Der Rasenplatz wird nun perfekt und energiesparend ausgeleuchtet. Foto: Stadt Eschweiler
Eschweiler, 02.02.2021 – Im Zuge der vom Rat der Stadt Eschweiler beschlossenen Umgestaltung der Sportplatzbeleuchtungen auf energieeinsparendes LED-Flutlicht wurde jetzt der Sportplatz St. Jöris mit einer neuen hochmodernen Platzbeleuchtung ausgestattet.
Im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen dem SV 1919 St. Jöris e.V. und der Stadt Eschweiler wurden auf sechs Flutlichtmasten je zwei Fluter mit insgesamt 72 LED-Leuchten montiert. Damit wird der Rasenplatz nun perfekt und energie-sparend ausgeleuchtet.
Weitere Beleuchtungsanlagen sollen noch in diesem Jahr auf den Sportplätzen in Bergrath, Dürwiß (Naturrasenplatz mit Laufbahn), Hastenrath, Hehlrath und Pumpe-Stich umgerüstet werden.
Region/Mainz, 02.02.2021 – Der Zulauf im „Reichsbürger“-Spektrum hat sich nach Beobachtung des Verfassungsschutzes in Rheinland-Pfalz auch 2020 fortgesetzt. Wurden diesem Spektrum zum Jahresende 2019 noch rund 650 Personen zugerechnet, stieg die Zahl bis Ende 2020 auf nunmehr etwa 700 Personen an – Tendenz weiter steigend. Damit verläuft die Entwicklung parallel zu der im übrigen Bundesgebiet.
Rheinland-Pfalz bildet im bundesweiten Vergleich nach wie vor keinen Schwerpunkt ab. Ein Grund zur Entwarnung sieht Innenminister Roger Lewentz darin jedoch nicht und mahnt: „Wir wissen, dass es innerhalb dieser Szene von Staatsverweigerern und Rechtsleugnern ein großes Aggressionspotenzial und eine ausgeprägte Waffenaffinität gibt“. Nicht wenige „Reichsbürger“ zeigten auch sonst auffällige Verhaltensmuster.
Es gelte daher, das „Reichsbürger“-Spektrum weiter aufmerksam im Blick zu behalten und alle rechtlich möglichen Mittel auszuschöpfen, um etwaigen Gefahren entschieden und rechtzeitig zu begegnen. Mit besonderem Nachdruck werden daher der Entzug waffenrechtlicher Erlaubnisse und der Einzug von Waffen fortgesetzt. „Rheinland-Pfalz beschreitet hierbei einen erfolgreichen Weg“, so Lewentz. Ganz wesentlich zu dem Erfolg beigetragen haben die enge Zusammenarbeit von Verfassungsschutz, Polizei, Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion ADD und den örtlichen Waffenbehörden.
Die Zahlen sprechen für sich: Im Rahmen von Einzelfallprüfungen seien seit November 2016 mit Stichtag 31.12.2020 bereits in 50 von insgesamt 73 Fällen waffenrechtliche Erlaubnisse bestandskräftig entzogen oder freiwillig abgegeben worden. Dabei wurden 132 erlaubnispflichtige Waffen, die in privatem Besitz waren, eingezogen. Weitere rund 800 erlaubnispflichtige Waffen wurden in zwei Fällen des Entzugs von Handelserlaubnissen eingezogen. Die 23 noch laufenden Verfahren werden konsequent zu Ende gebracht. „Erklärtes Ziel ist es: Keine Waffe in Reichsbürgerhand!“, betonte Lewentz.
Auch in anderer Hinsicht bleibe im Hinblick auf das „Reichsbürger“-Spektrum Wachsamkeit geboten: Im Zuge der Corona-Krise beobachtet der Verfassungsschutz ein entgegen bisheriger Praxis verstärktes, öffentlichkeitswirksames Auftreten von Personen aus dem „Reichsbürger“-Milieu bei Protesten, die sich gegen die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie richten. Dabei instrumentalisierten sie die Proteste, um die freiheitliche Demokratie anzugreifen. „Die schändlichen Bilder wehender Reichsflaggen vor dem Deutschen Bundestag in Berlin sind Symbol für eine zunehmende Demokratiefeindlichkeit. Das muss uns alle wachrütteln“, so Lewentz.
Besonders bedenklich sei die Melange aus Hetze, Verschwörungsdenken und Lügen, die sich auch, aber eben nicht nur, in der „Reichsbürger“-Szene zunehmend verbreite und nach außen getragen werde. Gleiches treffe aktuell für eine sich abzeichnende neue Form des Extremismus innerhalb der Corona-Protestszene zu, die sich keinem der der bekannten ideologischen Muster zurechnen lässt. Es bleibe abzuwarten, inwieweit sich hieraus gefährliche Synergieeffekte zwischen Teilen des „Reichsbürger“-Spektrums und besagtem Umfeld ergeben könnten, unterstrich der Minister. „Der Verfassungsschutz wird das demokratiefeindliche Geschehen weiter im Auge behalten und analysieren“, hält der Innenminister fest und appelliert: „Alle Demokratinnen und Demokraten sind aufgefordert, dem Treiben der Hetzer und Lügner eine klare Absage zu erteilen“.
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Ahrweiler, 02.02.2021 – Der Kreis Ahrweiler wird das Frauenhaus Ahrweiler auch in diesem Jahr finanziell unterstützen. Das stellte jetzt Landrat Dr. Jürgen Pföhler klar. Anlass ist ein Schreiben der Staatssekretärin Dr. Christiane Rohleder vom rheinland-pfälzischen Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz, in dem sie die Befürchtung geäußert hatte, dass der Kreis angesichts der erhöhten Landesförderung in diesem Jahr sein finanzielles Engagement zurückfahren könnte.
Landrat Dr. Jürgen Pföhler betont: „Ich freue mich, dass das Land ebenfalls die Notwendigkeit einer weiteren finanziellen Unterstützung der Frauenhäuser anerkannt und eine Erhöhung seiner Zuschüsse zugesagt hat. Die Frauenhäuser leisten eine enorm wichtige Arbeit und verdienen unsere Anerkennung und eine verlässliche Finanzierung“.
Landrat Dr. Pföhler weist in seinem Antwortschreiben an die Staatssekretärin darauf hin, dass der Kreis als Standortkommune das Frauenhaus seit seiner Gründung 1995 mit bislang insgesamt fast einer Million Euro gefördert habe. Der Landrat macht weiter deutlich, dass der Kreis schon vor Jahren in einer Zuwendungsvereinbarung festgelegt habe, dass der Kreiszuschuss regelmäßig dynamisiert und damit der Kostenentwicklung angepasst werde. „Ich würde mir wünschen, dass das Land diesem Beispiel folgt, denn auch die Ausgaben für Personal und Unterhalt in den Frauenhäusern steigen kontinuierlich an“, so Pföhler weiter.
Der Kreistag hatte im Rahmen seiner Haushaltsberatungen für das Jahr 2021 beschlossen, dem Verein „Frauen für Frauen e. V.“, der Träger des Frauenhauses Ahrweiler ist, in diesem Jahr eine Zuwendung von rund 70.000 Euro zur Finanzierung seiner laufenden Ausgaben zu gewähren. Im Frauenhaus Ahrweiler gibt es vier Plätze für Frauen und ihre Kinder, die wegen Gewalterfahrung dort Schutz suchen.
Hundert Feuerwehrleute waren im Einsatz. Gegen halb Sechs trafen Einsatzkräfte ein, eine Stunde später war das Feuer zwar unter Kontrolle, aber die Unterkunft brannte komplett ab. Foto: Oliver Kliem/DRK/pp/Agentur ProfiPress
Schleiden-Vogelsang. 01.02.2021 – Kein fremdenfeindlicher Hintergrund: Eine Person leicht verletzt im Krankenhaus – Hundert Feuerwehrleute sowie Rotkreuz- und Rettungsdienst-Kräfte im Einsatz. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag kam es in der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) des Landes NRW für Flüchtlinge in Vogelsang zu einem Feuer in einem Bewohnerhaus. Eine Mitarbeiterin des Sicherheitsdienstes wurde leicht verletzt.
Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst waren nach der Alarmierung um 5.31 Uhr mit über hundert Einsatzkräften „zeitnah vor Ort“, so die Pressestelle der Kölner Bezirksregierung, die für die vom Roten Kreuz betreute Einrichtung mit zurzeit 182 Bewohnern zuständig ist. Die Feuerwehr habe den Brand um 6.35 Uhr unter Kontrolle gehabt.
Gleichwohl meldet die Pressestelle der Regierungspräsidentin Gisela Walsken: „Das Bewohnerhaus ist jedoch komplett abgebrannt.“ Es gebe „keine Schwerverletzten – aktuell befindet sich eine leichtverletzte Mitarbeiterin des Sicherheitsdienstes im Krankenhaus. Die Bewohnerinnen und Bewohner wurden alle erstversorgt und in der Kantine der ZUE Schleiden betreut.“
„Komplett abgebrannt“
Nach Absprache würden mindestens 94 Bewohnerinnen und Bewohner in die ebenfalls vom Roten Kreuz im Kreis Euskirchen betreute Zentrale Unterbringungseinrichtung in die Kreisstadt verlegt. Die Polizei ermittele am Brandort.
„Kölnische Rundschau“ und „Kölner Stadt-Anzeiger“ schreiben in einem gleichlautenden Bericht: „Meterhoch schlugen die Flammen in den Himmel, als gegen 5 Uhr am Freitagmorgen die ersten Einsatzkräfte der Schleidener Feuerwehr an der Flüchtlingsunterkunft Schelde auf dem Vogelsang-Gelände eintrafen. Das Haus Nummer 21 der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) brannte lichterloh. Nach Angaben der Polizei und der Bezirksregierung Köln ist die Brandursache zwar noch unklar. Hinweise auf einen fremdenfeindlichen Hintergrund gebe es jedoch nicht.“
Neben der Feuerwehr waren auch der Verpflegungsdienst des Roten Kreuzes aus Kall und der Rettungsdienst des Kreises Euskirchen und der Städteregion Aachen mit zahlreichen Kräften vor Ort. Rotkreuz-Kreisgeschäftsführer Rolf Klöcker eilte ebenso zum Einsatzort wie der stellvertretende Kreisbrandmeister Johannes Gebertz. Auch der Schleidener Bürgermeister Ingo Pfennings und Landrat Markus Ramers machten sich vor Ort ein Bild der Lage.
Region/Mainz, 01.02.2021 – Bei der Priorisierung innerhalb der COVID-19-Impfempfehlung der STIKO können derzeit noch nicht alle Krankheitsbilder und Impfindikationen berücksichtigt werden. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt, in begrenzten Ausnahmefällen Einzelfallentscheidungen zu ermöglichen, die eine Einstufung in eine der Priorisierungsgruppen der Corona-Impfverordnung regeln.
„Rheinland-Pfalz hat gemeinsam mit Ernst Merz, dem früheren langjährigen Präsidenten des Landessozialgerichtes Rheinland-Pfalz, ein entsprechendes Verwaltungsverfahren entwickelt, um Personen, die nicht explizit in der Empfehlung der STIKO genannt sind, in die jeweilige Priorisierungskategorie einzuordnen“, informierte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler.
In eng begrenzten Ausnahmefällen können Anträge auf Priorisierung für eine Corona-Schutzimpfung eingereicht werden. Nach einer Vorprüfung durch das Gesundheitsministerium wird dieser Einzelfallantrag vom Ethikbeirat medizin-ethisch anhand eines strengen, auf der Impfverordnung des Bundes sowie den Empfehlungen der STIKO basierenden Prüfungs- und Bewertungskatalogs geprüft. Nach Abschluss dieser Prüfung spricht der Ethikbeirat eine Empfehlung an das Gesundheitsministerium aus, das über den Einzelfallantrag entscheidet.
Durch die Priorisierungsentscheidung wird die anspruchsberechtigte Person einer Impfindikationsgruppe der Corona-Impfverordnung des Bundes zugeordnet.
„Es ist uns ein Anliegen, in begründeten Einzelfällen aus humanitären Gründen durch Einzelfallentscheidungen zu ermöglichen, dass Betroffene in eine Gruppe mit höherer Priorität eingeordnet werden“, sagte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler. Dies betreffe insbesondere Menschen mit seltenen, schweren Vorerkrankungen in besonderen Versorgungs- oder Pflegesituationen, für die ein erhöhtes Risiko angenommen werden kann.
Nähere Informationen sowie den Antrag finden Sie unter www.corona.rlp.de.
Ein Schneeschieber, hier des Kreises Euskirchen, räumt die Hüttenstraße nach den teils heftigen Schneefällen Anfang Januar. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress
Kall, 01.02.2021 – Corona hin, Lockdown her: Das Wetter lässt sich davon nicht beeindrucken. Und so haben die Kaller Bauhofmitarbeiter seit Wochen ordentlich zu tun. Schnee, Frost und Glätte sorgen ebenso für viel Arbeit wie die Unterstützung des Ordnungsamtes bei der Sperrung von Waldwegen sowie der Umzug der Kaller Grundschule ins frisch renovierte ehemalige Hauptschulgebäude. „Alles andere wird dem momentan untergeordnet“, berichtet André Kaudel.
Zum Pressetermin erschien Bauhofleiter André Kaudel (Mitte) mit den Kollegen Heiko Söhnchen (links) und Michael Dreßen. Die restlichen Winterdienstmitarbeiter, die ebenfalls auf dem Foto vertreten sein sollten, waren allesamt für die Bürger im Einsatz. „Wir ordnen dem Winterdienst momentan alles unter“, so Kaudel. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress
Der Bauhofleiter ist an dem Freitag, an dem der „Rundblick“ den Bauhof besucht, bereits seit 6 Uhr im Dienst und sperrt mit einem Mitarbeiter diverse Durchfahrten ab, um mögliche Wintertouristen von gefährlichen Stellen fernzuhalten. „Gesperrt werden Wege, an denen Häuser etwas außerhalb liegen, etwa Forsthäuser. Die Anlieger können dann im Bedarfsfall selbst die Sperrung verschieben“, so Kaudel. Rund um Sistig und Krekel prüfen Bauhof und Ordnungsamt außerdem weitere Bereiche, auf denen Schneetouristen in den Ferien wild parkten.
Für einen Bauhofmitarbeiter beginnt der Arbeitstag im Winter bereits um 2 Uhr nachts. Der Schichtleiter begibt sich an neuralgische Punkte und überprüft die Situation. „Wenn er aus der Haustür tritt und es liegen bereits 20 Zentimeter Neuschnee, dann alarmiert er die Kollegen vom Winterdienst sofort. Ansonsten fährt er in die Höhenlagen, überprüft Busrouten und den Zustand der Straßen vor Schulen, Kindergärten und im Gewerbegebiet“, erklärt Kaudel.
„Bei Schnee arbeiten wir durch“
Je nach Witterung beginnen zwischen 3 und 3.30 Uhr die anderen Bauhofmitarbeiter mit dem Winterdienst. „Gegen 5 Uhr beginnt im Gewerbegebiet der Zulieferverkehr“, weiß Kaudel. Im Regelfall sollte im Gemeindegebiet zwischen 8 und 8.30 Uhr geräumt sein. „Wenn es aber weiterschneit, wird weitergefahren. Dann arbeiten wir durch“, so Kaudel, der erklärt, dass eine Räumung durch den Bauhof morgens verpflichtend ist. In den Abendstunden wird bei extremer Wetterlage gegebenenfalls nochmal ausgerückt. Klar ist aber: Gerade im Winter sammeln die Bauhofmitarbeiter Überstunden an.
Wichtig zu wissen: Der Kaller Bauhof ist nur für die Gemeindestraßen verantwortlich. Der Winterdienst auf den Kreisstraßen ist Sache des Kreises Euskirchen, auf den Landes- und Bundesstraßen sind die Straßenmeistereien von Straßen.NRW zuständig. „Weil wir diese Straßen aber auch nutzen müssen, greifen wir bei Bedarf ein“, berichtet Kaudel.
Doch nicht nur Mitarbeiter des Bauhofes sind mit dem Winterdienst betraut. Auch zwei Landwirte sowie ein Lohnunternehmen sind für die Gemeinde im Einsatz. Einen Bezirk konnte der Bauhof wieder übernehmen, da seit 2019 ein neuer Fendt-313-Traktor im Winterdienst eingesetzt wird. „Hier müssen wir dem Gemeinderat danken, dass die Politiker damals die Entscheidung getroffen haben, das Altfahrzeug zu behalten. Normalerweise werden diese veräußert“, erzählt Kaudel.
Seitdem setzt die Gemeinde drei große Maschinen im Winterdienst ein. Hinzu kommen zwei Schmalspurschlepper, die hauptsächlich im Kernort verwendet werden. „Den Rest macht der Handdienst, der per Hand Fußgängerbrücken und Treppenanlagen räumt sowie abstreut“, sagt Kaudel. An Salz mangelt es momentan nicht. Die Silos seien voll. Und selbst wenn nicht, sei eine Nachlieferung innerhalb von 24 Stunden möglich. Dort, wo kein Salz eingesetzt werden darf, etwa auf Holzbrücken oder in der Nähe von Gewässern, wird mit Maisspindelgranulat gestreut. „Naturschutz hat Vorrang, Salz darf nicht in Flüsse und Bäche gelangen“, so Kaudel.
Fortschritt durch Technik
Die modernen Geräte erlauben übrigens eine elektronische Regulierung der Salzmenge im Gegensatz zu früher, wo der Regler von Hand bedient wurde und nur die Optionen „Auf“ oder „Zu“ kannte. Auch sonst ist die Technik fortgeschritten. Am neuen Schlepper ist zwischen dem Räumschild und der Motorhaube ein Kamerasystem angebracht, mit dem man an Kreuzungen nach rechts und links in die Straße schauen kann. „Wir überlegen, das auch bei weiteren Fahrzeugen einzusetzen, weil wir so eine viel größere Übersicht haben“, berichtet André Kaudel.
Sowohl der Bauhof als auch das Ordnungsamt setzen übrigens auf die Unterstützung der Bürger. Das gilt zum einen, wenn gefährliche Stellen entdeckt werden. „Wir sind über Hinweise dankbar, da wir nicht überall gleichzeitig sein können“, sagt der Bauhofleiter, der unter Tel. 02441/ 888-44 erreichbar ist. Der Bauhof selbst hat die Nummer 02441/ 6851, die Verwaltung kann unter Tel. 02441/ 888-0 erreicht werden.
Ordnungsamtsleiter Harald Heinen bittet außerdem Anwohner darum, bei Schnee nicht in Wendehämmern zu parken, weil sonst die Schneepflüge nicht wenden können. Auch in Wohngebieten sollte, wenn möglich, nicht so eng geparkt werden. „Bitte parken Sie auf Ihren Grundstücken. Und wo das nicht möglich ist, bitten wir darum, dass man einen kleinen Fußweg in Kauf nimmt, damit die Schneepflüge durchkommen“, so Heinen.
Freuen können sich die Bürger im neuen Jahr darüber, weniger für den Winterdienst zahlen zu müssen: Auf Grund vergleichsweise milderer Winter in den vergangenen Jahren und dementsprechend gesunkener Kosten bzw. Aufwendungen konnten die Winterdienstgebühren um 25 Cent je laufender Meter (lfdm) reduziert werden. Sie betragen nun 1,10 Euro/ lfdm, 2020 lagen sie noch bei 1,35 Euro/ lfdm.
Weyer ist mit über 500 Metern Meereshöhe nicht nur der höchste, sondern vermutlich auch einer der ältesten Orte im Stadtgebiet Mechernich. 2021 soll die urkundliche Ersterwähnung vor 1150 Jahren Corona-konform begangen werden. Luftbild: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Mechernich-Weyer, 01.02.2021 – Pünktlich im 1150. Jahr nach urkundlicher Ersterwähnung können im Mechernicher Höhenort Weyer neue Ortsfahnen wehen. Mit finanzieller Unterstützung des NRW-Heimatschecks war es dem Vereinskartell Weyer um den Vorsitzenden und Ortsbürgermeister Björn Wassong möglich, neue rot-blaue Flaggen mit dem Ortswappen zu beschaffen.
Der Weyerer Ortbürgermeister Björn Wassong mit neuer Ortsfahne und Kalender. Foto: Jenny Wassong/Vereinskartell Weyer/pp/Agentur ProfiPress
„Man glaubt nicht, wie kostenintensiv es ist, solche hochwertigen Fahnen herstellen zu lassen“, schreibt Wassong in einer Pressemitteilung: „Sie müssen schließlich auch Wind und Wetter standhalten.“ Nun könnten alle Mitbürgerinnen und Mitbürger ihre Heimatverbundenheit zum Ausdruck bringen, in dem sie an Festtagen wie dem 1. Mai oder Kirmes ihre Häuser mit den Ortsfahnen schmücken, so der Ortsvorsteher. Erhältlich sind die Fahnen bei ihm.
„Älter als die Ersterwähnung“
Weyer wurde 871 erstmals als „villa viveri“ („Siedlung bei den Fischteichen“) urkundlich erwähnt. Diese Urkunde findet man im „Goldenen Buch von Prüm“. Ab 1599 erscheint der Ortsname in der heutigen Form. Björn Wassong: „Sicher ist Weyer älter als diese erste urkundliche Erwähnung, aber vom genannten Zeitpunkt an beginnt die durch ein Schriftzeugnis belegte Existenz der Siedlung.“
Die Vorgeschichte des Ortes sei durch Funde und von Menschenhand entstandene Veränderungen im Boden nachweisbar. Zum Beispiel durch den Fund des Matronensteins im Jahr 1991 bei Restaurierungsarbeiten im Altarraum der Pfarrkirche St. Cyriacus. Da „erst“ vor 25 Jahren eine Ortschronik vom jüngst verstobenen Heimatforscher Anton Könen herausgegeben worden sei, werde es im Jahr 2021 keine weitere Chronik geben, so der Ortsvorsteher.
Allerdings sammelt Wassong weiterhin alte Bilder und Erinnerungsstücke für ein „Ortsarchiv“. Zudem sind verschiedene Aktionen und Feste – sofern diese pandemiebedingt überhaupt stattfinden können – vorgesehen, in denen die Ortsgeschichte gefeiert und präsentiert werden soll.
So wurde mit Hilfe zahlreicher Kinder und Jugendlichen ein Kalender zum Jubiläum herausgebracht. Der Nachwuchs war seit Sommer 2020 aufgerufen, Bilder unter dem Motto „Mein Weyer“ zu malen oder sonst wie kreativ zu gestalten.
Firmen gaben Gutscheine
Neben der Abbildung der gemalten Bilder und Fotografien im Kalender gab es auch Preise in Form von Gutscheinen lokaler Unternehmen, wie der Eifel-Therme, dem Mechernicher Bergbaumuseum oder der Bowl-Fabrik zu gewinnen. Ergänzt wurden die Bilder der Kunstaktion mit Bildern von David Rosenbaum aus Weyer, der mit seiner Bildbrett-Aktion in diesem Jahr durchstartete.
Rund um Weyer fand vermutlich schon in vorrömischer Zeit Eisen-steinabbau statt, so der Mechernicher Regionalforscher Anton Könen, der erst vor 25 Jahren eine dezidierte Ortschronik über Weyer verfasst hatte. Ebenso wurde Kalkstein in verschiedenen Steinbrüchen abgebaut. Die Pfarrkirche wurde 1187 erstmals urkundlich erwähnt, die Burg Weyer, an die nur noch die Straßenbezeichnung „Burgring“ erinnert, 1371. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Mit einem Verkaufserlös möchten die Initiatoren eine wohltätige Organisation unterstützen. „Die schönen Bilder aus und um Weyer schaut man sich bestimmt auch gerne in anderen Orten an“, meint Wassong schmunzelnd. Die Kalender gibt es zum Preis von 11,50 Euro in der Konditorei Arns.
In Anton Könens Weyerer Ortschronik heißt es: „Am 20.Oktober 871 bestätigt König Ludwig II. »der Deutsche« in Frankfurt durch Kanzler Hebarhard dem Kloster Prüm den Besitz der Kapellen der hl. Justina und der hl. Maria in Bachem im Jülichgau mit den ihnen von Otbert geschenkten Besitzungen, darunter in »uilla Uiueri« (Weyer), unter Vorbehalt der lebenslänglichen Nutznießung durch Ortberts Gemahlin Hildigard.“ In dieser Urkunde wird der Ort Weyer zum ersten Mal schriftlich erwähnt.
Anton Könen weiter: „Bei dem in der Urkunde von 871 genannten Ortsnamen »Uilla Uiueri« müssen wir lesen »villa viveri«. Für »u« und »v« wurde damals nur ein Zeichen verwendet. Die Diplomatiker (Urkundenforscher) einigten sich bei Urkunden-Editionen auf »v«.“
„Viveri“ bedeute demnach Siedlung bei den Fischteichen, aus lateinisch „vivus“, das auch Tierpark und Gehege bedeuten kann. Das im Falle Weyer „bei den Fischteichen“ angenommen werden kann, legen der dortige Wasserreichtum und die römische Besiedlung des Ortes nahe, so Regionalhistoriker Könen.
Von der Burg blieb nur der Name
Rund um Weyer fand vermutlich schon in vorrömischer Zeit Eisenerzabbau statt, so der Mechernicher Chronik-Autor. Ebenso wurde Kalkstein in verschiedenen Steinbrüchen abgebaut. Die Pfarrkirche wird im Jahr 1187 erstmals urkundlich erwähnt. In einer schriftlichen Überlieferung aus dem Jahr 1372 wird die Burg Weyer genannt. Heute ist von diesem Gebäude nichts mehr vorhanden: nur die Straßenbezeichnung „Burgring“, die ziemlich genau die Lage der ehemaligen Burganlage umfasst.
Auf der Tranchotkarte von 1809 ist die Anlage als freistehende Burg dargestellt. Fundamentreste der Burg sind bei Grabungen heute noch zu finden. Das Mauerwerk einiger Hof-Anwesen – die heute noch stehen – entstand aus den Steinen der Burg. Beim Ausschachten eines Kellers wurden ein Glockenkern und die Reste eines Hochofens freigelegt. Man nimmt an, dass hier 1584 die Cyriakus-Glocke gegossen wurde. Ein schriftlicher Beleg fehlt allerdings für diese Annahme.
Wie Anton Könen schreibt, wurde Weyer beim zweiten Raubkrieg Ludwig XIV. 1677 durch die Franzosen eingeäschert. Nur drei Häuser „Am Jülicherend“ und die Pfarrkirche überstanden das Flammeninferno. Pfarrer Lindweiler, erst wenige Wochen im Amt, konnte nur das 1601 von Pfarrer Heid angelegte Kirchenbuch aus dem brennenden Pfarrhaus retten, während die anderen Bücher und die alten Akten dem Brand zum Opfer fielen. Weyer war lange eigenständige Bürgermeisterei bzw. Gemeinde, ehe das Dorf im Zuge der kommunalen Neugliederung 1969 – 1975 Teil der heutigen Stadt Mechernich wurde.
Wie ein Abstrich in Nase und Rachen richtig ausgeführt wird, lernten die Soldatinnen und Soldaten durch erfahrene DRK-Mitarbeiter. Foto: U. Klein / Kreisverwaltung
Euskirchen, 01.02.2021 – 26 Soldatinnen und Soldaten unterstützen Seniorenheime. Schulung durch DRK. Die Bundeswehr bleibt in der Pandemiebekämpfung ein starker Partner für den Kreis Euskirchen: Am Montagmorgen begrüßte Landrat Markus Ramers ein Kontingent von weiteren 26 Soldatinnen und Soldaten. Sie werden ab sofort in Senioreneinrichtungen im Kreisgebiet eingesetzt, um das dortige Personal bei den Schnelltests zu unterstützen.
Nach der Begrüßung durch Landrat Markus Ramers (Mitte) übernahm das DRK die Schulung der Soldatinnen und Soldaten. Foto: W. Andres / Kreisverwaltung
Neun Seniorenheime hatten beim Kreis Euskirchen einen Bedarf zur Unterstützung durch die Bundeswehr bei Corona-Schnelltests angemeldet. Deshalb helfen die Soldatinnen und Soldaten ab heute beim Testen von Besuchern, Personal und Dienstleistern wie Handwerkern. „Die Bundeswehr unterstützt uns ja bereits seit Längerem bei der Kontaktnachverfolgung und auch im regionalen Impfzentrum“, so Landrat Ramers. „Ich freue mich, dass wir jetzt Verstärkung für unsere Alten- und Pflegeheime begrüßen können.“
Vor ihrem „Schnelltest-Einsatz“ in den Heimen wurden die Soldatinnen und Soldaten im Kreishaus geschult. Dr. Heiner Schierbaum und Daniel Hermanns vom Deutschen Roten Kreuz erklärten das genaue Verfahren. Eine weitere Produktschulung folgte in den Heimen, da dort unterschiedliche Schnelltestsysteme im Einsatz sind.
213 Projekte von gemeinnützigen Vereinen und Institutionen unterstützte die Bürgerstiftung der Volksbank RheinAhrEifel rund um Geschäftsführer Bruno Jaeger (links) in 2020, darunter auch die Waldgruppe der Kindertageseinrichtung St. Remaclus in Waldorf im Kreis Ahrweiler. Foto: Caroline Hensiek/Volksbank RheinAhrEifel eG
Region/Koblenz/Rhein-Ahr-Eifel-Mosel – 01.02.2021 – Die Bürgerstiftung der Volksbank RheinAhrEifel eG hat ihre Bilanz 2020 vorgelegt. Sie unterstützte 213 Projekte von gemeinnützigen Vereinen und Institutionen im Geschäftsgebiet der Genossenschaftsbank. „Die Vereine standen im vergangenen Jahr durch die Corona-Krise vor großen finanziellen Herausforderungen, die bis heute anhalten. Durch unser Engagement ist es gelungen, die Folgen für die Vereine ein Stück weit abzumildern. Wir hoffen, dass 2021 ein wenig Normalität zurückkehrt und das Vereinsleben mit seinen vielseitigen Projekten und Veranstaltungen weitergeht“, so das Resümee von Stiftungsgeschäftsführer Bruno Jaeger.
Im Rahmen ihres Jahresprojekts verteilte die Bürgerstiftung der Volksbank RheinAhrEifel mehr als 7.000 kostenlose Notfalldosen an die Bevölkerung in der Region. Foto: Volksbank RheinAhrEifel eG
Rund 7.000 Notfalldosen verteilt
Im Rahmen ihres Jahresprojekts verteilte die Bürgerstiftung kostenlose Notfalldosen an die Bevölkerung. „Das Projekt war ein großer Erfolg. Die Menschen in der Region haben sich mehr als 7.000 Dosen in unserer Bank abgeholt. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Förderung des Gesundheitsweisens in der Region“, betont Bruno Jaeger. Sie enthält einen Zettel mit wichtigen Informationen für Rettungskräfte und wird zu Hause in der Kühlschranktür deponiert. Mit einem Aufkleber an der Innenseite der Haustür weist der Eigentümer darauf hin.
Vielfalt bei den geförderten Projekten
Trotz der Corona-Krise und den dadurch ausgefallenen Veranstaltungen waren die in 2020 geförderten Projekte vielfältig. Sie reichten von der Sanierung von Vereinsräumlichkeiten wie zum Beispiel beim Kinderschutzbund Kreis Ahrweiler, über finanzielle Hilfen für Inklusionsprojekte wie ein behindertengerechter Zugang zum Gelände des HTC Bad Neuenahr bis hin zu Naturschutzprojekten, darunter eine Steinsäule für die „Initiative Lebendige Moselweinberge“ in Winningen. Viele Vereine und Institutionen unterstützte die Bürgerstiftung bei Corona-Projekten. Der Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr erhielt 4.000 Euro für seine Tafeln. Hier gab es aufgrund der Coronakrise erhöhten Bedarf an Lebensmitteln. Dem Verein zur Heimatpflege in Antweiler spendete die Bürgerstiftung 1.500 Euro und sicherte damit den Fortbestand der Kammerkonzertreihe „Jahres-aus-Klang“.
Der Kapellenhof mit Hof und Wiese. Foto: Kapellenhof/Peter Doeppes
Manderscheid, 01.02.2021 – „Hurra, wir haben es wieder geschafft!“ – Während der Online-Preisverleihung der Beliebtesten Ferienhöfe am 27. Januar 2021 erhielt Familie Krämer vom Familienbauernhof Kapellenhof in Manderscheid die positive Nachricht, dass sie die Wahl zum “Beliebtesten Ferienhof” in Rheinland-Pfalz/Saarland auch dieses Jahr wieder gewinnen konnte.
Abendstimmung am Kapellenhof. Foto: Kapellenhof/Peter Doeppes
Der Kapellenhof aus Manderscheid darf sich dank eines Bewertungsdurchschnitts von 1,1 (sehr gut) über den ehrenwerten Titel freuen, der jährlich vom Landurlaubsportal LandReise.de vergeben wird. Neben dem Kapellenhof wurden bei der Online-Preisverleihung am 27. Januar 2021 noch 12 weitere Ferienhöfe aus Deutschland und europäischem Ausland ausgezeichnet.
Trotz der Coronapandemie und zeitweisen Einschränkungen beim Reisen ist es Familie Krämer im letzten Jahr gelungen, online auf LandReise.de genügend positive Bewertungen von Gästen zu erhalten, um mit dem Titel „Beliebtester Ferienhof Rheinland-Pfalz“ ausgezeichnet zu werden. Dabei wurden die herzliche Gastfreundschaft und eine leckere Beköstigung genauso positiv hervorgeben wie komfortable Unterkünfte und ein authentischer Hofalltag, der die ganze Familie begeistert.
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