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Erklärung des Ethikbeirates Corona-Schutzimpfungen des Landes Rheinland-Pfalz zur aktuellen Impf-Situation

Region/Mainz, 20.01.2021 – Der Ethikbeirat Corona-Schutzimpfungen ist am vergangenen Freitag zu einer weiteren Video-Konferenz zusammengetreten. Dabei wurde unter anderem der bisherige Start der Impfungen in Rheinland-Pfalz beraten und die aktuelle Situation im Land beleuchtet. Nachstehend finden Sie die gemeinsame Erklärung des Ethikbeirates zur gegenwärtigen Impf-Situation:

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Mehr Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren

Schleiden, 20.01.2021 – Nach der Erweiterung der Kindertagesstätte in Dreiborn stehen ab Februar 2021 weitere Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren zur Verfügung.

Die Vorfreude bei den Kindern und den Erzieherinnen der Kindertagesstätte in Dreiborn ist groß: Bald kann das neue moderne und lichtdurchflutete Obergeschoss nach rund einem Jahr Bauzeit bezogen werden. Im Schleidener Stadtgebiet stehen nun insgesamt 78 Kita-Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren zur Verfügung. Damit liegt die Kita-Betreuungsquote der unter Dreijährigen in Schleiden bei knapp über 40 Prozent.

Mit der Aufstockung um ein komplettes Obergeschoss wird die bislang zweigruppige Kindertagesstätte um eine weitere Gruppe erweitert. „Wenn der Bedarf bei den unter Dreijährigen weiter steigt, haben wir die Möglichkeit in kurzer Zeit die Räume für eine vierte Gruppe bereitzustellen,“ so Jürgen Henz vom Team Liegenschaften der Stadt Schleiden, der das Projekt verantwortet.

Im Obergeschoss sind in kürzester Zeit weitere Gruppen- und Waschräume entstanden. Zusätzliche Nebenräume zur Differenzierung oder Vorbereitung ermöglichen den Erzieherinnen eine flexible und vielfältige Nutzung. Die Gebäudemitte bildet einen hellen und offenen Innenraum, der durch die großen Dachfenster mit viel Licht versorgt wird und für eine freundliche Atmosphäre sorgt. Die Balkone an der Giebelseite des Gebäudes ermöglichen den Kindern und Erzieherinnen von der oberen Etage einen direkten Zugang zum Außengelände. Im Brandfalle ist über diese Treppenanlage zudem eine schnelle Evakuierung möglich.

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GenoEifel bietet Impfhilfe an

Kreis Euskirchen, 20.01.2021 – Die Generationengenossenschaft GenoEifel eG bietet Menschen, die bei der Corona-Schutzimpfung Hilfe benötigen, ihre Unterstützung an. Das Angebot richtet sich an ältere Menschen und betrifft Planung und Durchführung der Impfaktion.

Denn am 1. Februar öffnet das Impfzentrum in der früheren Eifelhöhenklinik in Marmagen seine Pforten. Zuerst werden Menschen über 80 Jahre geimpft. Doch gerade in dieser Altersgruppe – und auch bei der folgenden Gruppe der über 70-Jährigen – gibt es viele Menschen, die nicht mobil sind und für die es deshalb schwer sein wird, das Impfzentrum des Kreises Euskirchen zu erreichen. Aber auch das Online-Anmeldeprozedere dürfte für einige Senioren nicht so einfach zu bewerkstelligen sein.

Aus diesem Grund hat die GenoEifel eG mit Hauptsitz in Kall bei ihren Helferinnen und Helfern angefragt, wer bereit ist, diesen Personengruppen unter die Arme zu greifen. Angeboten werden, je nach Verfügbarkeit, eine Unterstützung bei der Online-Anmeldung für einen Termin im Impfzentrum Marmagen, eine Mitfahrgelegenheit vom Wohnort nach Marmagen und zurück sowie die Begleitung und Unterstützung während des Aufenthaltes im Impfzentrum.

Wer Hilfe benötigt, wird gebeten, sich montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr unter der Rufnummer 02441/888-61 oder per E-Mail an info@genoeifel.de zu wenden.

Für die GenoEifel war schnell klar, dass sie dem Kreis Euskirchen ihre Unterstützung anbieten würden. „Wann, wenn nicht jetzt, gilt es, den Genossenschaftsgedanken des gegenseitigen Unterstützens zu leben?“, meinte Johanna Mertens aus dem GenoEifel-Vermittlungsbüro in ihrem Anschreiben an die Helfer.

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Ministerpräsident Laschet: Unabhängige, auch kritische Stellungnahmen der Experten zur Pandemie-Bekämpfung sind für politische Entscheidungen wichtig

Region/Düsseldorf, 20.01.2021 – Die durch den Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen eingesetzte interdisziplinäre Expertenrunde hat sich in mehreren Arbeitssitzungen vor Weihnachten sowie zu Beginn des neuen Jahres intensiv mit der aktuellen Corona-Situation in der Bundesrepublik befasst. Die aus ihrer Sicht wichtigsten Erkenntnisse und Empfehlungen für die Politik von Bund und Ländern legen sie in ihrer vierten Stellungnahme nun vor.

Dazu erklärt Ministerpräsident Armin Laschet: „Ich danke dem Expertenrat Corona einmal mehr für seinen unermüdlichen Einsatz und die prägnante Stellungnahme. Gerade in der jetzigen Situation, in der uns die Mutation des Virus und ein sehr dynamisches Infektionsgeschehen vor große Herausforderungen stellen, ist es umso mehr erforderlich, den Rat von Experten anzuhören und in die politischen Überlegungen einzubeziehen. Dies gilt auch für das fortwährende Überprüfen der laufenden Maßnahmen, die notgedrungen unter hoher Unsicherheit über das Infektionsgeschehen beschlossen worden sind. Unabhängige, auch kritische Stellungnahmen der Experten zur Pandemiebekämpfung sind für politische Entscheidungen wichtig.“

In ihrer Stellungnahme weisen die Experten darauf hin, dass die politischen Entscheidungen aus einem Verständnis künftiger Normalität abgeleitet werden sollten, öffentlich und privat mit dem Virus leben zu können. Dies sei erforderlich, da die Impfstoffe zwar die Chance mit sich brächten, das Virus zu kontrollieren und damit auf ein im Vergleich mit anderen Infektionskrankheiten hinnehmbares Maß zu bringen, allerdings aller Voraussicht nach das Virus nicht zum vollständigen Verschwinden bringen würden. Die Impfkampagne müsse daher durch begleitende Präventionsmaßnahmen wie Schutzkonzepte für Alten- und Pflegeheime, Masken im öffentlichen Raum und eine differenzierte Teststrategie flankiert werden. Auch die veränderten Varianten des Virus erforderten ein genaues Monitoring.

Um die Gesellschaft besser durch die Krise zu führen, empfehlen die Experten ein durch den Bund koordiniertes forschungsbasiertes und interdisziplinär ausgerichtetes Monitoring, um mehr über die Ansteckungsorte und die Dynamik des epidemiologischen Geschehens zu erfahren. Ebenfalls sollte die Corona-Warn-App weiterentwickelt und die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung vorangetrieben werden, auch um die Kontaktnachverfolgung von Infektionsketten durch die Gesundheitsämter zu verbessern. Grundsätzlich fordern die Experten – wie schon in ihrer dritten Stellungnahme ausführlich ausgearbeitet – eine differenzierte Strategie, die die Kollateralwirkungen ebenso berücksichtigt wie Kriterien, die nach der Wiederöffnung der Gesellschaft ein erneutes exponentielles Wachstum der Infektionszahlen und somit einen dritten Lockdown verhinderten.

Weitere Informationen zu der Arbeit sind abrufbar unter www.land.nrw/de/expertenrat-corona.

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Ausgezeichnet – das Alterstrauma-Zentrum im St. Elisabeth Krankenhaus Mayen

Mayen, 20.01.2021 – „Der Kern der Behandlung im Alterstraumazentrum (ATZ) ist die Zusam­menarbeit von Unfallchirurgen und Altersmedizinern gemeinsam mit ihren Pflegeteams. So soll verhindert werden, dass bei alten Menschen die unfall- oder operationsbedingten Strapazen zu einer Verschlechterung des ohnehin meist sehr eingeschränkten Allgemein­zustandes führen und die Gefahr der dauerhaften Pflegebedürftigkeit droht“, erläutert Dr. Horst Kray, Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie im St. Elisabeth Mayen. Die Oberärztin der Inneren Medizin – Akutgeriatrie, Dr. Jeni Alecu, ergänzt: „Ein Knochen­bruch im Alter ist für viele der Beginn einer einge­schränkten Mobilität und der Verlust der Selbstständigkeit. Auch das Risiko, nach einem Oberschenkelhals­bruch zu sterben, steigt mit zunehmendem Alter. In einem ATZ lässt sich laut einem aktuellen Studienergebnis diese Sterblichkeit um mehr als 20 Prozent senken.“

Seit 2019 gibt es das Alterstraumazentrum in Mayen, in dem die beiden Kliniken Hand in Hand miteinander arbeiten. Das interdisziplinäre Team hat sich jetzt einer freiwilligen Prüfung unterzogen, um ein Qualitätssiegel zu erhalten. Warum? „Die demo­graphi­sche Entwicklung führt zukünftig zu einer starken Zunahme an Altersfrak­turen. Die Zertifizierung zum ATZ war somit die logische Konsequenz, dieser unaufhalt­samen Entwicklung zu begegnen und zusätzlicher Ansporn für uns alle – Ärzte wie Pflegende – unser Versorgungs­konzept noch weiter zu optimieren“, sagt Kray. Auch die Pflegedirektorin Mechthild Annen ist stolz auf das Erreichte: „Hier im St. Elisabeth können wir betagte Patienten aus Mayen und Umgebung mit höchster Qualität versorgen“. Das bestätigt nun auch der Bericht der Prüfkommission und führt als Stärken beispielsweise die sehr gut ausgestattete Therapieabteilung, die Nachsorge durch den Sozialdienst, die Unterstützung durch eine Demenz­beauftragte oder das umfassende Fortbildung­s­programm auf. Mit dem Erhalt des Zertifikats darf sich das ATZ des St. Elisabeth Mayen ab sofort AltersTraumaZentrum DGU® nennen.

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Kreis Düren: Keine erheblichen gesundheitlichen Komplikationen nach Impfungen in Pflegeeinrichtungen

Düren, 20.01.2021 – Einer Mitteilung in den sozialen Medien, wonach es nach Impfungen in Kreis Dürener Senioren- und Pflegeeinrichtungen zu erheblichen gesundheitlichen Komplikationen gekommen sei, tritt der Kreis Düren mit Nachdruck entgegen. „An diesen Vorwürfen ist nichts dran. Das können wir nach eingehender Prüfung der Faktenlage eindeutig sagen“, betont Landrat Wolfgang Spelthahn.

In der Sprach-Mitteilung (Audio), die unter anderem im sozialen Netzwerk Facebook verbreitet wurde, ist die Rede davon, dass mehrere Bewohner und Beschäftigte in einem Pflegeheim nach ihrer Impfung gegen das Coronavirus zum Teil starke gesundheitliche Reaktionen gezeigt hätten. Eine Frau behauptet, es seien Herzrhythmusstörungen, Fieber und Schüttelfrist zu beobachten gewesen. „Es hat die Fälle in der beschriebenen Form nicht gegeben“, betont Landrat Wolfgang Spelthahn. Der Kreis Düren betont: Es ist nicht zu außergewöhnlichen Auffälligkeiten gekommen. Die Zahl der Rettungseinsätze in Pflegeeinrichtungen des Kreises Düren bewegt sich nach Impfungen nicht im auffälligen Bereich.

Der Leiter des Kreis Dürener Gesundheitsamtes, Dr. Norbert Schnitzler, sagte, die  allermeisten Impfungen seien in den Heimen gut vertragen worden. Lediglich in einigen wenigen Fällen sei es vorübergehend zu leichten Schmerzen im geimpften Arm, zu Müdigkeit oder zu ähnlich leichten Erscheinungen gekommen, so, wie das auch von der Grippeimpfung bekannt sei. „Diese Reaktionen können nach den Impfungen auftreten“, sagte Dr. Schnitzler. In allen im Kreis Düren beobachteten Fällen seien diese Reaktionen harmlos gewesen.

In der in den sozialen Medien verbreiteten Sprach-Nachricht wird zudem der Zusammenhang zwischen einer Impfung und dem Tod eines Heim-Bewohners hergestellt. Als angeblicher Beleg dient ein Arzt aus dem Kreis Düren, der entsprechend zitiert wird. Gegenüber dem Gesundheitsamt hat der Mediziner heute diesen Zusammenhang nicht bestätigt. Der Verstorbene habe „schwere Vorerkrankungen“ gehabt; sein Tod sei nicht im Zusammenhang mit der Impfung zu sehen.

„Uns ist nicht bekannt, warum diese Audio-Nachricht verbreitet wird“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn. Sie entbehre jeder Grundlage und führe womöglich dazu, Angst oder gar Panik vor Impfungen zu schüren. Dazu gebe es überhaupt keinen Anlass.

Der Kreis Düren prüft die Herkunft der Sprachmitteilung und behält sich rechtliche Schritte vor.

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Kreis Ahrweiler – Zweiter Impfstoff kommt – Betrieb im Impfzentrum läuft reibungslos

Ahrweiler, 20.01.2021 – Gute Nachrichten im Kampf gegen das Coronavirus: Mit dem Moderna-Impfstoff steht ab sofort ein weiteres Serum zur Immunisierung zur Verfügung. Damit können die Corona-Impfungen weiter vorangetrieben werden. Landrat Dr. Jürgen Pföhler freut sich über die  Zulassung eines weiteren Impfstoffs: „Bislang war die Impfstoffmenge knapp bemessen. Das verlangt uns allen viel Geduld ab. Entscheidend aber ist, dass wir jetzt so viel und so schnell wie möglich Impfstoff bekommen, um vordringlich die besonders gefährdeten Menschen und in einem zweiten Schritt die breite Bevölkerung zu impfen.“

Die Auslieferung des Moderna-Impfstoffes beginnt in Rheinland-Pfalz in den nächsten Tagen und erfolgt aufgrund der geringen Menge zunächst an die acht großen Schwerpunkt-Krankenhäuser des Landes. Des Weiteren wird im ersten und zweiten Quartal die Zulassung der Impfstoffe von AstraZeneca, Johnson-Johnson und Curevac erwartet.

Dr. Stefan Voss, Leiter des Gesundheitsamts, fasst die aktuelle Lage so zusammen: „Die Corona-Pandemie ist und bleibt eine große Kraftanstrengung für uns alle. Die Nachfrage für Impftermine ist groß und muss durch Terminvergaben abgebaut werden. Hierzu benötigen wir die erforderliche Menge an Impfstoff. Die avisierten Impfstofflieferungen und die in Aussicht gestellten Zulassungen weiterer Impfstoffe bringen uns dem gemeinsamen Ziel, die Corona-Pandemie einzudämmen, näher.“

Im Kreis steht bislang ausschließlich der Biontech-Impfstoff für die Immunisierung zur Verfügung. Die Impfungen im Landesimpfzentrum und durch die mobilen Teams in Alten-, Senioren- und Pflegeeinrichtungen laufen auf Hochtouren. „Wir schöpfen die vom Land bereitgestellten Mittel voll aus. Der Betrieb im Landesimpfzentrum läuft reibungslos, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter machen einen hervorragenden Job“, zieht Impfzentrumskoordinator Fabian Schneider gut zwei Wochen nach dem Start der Impfungen im Kreis Bilanz.

Landrat Dr. Pföhler betont: „Der Kampf gegen das Coronavirus ist ein Marathon-Lauf. Mit dem Beginn der Impfungen haben wir eine wichtige Zwischenetappe auf dem Weg zum Ziel erreicht.“ Dr. Stefan Voss ergänzt: „Es ist auch weiterhin sehr wichtig, dass sich jeder an die Schutzregeln gegen Corona hält, um weitere Infektionen möglichst zu vermeiden.“ Der Landrat ruft die Bürgerinnen und Bürger auf, mit Geduld und Zuversicht in die nächsten Wochen und Monate zu schauen und vor allem Solidarität denjenigen gegenüber zu zeigen, die von der Krise besonders betroffen sind. „Jeder, der sich im Laufe der kommenden Wochen und Monate impfen lässt, trägt ein Stück dazu bei, die Corona-Pandemie zu überwinden. Wir haben es damit selbst in der Hand, wie wir aus der Krise kommen.“

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Impfkoordinator Dr. Alexander Wilhelm: Bund liefert bis Mitte Februar fast 30.000 Dosen weniger nach Rheinland-Pfalz als erwartet

Region/Mainz, 20.01.2021 – Nachdem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Länder am Freitag sehr kurzfristig darüber informiert hat, dass Impfstofflieferungen gekürzt werden, gibt es leider immer noch keine Planungs- und Liefersicherheit über den 15. Februar hinaus. Die Kürzung begründet Bundesgesundheitsminister Spahn damit, dass der Hersteller seine Produktion umstellt, um dauerhaft mehr Impfstoff produzieren zu können. Die jetzt vorliegenden Lieferangaben zeigen aber, dass Rheinland-Pfalz bis dahin in jedem Fall etwa 30.000 Impfdosen weniger bekommen wird, als bisher nach den Zusagen eingeplant wurde.

„Das führt dazu, dass bereits vereinbarte Termine in den Impfzentren für Erstimpfungen ab kommender Woche verschoben werden müssen. Zweitimpfungen finden weiterhin statt. Wir haben nach der Ankündigung des Bundes sofort in einer großen logistischen Anstrengung, auf der Basis der geringeren Impfstoffmenge, neue Terminvergaben treffen müssen. Wir werden als Landesregierung weiter alles in unserer Macht Stehende unternehmen, dass in Rheinland-Pfalz so schnell wie möglich, so viele Menschen wie möglich, geimpft werden“, sagte Landesimpfkoordinator Dr. Alexander Wilhelm.

Rheinland-Pfalz wird betroffene Bürgerinnen und Bürger, die bereits einen Impftermin haben, jeweils unmittelbar einen neuen Termin mitteilen. Jede und jeder wird darüber per Brief und per Mail, sofern die Mailadresse vorliegt, informiert. „Wir haben als Land Vorsorge getroffen, dass genügend Impfstoff für die Zweitimpfung zur Verfügung steht“, sagte Impfkoordinator Dr. Alexander Wilhelm. „Die Menschen, die ihre Erstimpfung bereits erhalten haben, bekommen ihre zweite Impfung zum bereits mitgeteilten Termin. Hier ändert sich nichts.“

„Weiterhin ist auch in den kommenden Wochen sichergestellt, dass die besonders schützenswerte Gruppe der älteren Menschen in Alten- und Pflegeeinrichtungen von den mobilen Impfteams geimpft werden kann. Das gilt auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einrichtungen“, sagte der Landesimpfkoordinator.

Er betonte: „Sobald wir vom Bund zusätzlichen Impfstoff geliefert bekommen, werden wir auch schnell weitere und zusätzliche Termine anbieten. Das Land Rheinland-Pfalz ist gut vorbereitet, wir können schnell und effektiv den Impfstoff verimpfen, der uns geliefert wird.“

„Wir haben ein großes Tempo beim Impfen vorgelegt. Die Anzahl der möglichen Impftermine haben wir auf Basis der Angaben getroffen, wonach sechs Impfdosen aus einer kleinen Flasche, sogenanntes Vial, entnommen werden können. Die gekürzte Bundeslieferung ist ein deutlicher Dämpfer für unsere erfolgreiche und schnelle Impfkampagne und stellt uns vor große logistische Herausforderungen. Aber wir stellen als Land sicher, dass jede Bürgerin und jeder Bürger, die impfberechtigt ist, schnell einen neuen Termin bekommt“, so Landesimpfkoordinator Dr. Wilhelm.


Aktuelle Zahlen zu Impfungen in Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz wurden bis 18.1.2021 abends insgesamt 92.613 Menschen (darunter 1.196 Zweitimpfungen) geimpft.

  • Impfungen in Krankenhäusern: 14.017
  • Impfungen in Pflegeeinrichtungen: 41.249
  • davon Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: 19.738
  • davon Bewohnerinnen und Bewohner: 21.511
  • Impfungen in Impfzentren: 37.347
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Patienten-Beauftragte der Bundesregierung appelliert: SORMAS flächendeckend einführen

Region/Berlin, 20.01.2020 – „Das digitale Nachverfolgungsprogramm SORMAS bietet alle Voraussetzungen, die Kontaktnachverfolgung von COVID-19 Fällen in den Gesundheitsämtern schnell und effizient zu gestalten und damit Infektionsketten systematisch zu unterbrechen. Ich appelliere daher eindringlich an die Kommunen, SORMAS  in ihren Gesundheitsämtern einzuführen“, erklärt die Patientenbeauftragte der Bundesregierung Prof. Dr. Claudia Schmidtke.

Das vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) federführend entwickelte SORMAS kann Gesundheitsämter erheblich entlasten.  Notwendige Arbeitsschritte der Gesundheitsämter zum Fall- und Kontaktpersonenmanagement sind bereits im System definiert, zum Teil digitalisiert und automatisiert. SORMAS erspart damit zahlreiche Schriftwechsel, Telefonate und redundante Dokumentationen und kann als zentrales Instrument dazu beitragen, die Coronavirus-Pandemie schneller einzudämmen. Die Bundesregierung und die Länder haben daher bereits im November 2020 zur flächendeckenden Einführung von SORMAS in den Gesundheitsämtern aufgerufen.

„Mein Eindruck ist jedoch, dass die bisherige Umsetzung nur schleppend verläuft“, so die Patientenbeauftragte weiter: „Jetzt sind die Kommunen gefordert, dieses Angebot auch tatsächlich anzunehmen und SORMAS endlich flächendeckend einzusetzen. Das wäre ein wichtiger Schritt, um zu einer effektiven Nachverfolgung und Eindämmung der Fälle zurückkehren zu können. Jetzt ist nicht die Zeit, aus parteipolitischen Erwägungen auf sinnvolle und effektive Instrumente zu verzichten. Die Bewältigung der Pandemie kann nur gelingen, wenn wir alle an einem Strang ziehen.“

Die Umstellung auf SORMAS wurde vom HZI mittlerweile auf ein Plug-and-Play-fähiges Niveau gehoben, so dass bei einer Übernahme des Programms kaum Aufwand anfällt und die Einsatzbereitschaft inklusive Schulung innerhalb von 48 Stunden erfolgen kann. Durch die Förderung des Bundesministeriums für Gesundheit steht SORMAS als einheitliche digitale Lösung allen Gesundheitsämtern kostenfrei zur Verfügung und ermöglicht die dringend notwendige flächendeckende digitale Vernetzung aller relevanten Akteure – von den zuständigen Gesundheitsämtern über die Landesbehörden bis hin zum Robert Koch-Institut.

Ausführliche Informationen zu SORMAS (Surveillance Outbreak Response Management and Analysis System) sind hier zu finden: www.sormas-oegd.de

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evm unterstützt Gewerbeverein aus der Verbandsgemeinde Gerolstein

Gerolstein, 20.01.2021 – Über insgesamt 500 Euro aus der „evm-Ehrensache“ darf sich der Gewerbeverein GeroTeam e.V. aus der Verbandsgemeinde Gerolstein freuen. Mit ihrem Spendenprogramm unterstützt die Energieversorgung Mittelrhein (evm) jedes Jahr Vereine und Institutionen aus der Region, wenn es um kulturelle, soziale und gemeinnützige Projekte geht. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation musste die geplante persönliche Spendenübergabe an den Vorsitzenden des Vereins Hans-Hermann Grewe im Beisein von Berthold Nick, Leiter der Kommunalen Betreuung Verbandsgemeinden bei der evm, und Bürgermeister Hans-Peter Böffgen, Verbandsgemeinde Gerolstein, leider ausfallen. „Der Verein trägt einen wichtigen Teil zur Kreativität und der Kultur in unserer Gemeinde bei “, erklärt Böffgen. „Wir freuen uns, dass wir dies mit der Spende der evm weiter unterstützen können.“

Der Gewerbeverein GeroTeam e.V. hat mit der Spende die lebensgroße Krippe mit den Figuren Maria, Josef und dem Jesuskind schon vor Weihnachten um weitere Figuren ergänzt.