent (82 %) der befragten Betriebe an. In den kommenden drei Monaten gehen 80 Prozent (84 %) von einem gleichen oder höheren Auftragseingang aus. 76 Prozent (84 %) der Handwerker melden aktuell höhere oder gleiche Einnahmen. Für das nächste Quartal gehen 72 Prozent (83 %) von einer stabilen oder positiven Umsatzentwicklung aus. Der Preisdruck für die Betriebe bleibt ähnlich zum Vorjahr. Aktuell berichten 34 Prozent (46 %) über steigende Einkaufspreise, 16 Prozent können höhere Verkaufspreise bei ihren Kunden durchsetzen (26 %).

Investitionsbereitschaft verhaltender, Beschäftigungssaldo positiv

Das Investitionsklima im Kammerbezirk Koblenz bleibt insgesamt stabil. Derzeit investieren 57 Prozent (56 %) der befragten Betriebe eine durchschnittliche Summe von 29.000 Euro (31.000 Euro). In der aktuellen Herbstumfrage geben 72 Prozent (83 %) der Befragten höhere oder gleich hohe Investitionen an. In den nächsten drei Monaten planen 61 Prozent (69 %) der Befragten Investitionen in mindestens gleicher Höhe wie im Vorquartal vorzunehmen. Hierin sind auch Investitionen der Handwerker in die zunehmende Digitalisierung enthalten, um die Arbeitsabläufe im Handwerk weiter zu modernisieren oder zu automatisieren und den Mitarbeitern mobiles Arbeiten von zu Hause aus zu ermöglichen. Die Digitalisierungsberater der HwK Koblenz informieren Mitgliedsbetriebe kostenfrei zu diesen Themen.

Im Personalbereich nehmen in diesem Herbst 72 Prozent (69 %) der Befragten keine Veränderungen vor, 17 Prozent (19 %) stellen Mitarbeiter ein, 11 Prozent (12 %) nehmen Entlassungen vor. Hierzu hat im Handwerk auch die vereinfachte Möglichkeit der Beantragung von Kurzarbeitergeld beigetragen. Im kommenden Quartal planen 80 Prozent (81 %) keine personellen Veränderungen vorzunehmen, 10 Prozent (8 %) befürchten, Stellen abbauen zu müssen, 10 Prozent (11 %) der Befragten möchten zusätzliche Mitarbeiter einstellen.

Beratungsangebot der HwK Koblenz

Mit passgenauen Beratungsleistungen unterstützt die HwK ihre Mitgliedsbetriebe, ob in betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Fragen, technologischen Transformationsprozessen, Umsetzung von Digitalisierungsmaßnahmen oder zu den aktuellen Themen rund um die Corona-Richtlinien.

Zahlen und Fakten zur Wirtschaftskraft des Handwerks (Stand: 31.12.2019)

Bei der Handwerkskammer Koblenz waren zum Jahresende 2019 19.830 Betriebe eingetragen. Zum 1. Oktober 2020 sind es 20.050. Das entspricht 38 Prozent aller Handwerksbetriebe in Rheinland-Pfalz. In diesen Betrieben arbeiten etwa 108.000 Beschäftigte  – im Landesvergleich sind dies 41 Prozent aller Menschen, deren berufliche Heimat das Handwerk ist. Der durch Handwerksbetriebe im Norden des Landes generierte Umsatz liegt bei 13,5 Mrd. Euro (bezogen auf RLP-Niveau 44 Prozent). Mehr als 40 Prozent aller Lehrlinge (8.140) im Land werden durch das Handwerk im Kammerbezirk Koblenz ausgebildet, 3.128 neue Ausbildungsverhältnisse konnten 2019 abgeschlossen werden.

Informationen zu Einzelheiten der Herbstbefragung 2020 bei der Handwerkskammer Koblenz,
Tel. 0261/ 398-251, beratung@hwk-koblenz.de, www.hwk-koblenz.de

Die Beurteilung der Geschäftslage der Handwerksbetriebe der HwK Koblenz im 2020 hat sich abgekühlt. Aber immerhin 85 Prozent der befragten Handwerksbetriebe im Kammerbezirk Koblenz beurteilen ihre aktuelle Wirtschaftslage als gut oder befriedigend. In der Finanzkrise 2009 waren es nur 73 Prozent der Befragten. Die Prognose ist etwas verhaltener: 83 Prozent der Befragten erwarten eine stabile Konjunktur im nächsten Quartal. Quelle: HwK Koblenz

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Zusatztermin aufgrund der hohen Nachfrage! Tuffstein Hämmerkurs für Kinder bis 16 Jahre

Niederzissen, 12.10.2020 – Nachwuchssteinmetze aufgepasst! Im Oktober findet für alle Kinder von 6 – 16 Jahre wieder der beliebteHämmerkurs im Tuffsteinzentrum in Weibern statt.

Am Samstag, 17.10.2020 ist es wieder soweit! Angeleitet von erfahrenen Steinmetzen lernen die Kinder die Techniken und die Kunst der Steinbearbeitung.

Zu Beginn erhalten alle „angehenden Steinmetze“ einen Tuffstein, den sie mit dem gestellten Werkzeug nach Ihren eigenen Ideen und mit Hilfe der Steinmetze bearbeiten können.

Die Kinder müssen für diesen Kurs bei der Tourist-Information Vulkanregion Laacher See angemeldet werden. Die Teilnahmegebühr beträgt 10,00 € pro Kind.

Anmeldung und weitere Informationen: Tourist-Information Vulkanregion Laacher See, Kapellenstraße 12, 56651 Niederzissen, Tel. 02636/19433,
E-mail: info@vulkanregion-laacher-see.de | Internet: www.vulkanregion-laacher-see.de

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Brücke „In der Eule“ wird neu gebaut – Maßnahme soll Hochwasserschutz für Kommern verbessern

Mechernich-Kommern, 12.10.2020 – Die alte Brücke „In der Eule“ war der Stadtverwaltung schon länger ein „Dorn“ im Auge. Zu häufig und heftig staute sich dort das Wasser des Bleibachs bei Starkregenereignissen.

Ursprünglich war dort eine „Bypass“-Lösung in Absprache mit dem Kreis und dem Erftverband vorgesehen. Die zusätzlichen Rohre sollten helfen, das Wasser des Bachs schneller abzuleiten – doch gibt es jetzt neue Pläne.

Die jüngste Brückenprüfung hatte ergeben, dass für das marode Bauwerk nur ein Neubau in Frage kommt. Zu viele Mängel seien festgestellt worden, daher rechne sich eine Sanierung wirtschaftlich nicht, erläuterte Planer Lorenz Cornelissen, vom Nideggener Büro „Cornelissen und Partner“, den Mitgliedern in der jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses. Die folgten einstimmig dem Vorschlag der Verwaltung, eine neue Brücke als Ersatz zu errichten.

„Wir schlagen zwei Fliegen mit einer Klappe“, erläuterte Cornelissen weiter. Die Kommerner bekämen nicht nur eine neue Brücke, sondern gewännen auch eine deutliche Verbesserung der Entwässerungssituation vor Ort und damit auch im Ort.

Bleibach macht später einen Bogen

Die zukünftige Konstruktion sehe vor, dass die Brücke um einige Zentimeter angehoben und gleichzeitig geringfügig anders positioniert werde, erklärte der Planer: „Dann kann der Bleibach in einem großen Bogen fließen.“ So werde das fließende Gewässer deutlich weniger ausgebremst.

Entscheidend hinzu käme, dass das Bachbett um ein Meter breiter angelegt werde, was den Durchfluss des Bleibachs selbst bei Regenereignissen wie sie nur alle hundert Jahre vorkommen, erheblich verbessern würde. Die bisherige Breite der Fahrbahn werde beibehalten und außerdem ein anderthalb Meter breiter Gehweg angelegt.

Für die geplante Hochwasserschutzmaßnahme hat die Stadtverwaltung bereits einen Förderantrag bei der Bezirksregierung eingereicht. Eine mögliche Bewilligung steht aktuell noch aus. Die Stadt hofft, von den voraussichtlichen Gesamtkosten in Höhe von 450.000 Euro eine 80-prozentige Förderung zugesprochen zu bekommen. Die Ausschreibung und Vergabe der Bauleistungen sollen noch in diesem Jahr erfolgen. Der Planer geht davon aus, dass die neue Brücke über den Bleibach im Sommer 2021 fertiggestellt sein wird.

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Abstimmen für die GenoEifel

Nordeifel/Mechernich, 12.10.2020 – Bis Sonntag, 1. November, kann noch für die Generationengenossenschaft GenoEifel im Rahmen des Wettbewerbs „Gemeinsam stark sein 2020“ der Deutschen Vernetzungsstelle Ländliche Räume (DVS) abgestimmt werden. Das Thema des Wettbewerbs lautet „Täglich gut versorgt!“. Qualifizieren konnten sich Projekte, die neue Ideen für eine bessere Versorgung mit Lebensmitteln und Dienstleistungen im Alltag umsetzen. Die GenoEifel aus der Leader-Region Eifel hat es in die von den Bundesländern getroffene Vorauswahl von insgesamt 27 Projekten geschafft. Nun kann für das Projekt bis zum 1. November auf www.dvs-wettbewerb.de abgestimmt werden.

Die GenoEifel eG mit Hauptsitz in Kall ist ein Zusammenschluss von engagierten Menschen jeden Alters. Ursprünglich war sie als Seniorengenossenschaft geplant, doch bereits bei Projektbeantragung meldete die junge Generation Bedarf an: Auch für ihre Herausforderung im Leben – nämlich Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen – brauche es neue Lösungen. Aus der Senioren- wurde eine Generationengenossenschaft. Leih-Omas und -Opas betreuen Kinder in Kita-Randzeiten, Jugendliche bringen sich als Babysitter ein. Für ältere Menschen gibt es Mitfahrgelegenheiten und Einkaufsdienste, Hilfe im Haushalt oder auch mal einen Glühbirnenwechsel.

Durch die Vermittlung begegnen sich Menschen, die zwar nah beieinander wohnen, sich jedoch oft kaum kennen. So ist es meist die Tasse Kaffee nach dem Einsatz, die die Menschen zusammenbringt. Mehr als 1.200 Helferstunden waren es im Jahr 2019 – Tendenz steigend. Aktuell zählt die Genossenschaft rund 400 Mitglieder, relativ gleichmäßig auf Helfer, Hilfesuchende und Förderer verteilt. Bis 2022 rechnet der Projektträger mit 1.000 Mitgliedern, sodass sich das Projekt aus eigener Kraft tragen kann.

Seit 2010 führt die DVS in Kooperation mit den Bundesländern den Wettbewerb „Gemeinsam stark sein“ durch. Mit dem Wettbewerb werden originelle und erfolgreiche Projekte der ländlichen Entwicklung ausgezeichnet, die in den Leader- und Ile-Regionen entstanden sind. Diese sollen gewürdigt und bis über die regionalen Grenzen hinaus bekanntgemacht werden.

 

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Im Euskirchener Rotkreuz-Zentrum fand ein Workshop der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ statt

Euskirchen, 12.10.2020 – Nein, es war kein Abstrich-Training, das im Schulungsraum des Rotkreuz-Zentrums veranstaltet wurde, auch wenn sich dort Frauen Q-Tipps in den Mund führten. Vielmehr sollten die Probandinnen erkennen, welche Geschmacksrichtung sich auf dem Wattestäbchen befand: Etwas Bitteres? Etwas Saures? Oder vielleicht doch etwas Süßes? Gar nicht so leicht.

Das gilt auch für Gerüche: Kaffeepulver dürfte noch einfach sein. Aber bei so mancher Pflanze wird es schwer. Das gilt auch für das Erkennen von Fingerabdrücken auf einem Glas. In Sherlock-Holmes-Manier wurde mit einer Lupe der Abdruck inspiziert. Aber die charakteristischen Muster sind kaum erkennbar. „Das liegt an der Verwendung von Desinfektionsmitteln, das entfernt jegliches Fett von den Fingern“, weiß Christiane Schwaab, Trainerin bei der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ in Berlin.

Sie sitzt hier keinem Spielkreis vor, sondern Erzieherinnen und Lehrerinnen, die an dem Workshop „Körper“ teilnehmen und später als Multiplikatorinnen die Experimente in ihre Kindertagesstätten und Grundschulen mitnehmen, um sie dort mit den Kindern auszuprobieren. Zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie fand im Kreis Euskirchen wieder ein solcher Workshop statt – normal sind rund zehn pro Jahr. Netzwerkpartner der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ ist der DRK-Kreisverband in Kooperation mit dem Kreis Euskirchen. In diesem Jahr wird es noch zwei Veranstaltungen geben: Zum Thema „Magnete“ am 7. Oktober und „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ am 4. November. Anmeldungen sind noch möglich.

Das Programm des „Hauses der kleinen Forscher“ besteht aus einem ganzen Fächer von Themenschwerpunkten, etwa Optik, Luft und Wasser – oder eben Körper, der Schwerpunkt des aktuellen Workshops. An weiteren Stationen müssen die zukünftigen Multiplikatorinnen Euromünzen blind erkennen, mit geschlossenen Augen und mit der schwächeren Hand ihren Namen schreiben oder Kinderbilder anhand bestimmter Merkmale den richtigen Erwachsenen zuordnen. Das ist gar nicht so einfach – und fordert auch schon die Erzieherinnen und Lehrerinnen.

Experimente aus dem Alltag

An Kinder zwischen drei und zehn Jahren richten sich die meisten Experimente. Anhand von Alltagssituationen sollen ihnen die einzelnen Fachgebiete nähergebracht werden. „Es muss aus dem Alltag kommen und die Arbeit muss mit Alltagsmaterialien stattfinden“, nennt Schwaab zwei wesentliche Voraussetzungen. Wichtig ist auch, dass die Kinder nichts vorgesetzt bekommen, sondern sich Lösungen selbst erarbeiten, auf Entdeckungsreise gehen.

„Forschendes Lernen“ heißt das bei der Trainerin. Auch zu Hause können die Experimente durchgeführt werden – und dann kann so manches Kind seine Eltern verblüffen. „Das ist auf jeden Fall eine ganz tolle Sache, weil es ganz viele Sinne der Kinder anregt“, meint Heike Iven, Leiterin der DRK-Familienbildung. Das findet auch der Energiekonzern E-Regio aus Kuchenheim, der die Fortbildungen mit einer Spende unterstützt.

99 Kindertagesstätten und Schulen im Kreis Euskirchen sind von der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ bislang zertifiziert worden. „Das ist eine Auszeichnung, mit der sich eine Kita wirklich sehen lassen kann“, ist sich Schwaab sicher. Rezertifizierungen stehen alle zwei Jahre an. Und einmal pro Jahr findet ein Forschertag statt (der nächste am 21. Juni 2021).

Weitere Informationen finden interessierte Einrichtungen unter www.haus-der-kleinen-forscher.de. Fragen und Anmeldungen gerne an die DRK-Familienbildung unter 02251/791181

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KiTa Rasselbande Mayen: Sinnesgarten ergänzt und verschönert

Mayen, 12.10.2020 – Die Wahrnehmung mit allen Sinnen sowie Naturbegegnungen sind für eine positive Entwicklung von Kindern von fundamentaler Bedeutung.

Daher hatten Kinder und KiTa Team unter professioneller Anleitung einen Sinnesgarten auf dem Gelände der KiTa Rasselbande in Mayen-Hausen angelegt. Die Kinder können hier beispielsweise köstliche Kräuter ernten und schmecken, den Lavendelduft riechen und Falter am Schmetterlingsflieder beobachten. Sie hören das Summen der Bienen, sehen die Farbenvielfalt der Blüten und freuen uns über das Insektenhotel.

Kürzlich haben Gärtnermeister Wolfgang Seul und seine Mitarbeiter den bestehenden Sinnesgarten durch Neupflanzungen und eine professionelle Beschilderung ergänzt und verschönert.

Der Sinnesgarten ist ein wichtiger Baustein zum Projekt „Mayen Stadt der Bienen“, da die Pflanzenauswahl nicht nur für die Kinder sehr lehrreich ist sondern zudem ein gutes Nahrungsangebot für Wildbienen, Schmetterlinge und weiter Insekten bilden.

Kinder, Eltern und KiTa-Team freuen sich und sagen Dankeschön.