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Eine der ältesten Kirchen der Eifel und des Rheinlands erstrahlt wieder

Fraukirch/Mendig – Festakt zum Abschluss der Außenrenovierung der Fraukirch – Alljährlich ist die Fraukirch das Ziel vieler Gäste. Sie reihen sich ein in die Schar der Gläubigen, die seit Jahrhunderten zur Wallfahrtskirche pilgern. Die Fraukirch ist eine der ältesten Kirchen der Eifel und des Rheinlands, denn sie kann auf eine über 1200-jährige Tradition zurückblicken. Zudem war sie vom Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert Versammlungsort für Gerichtstage der umliegenden Gemeinden. Hier wurden Urteile gesprochen und am Ende des Tages, so sagt man, gab es wieder reichlich Delikte, die beim nächsten Gerichtstag verhandelt werden mussten. Die Fraukirch und der Fraukircher Hof waren zuletzt gerade zur Fraukircher Kirmes ein Anziehungspunkt der die Menschen generationenübergreifend begeisterte. Hunderte strömten jedes Jahr Anfang August, um im Schatten des Kirchenbaus zu Tanzen und zu Feiern. „Die Fraukirch ist eines unserer wichtigen Denkmäler. Sie verkörpert rund zwölf Jahrhunderte Geschichte. Die Geschichte unserer Vorfahren“, ordnet Jörg Lempertz, Bürgermeister VG Mendig, die Bedeutung der Wallfahrtskirche ein, an der die Spuren der Zeit aber nicht Halt gemacht haben.

In den vergangenen Jahren wurde deshalb auf Initiative und mit finanzieller Unterstützung der Fraukircher Marienbruderschaft (Förderverein) in Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege des Bistums die Kirche renoviert. An der Wallfahrtskirche wurde die Portalfassade erneuert und an die Fassade des Kirchenschiffs angepasst. Rund 500.000 Euro wurden für die Renovierung veranschlagt – unter anderem kamen von der Fraukircher Marienbruderschaft 152.000 Euro und vom Bund 127.400 Euro aus Denkmalschutzmitteln. „Es ist für uns eine Herzensangelegenheit“, fasste Sandra Dietrich Fuchs, Vorsitzende der Fraukircher Marienbruderschaft, das Engagement in einem Satz zusammen.

Die Ansprache im Rahmen der kleinen Feierstunde hielt die CDU-Bundestagsabgeordnete Mechthild Heil, die das Engagement des Bundes für die Fraukirch begrüßte: „Die Fraukirch ist eine echte Landmarke.“ Denkmalschutz und Denkmalpflege seien zwar in erster Linie Aufgaben der Länder, der Erhalt wichtiger nationaler Kulturdenkmäler sei aber von jeher auch ein Schwerpunkt der Kulturpolitik des Bundes. Im Haushaltsjahr 2021, dem Jahr der Genehmigung, standen dafür 70 Millionen Euro zur Verfügung.

Baugeschichtliche Untersuchungen haben ergeben, dass die heutige Kirche auf den Fundamenten einer fränkischen Saalkirche aus dem 8. Jahrhundert steht. Nach einer Legende baute Pfalzgraf Siegfried, der zu dieser Zeit in Mayen residiert haben soll, die Kirche zum Dank für die Errettung seiner Frau Genoveva durch die Gottesmutter Maria. Das aus farbig gefasstem Tuff bestehende Altarbild aus dem Jahre 1667 zeigt die Genoveva-Legende. Ebenfalls befinden sich in der Kirche die ergänzten Originalteile des sogenannten Golokreuzes.

Die Kirche wurde urkundlich zum ersten Mal im 13. Jahrhundert erwähnt. Bis 1764 war sie Eigenkirche des Bischofes von Trier und ging dann an die Abtei Maria Laach über. 1804 erwarb ein Landwirt das Anwesen aus dem säkularisierten Klosterbesitz. Der Gutshof ist seitdem im Privatbesitz der Nachfahren. Die Fraukirch gehört seit einer Schenkung im Jahr 1906 zu der Pfarrgemeinde St. Johannes Thür.

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Öffentliche Bücherei Meckenheim eröffnet

Meckenheim – Medienbestand der „Bücherbrücke“ richtet sich an Leserinnen und Leser jeden Alters – Die Öffentliche Bücherei Meckenheim ist eröffnet. Nachdem die Kinder und Jugendlichen das umfangreiche Angebot schon seit Beginn der Sommerferien nutzen konnten, steht der komplette Medienbestand jetzt auch den erwachsenen Leserinnen und Lesern zur Verfügung. Im Beisein zahlreicher Gäste, darunter der Landtagsabgeordnete Jonathan Grunwald und die Meckenheimer Ehrenbürgerin Erika Meyer zu Drewer, durchtrennten Bürgermeister Holger Jung, Büchereileiterin Franzis Steinhauer, der Erste Beigeordnete Hans Dieter Wirtz und die städtische Fachbereichsleiterin Silvia Klemmer das rote Band und eröffneten damit den Meckenheimer Standort der interkommunalen Öffentlichen Bücherei Meckenheim/Alfter. Bei der vorangegangenen Eröffnung des Standortes Alfter war bereits der im Rahmen eines Namenswettbewerbs prämierte Titel für die Bücherei bekanntgegeben worden: Bücherbrücke – Öffentliche Bücherei Meckenheim/Alfter.

Bürgermeister Jung zeigte sich hocherfreut über die große Resonanz, sprach von einem feierlichen Akt und dankte allen, die zur interkommunalen Lösung und damit zum Erhalt der Bücherei am bekannten Standort beigetragen haben. Er nannte unter anderem die politischen Gremien, die durch ihre Beschlüsse das Konzept vorangebracht haben, das Land NRW und im Speziellen die Bezirksregierung Düsseldorf, die als Fördergeberinnen beiden Kommunen eine Zuwendung in Höhe von 202.179 Euro zur Verfügung stellen, den neu gegründeten und emsigen Förderverein LeseZeichen um seinen Vorsitzenden Christian Dürig und nicht zuletzt das hochmotivierte Team um die Büchereileiterin Franzis Steinhauer. „Ganz wichtig war von Beginn an das ehrenamtliche Engagement“, bekräftigte Jung. „Egal, ob die Arbeit des Fördervereins oder der Einsatz hinter der Büchereitheke beziehungsweise zwischen den Bücherregalen, ich bin total begeistert davon, wie viele Bürgerinnen und Bürger sich hier einbringen“, lobte der Bürgermeister. Allein 34 Ehrenamtliche helfen mit, der Förderverein zählt bereits nach wenigen Monaten seines Bestehens 85 Mitglieder.

Vor der Eröffnung der „Bücherbrücke – Öffentliche Bücherei Meckenheim/Alfter“ lag jedoch ein längerer Weg: Nach der Ankündigung des Erzbistums Köln im Sommer 2021, die finanzielle Förderung für sieben Vertragsbüchereien, darunter auch die Katholische Öffentliche Bücherei in Meckenheim, bis Ende letzten Jahres einzustellen, wurde politisch sehr schnell der Auftrag an die Verwaltung formuliert, die Öffentliche Bücherei in Meckenheim zu erhalten. Nachdem Versuche der Katholischen Kirchengemeinde, die Bücherei in Meckenheim in eigener Trägerschaft in Kooperation mit der Stadt aufrecht zu erhalten, gescheitert waren und auch der Vertrag in Alfter zwischen Kommune und Kirche nicht mehr verlängert werden konnte, wurden zunächst verwaltungsintern Überlegungen angestellt, zukünftig gemeinsame interkommunale Wege zur Fortführung der Büchereien zu gehen. Es folgte eine intensive Zeit der Vorbereitung dieses Vorhabens, die geprägt war von vielen Gesprächen und einer intensiven Beratung in den politischen Gremien. Am 13. Dezember 2023 fasste der Rat der Stadt Meckenheim schließlich den Beschluss zur Gründung der interkommunalen Öffentlichen Bücherei Meckenheim/Alfter mit zwei Standorten. Die Unterzeichnung des öffentlich-rechtlichen Vertrages zwischen der Stadt Meckenheim und der Gemeinde Alfter zur Neugründung der interkommunalen Öffentlichen Bücherei Meckenheim/Alfter erfolgte nur wenige Tage später am 18. Dezember 2023 durch die beiden Bürgermeister.

Die Wiedereröffnung der Öffentlichen Bücherei ist für die Stadt ein wichtiger Tag und ein starkes Zeichen für die Lese- und Medienkultur in Meckenheim. In finanziell schwierigen Zeiten ist es auch dank der Förderung durch das Land gelungen, an alt bekannter Stelle einen wichtigen Akzent in der Meckenheimer Bildungs- und Kulturlandschaft zu setzen.

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Puppentheater „Hilfe die Olchis kommen“ in der Kleinen Bühne im Kurpark Bad Neuenahr

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Die Kleine Bühne im Kurpark freut sich am Donnerstag, 22. August, auf viele kleine Gäste. Denn um 17 Uhr spielt das Figurentheater Köln das Stück „Hilfe die Olchis kommen“. Das Figurentheater Köln arbeitet mit hochwertigen Handpuppen, Stab- und Flachfiguren und hat es sich zur Aufgabe gemacht kindgerechte Inhalte mit einem qualitativen Spiel zu verbinden. Gegründet und bespielt wird es von Andreas Blaschke der seine Ausbildung im Hänneschen Theater in Köln absolvierte.

Eine spannende Geschichte rund um die Einwohner von Schmuddelfing erwartet alle Besucher an diesem Tag: Die Olchis leben in einer Höhle auf der Müllkippe von Schmuddelfing. Ihnen kann es gar nicht dreckig genug sein. Sie lieben Müll und Unrat, fressen am liebsten alten Autoreifen und fluchen „schleimeschlammig“ vor sich hin. Doch als der Bürgermeister des Städtchens Schmuddelfing auf die beinahe geniale Idee kommt, die Olchis als Müllschlucker einzusetzen, gibt es Probleme. Fliegenschiss und Olchi-Furz das Leben ist doch viel zu kurz.

Tickets zum Preis von 6 Euro für Kinder und 8 Euro für Erwachsene sind im Vorverkauf erhältlich unter ticket.ahrtal.de oder in den Tourist-Informationen Ahrweiler am Blankartshof und Bad Neuenahr im Kurpark.

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Aachener Kinder und Jugendliche gestalten mobilen Spielcontainer

Aachen – Acht Kinder und Jugendliche haben in den vergangenen Tagen die graue Fassade des mobilen Spielcontainers in der Großkölnstraße mit Streetart in eine bunte Unterwasserwelt verwandelt. Und seitdem begrüßen dort ein Oktopus, ein Delfin und andere Wassertiere die kleinen und großen Innenstadtbesucher*innen.

Die Künstler*innen Maren Hoch und Steph Neuberger leiteten die Kinder an vier Tagen in den Sommerferien an, eine eigene Streetart-Aktion umzusetzen. Sie sammelten mit ihnen Ideen, fertigten Skizzen in der Kunstwerkstatt des Ludwig Forums und setzten diese an drei Tagen vor Ort in einem großflächigen und farbenfrohen Gemälde in Mosaik-Optik um. „Es war eine wunderbare Woche mit den Kindern und Jugendlichen. Alle waren mit großem Engagement und viel Freude an der Gestaltung dabei und hatten Lust, Neues zu lernen. Mitten im öffentlichen Raum in der Innenstadt ein großes, eigenes Kunstwerk zu erschaffen, war für die Kinder und Jugendlichen ein tolles Erlebnis“, so die beiden Künstlerinnen.

Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen besuchte die Kinder während der Ferienaktion am Spielcontainer. „Es ist mir wichtig, die Innenstadt für Familien und Kinder noch attraktiver zu machen. Ich freue mich, dass unser mobiler Spielcontainer so gut angenommen wird und die Kinder ihn nun selbst mit ihren eigenen Ideen und nach ihren Wünschen gestalten konnten. Mein herzlicher Dank geht an die jungen Nachwuchskünstler*innen, die mit ihrer Kreativität ein so schönes Motiv geschaffen haben und die Straße bunter machen“, erklärte Sibylle Keupen.

Das Team der städtischen Taskforce Innenstadtmorgen hatte den mobilen Spielcontainer im November 2023 installiert, um zeitnah mehr Aufenthaltsqualität für Familien und Kinder in der Großkölnstraße zu schaffen. Zur Taskforce gehören Expert*innen unterschiedlicher Fachbereiche – wie zum Beispiel Wirtschaftsförderung, Stadtgestaltung, Klima und Umwelt –, die gemeinsam Maßnahmen zur Verbesserung der Situation in der Innenstadt entwickeln. In Kooperation mit dem Museumsdienst Aachen konnte die Gestaltung des Containers schließlich im Rahmen eines Ferienspielkurses ermöglicht werden.

Citymanager Kai Hennes betonte: „Von Spielmöglichkeiten über Mobiliar bis hin zu mehr Grün in den Fußgängerzonen – mobile Lösungen, wie wir sie mit der Taskforce umsetzen, haben den Vorteil, dass sie unkompliziert und zeitnah realisiert werden können. Wir testen, was an welcher Stelle funktioniert und können es gegebenenfalls verstetigen. Die Innenstadt wandelt sich, es ist viel in Bewegung. Da ist es von Vorteil, die Angebote und Situationen vor Ort flexibel anpassen zu können.“

 

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Starthilfe für die Lese- und Medienkultur in Meckenheim

Meckenheim – Bürgerstiftung und Hildegard und Arno Lückert-Stiftung unterstützen den Förderverein LeseZeichen der öffentlichen Bücherei – Die Bürgerstiftung Meckenheim und die ihr angegliederte Hildegard und Arno Lückert-Stiftung unterstützen den Förderverein LeseZeichen mit einer großzügigen Zuwendung. Während die Bürgerstiftung die Kinderbücherei mit einem Betrag in Höhe von 5.000 Euro fördert, steuert die Lückert-Stiftung 4.000 Euro für das Seniorenangebot des Meckenheimer Standortes der öffentlichen Bücherei Meckenheim/Alfter bei.

„Wir sind sehr dankbar und glücklich darüber, dass unsere städtische Bücherei in Ihrem Verein einen starken Partner und engagierten Förderer an ihrer Seite weiß. Mit Ihrer Arbeit setzen Sie ein deutliches Zeichen für die Lese- und Medienkultur in Meckenheim“, würdigt Bürgermeister Holger Jung in seiner Funktion als Vorsitzender des Stiftungsvorstandes der Bürgerstiftung den Förderverein und dessen Einsatz. Der Bürgerstiftung sei es eine Herzensangelegenheit, in die Bildung junger Menschen zu investieren, so Jung. Die Arbeit der Lückert-Stiftung zielt darauf ab, die Lebensqualität älterer Menschen zu erhalten und zu verbessern.

Christian Dürig, erster Vorsitzender von LeseZeichen, bedankt sich im Namen des gesamten Fördervereins für die „sehr großzügige Starthilfe. Insbesondere in der Anfangsphase benötigt die neue öffentliche Bücherei vieles, was durch diese Förderung beschafft werden kann. Damit wird die Bücherei sicherlich attraktiver und gerade die jungen Leserinnen und Leser sowie die Seniorinnen und Senioren können als wichtige Zielgruppen besser erreicht und angesprochen werden“, sagt Dürig.

Der im Frühjahr gegründete Verein fördert mit seiner Arbeit die Lese- und Medienkultur in Meckenheim. Er will durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Aktionen dazu beitragen, Bücher und andere Medien wie Spiele, Hörbücher, Audioboxen, Filme oder Streaming-Angebote für die Bücherei zu finanzieren, um die Auswahl für die Nutzerinnen und Nutzer noch vielfältiger zu gestalten. Eine weitere Aufgabe sieht LeseZeichen darin, das Büchereiangebot in der Stadt immer wieder, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, zu präsentieren. Ziel ist es, das Interesse aller Bürgerinnen und Bürger an der Bücherei zu wecken und auszubauen. Der Förderverein freut sich über Unterstützung. Weitere Mitglieder sind immer willkommen. Mitgliedsanträge liegen im Rathausfoyer an der Infothek aus oder können per E-Mail über kontakt@lesezeichen-meckenheim.de angefordert werden.

Franzis Steinhauer, Leiterin der Bücherbrücke Öffentliche Bücherei Meckenheim/Alfter, zeigte sich sehr begeistert über die großzügigen Spenden der beiden Stiftungen für ihre Einrichtung. Sie freut sich schon jetzt darüber, das Geld in Medien und Mobiliar investieren zu können. Gemeinsam mit Bürgermeister Holger Jung betonten beide, dass sie in der Altstadt für die Bürgerinnen und Bürger einen tollen Ort der Begegnung, der gemütlich ist und zum Verweilen einlädt, schaffen wollen. In unserer Gesellschaft gäbe es große Einsamkeit, der beide entgegenarbeiten wollen.

Interessierte finden die öffentliche Bücherei Meckenheim/Alfter im Internet unter: www.buecherei-meckenheim-alfter.de.

Informationen über die Bürgerstiftung Meckenheim und die Hildegard und Arno Lückert-Stiftung stehen auf der städtischen Homepage www.meckenheim.de und dort in der rechten Spalte unter „Stiftungen in Meckenheim“.

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LVR-Freilichtmuseum Kommern – Die „ZeitBlende“ entführt dieses Mal ins Jahr 1974

Mechernich-Kommern – Am 17. und 18. August ist es wieder so weit: Das LVR-Freilichtmuseum Kommern erinnert mit seiner Retro-Veranstaltung „ZeitBlende 1974“ an das Leben vor 50 Jahren. Wie jedes Jahr, erwartet die Gäste wieder ein vielfältiges und spannendes Programm für Groß und Klein. Unter anderem können sich die Besucherinnen und Besucher auf eine Ausstellung mit rund 200 Oldtimern, die im damaligen Straßenbild zu sehen waren, freuen.

Erneut dabei sein wird auch der „Historische Campingplatz“. In diesem Jahr werden erstmalig über vierzig Wohnmobile, Zelte und Wohnwagen zu bestaunen sein. Ganz in der Nähe des Campingplatzes steht auch die bekannte „Tatort-Bude“ und versorgt die Gäste mit zeittypischen Leckereien.

Auch viele Mitmach- und Bastelaktionen stehen auf dem Programm:

In Düren fand 1974 die erste Weltmeisterschaft im Kirschkernweitspucken statt. Wer in dieser Sportart auch einmal sein Glück versuchen möchte, hat an diesem Wochenende die Gelegenheit dazu. Das Team der Dürener Ur-Version, welches sich auch heute noch größter Beliebtheit erfreut, führt die Aktion im Freilichtmuseum Kommern durch.

Bobby-Car-Station, Torwandschießen und Bastelaktionen zu den Themen Monchichi und Barbapapa sorgen zusätzliche für Abwechslung.

Neben dem bekannten Geschichtsweg, also der Outdoor-Ausstellung zum Jahr 1974 und der Fotoausstellung zum Thema Urlaub, wird dieses Jahr erstmalig eine Möbelausstellung vorhanden sein. Hier wurde der Fokus auf ausgefallen Möbelstücke gelegt, die so nicht in den Gebäuden der Baugruppe Marktplatz Rheinland zu sehen sind.

Im Gelände sind die Akteure der „Gespielten Geschichte“ zur Zeitblende 1974 natürlich auch unterwegs. Neben einem gespielten Ehepaar, welches die Möbelausstellung in den Kontext setzt, sind die Avon-Beraterin, der „Dorfpolizist“ und der Camping-Platzwart vor Ort.

Auf der Bühne wird die ABBA-Tribute Band „4 SWEDES“ die besten Hits der Kult-Band zum Besten geben und erinnert somit an den Sieg des 19. Eurovision Song Contests im Jahr 1974. Der DJ Volkmar Hess und der Gitarrist Paul Radau sowie die bekannten „Holly Hoppers“ runden das musikalische Konzept ab.

Wer von dem Programm hungrig geworden ist, kann sich in der Museumsgastronomie durch die für die Zeit typischen Gerichte auf der Speisekarte probieren. Erstmals, nach langer Schließung, ist zur passenden Veranstaltung auch die Gaststätte Watteler wieder geöffnet.

Daneben gibt es eine „Cocktail-“, sowie eine „Milchbar“, und Grillwurst an der historischen Vosen-Bude. Auch der Förderverein des LVR-Freilichtmuseums Kommern sorgt an mehreren Ständen für das leibliche Wohl.

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist der Eintritt frei.

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Wartungsarbeiten – Die Eifelschau optimiert die User Experience

Region/Weiler – In der Zeit vom 05. August mittags bis voraussichtlich 09. August 2024 mittags führt die Eifelschau Wartungsarbeiten und Optimierungen an den IT-Systemen durch. In diesem Zeitraum können daher keine aktuellen Beiträge veröffentlicht werden.

Ab dem 10. August 2024 nachmittags bieten wir unseren Leserinnen und Lesern sowie unseren Werbepartnern wieder das bestmögliche Erlebnis. Wir bitten um  Ihr Verständnis.

Ihr Eifelschau-Team

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„Eifeler Miss Marple“ auf der Mosel

Mechernich/Hillesheim – Neuer Eifel-Krimi „Vertrau mir nicht“ von Andrea Revers entführt an Bord eines Kreuzfahrtschiffes – Mord, Intrigen und Vertrauensverlust – Premierenlesung bei Krimifestival „Nordeifel Mordeifel“ – Mit Witz, sprödem Charme und einer ordentlichen Portion Spürsinn ermittelt Frederike Suttner als „Eifeler Miss Marple“. Die ungewöhnliche Ermittlerin bietet auch in ihrem fünften Fall wieder Spannung nach Agatha-Christie-Manier.

„Die Mörderjagd an Bord eines Moselschiffs entwickelt sich zu einem fesselnden Versteckspiel im sanften Rhythmus der Wellen. Die Autorin widmet sich mit Spannung und Humor dem durchaus ernsten Thema Vertrauensverlust, ohne ins Düstere abzugleiten. Ein echter Wohlfühl-Krimi aus der Eifel“, schreibt der Hillesheimer KBV-Verlag zum neuen Kriminalroman „Vertrau mir nicht“ der Autorin Andrea Revers.

„Wem kann sie noch vertrauen?“

Zur Handlung schreibt die Autorin: „Als die pensionierte Kommissarin Frederike gerade in ihrem Eifeler Bauerngarten den Brennnesseln und dem Giersch zu Leibe rückt, tritt unerwartet das BKA in Person der jungen Leonie Jansen auf den Plan und bittet sie um Unterstützung. Die Abwechslung kommt Frederike gerade recht, und so erklärt sie sich bereit, den Lockvogel für eine Betrügerbande zu spielen, die es auf Senioren abgesehen hat.

Als reiche Rentnerin ausstaffiert, geht sie an Bord des Mosel-Kreuzfahrtschiffs Wilma. Rückendeckung bekommt sie von ihrem Freund Willi, dem forensischen Psychologen. Als eines Morgens der junge Barkeeper Claudio tot aufgefunden wird, überschlagen sich die Ereignisse. War das wirklich ein Unfall? Frederike hat da so ihre Zweifel.

Zu allem Überfluss wird bei ihr zu Hause eingebrochen, und dann ist auch noch Willi wie vom Erdboden verschluckt. Frederike fühlt sich hilflos. Wem kann sie noch vertrauen?“

Lesung bei „Nordeifel Mordeifel“

Wer möchte, kann auch der „tödlichen Premieren-Lesung im Glashaus“ im Rahmen des Krimifestivals „Nordeifel Mordeifel 2024“ beiwohnen. Statt findet sie am Montag, 2. September, um 19.30 Uhr im „Markt K9“ (Marktstraße 20, Bad Münstereifel). Einlass ist ab 19 Uhr, eine Karte kostet im Vorverkauf neun Euro inklusive Begrüßungsgetränk.

Der Ticketvorverkauf läuft unter www.ticket-regional.de/nordeifel-mordeifel, weitere Infos gibt´s telefonisch unter (0 24 41) 99 45 70.

Über die Autorin

Andrea Revers wurde 1961 in Brühl/Rheinland geboren. Sie ist Diplom- Psychologin, studierte Publizistik und Kommunikations-wissenschaften und machte eine Ausbildung zur Journalistin und Marketing-Beraterin.

Sie lebt in der Eifel und widmet sich nach langjähriger Tätigkeit als Management-Trainerin und Coach nun voll und ganz dem Schreiben. Sie verfasste Bücher, Fachartikel und zahlreiche Kurzkrimis.

2011 wurde sie für den »Deutschen Kurzkrimipreis« nominiert. „Ihre Romanreihe um die Ex-Kommissarin Frederike Suttner hat der Palette der Eifelkrimi-Literatur eine neue Farbe hinzugefügt und umfasst nun bereits fünf Bände“, so der KBV-Verlag.

www.andrearevers.de

„Vertrau mir nicht“, Andrea Revers, Taschenbuch, 300 Seiten, ISBN: 978-3-95441-696-7, 14 Euro (D)

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Borderland Residencies im Ludwig Forum Aachen

Aachen – Das Ludwig Forum Aachen freut sich, zum zweiten Mal Teil des länderübergreifenden Netzwerkprogramms Borderland Residencies zu sein und in diesem Jahr die Künstlerin und Filmemacherin Ayo Akingbade sowie das Kollektiv Apparatus 22 als Artist-in-Residents im Museum zu begrüßen. Neben der finanziellen Unterstützung von Stipendien, kurzfristigen künstlerischen Interventionen und Koproduktionen, bietet das Programm allen Stipendiat*innen auch die Möglichkeit einer beruflichen und länderübergreifenden Vernetzung, der Vertiefung der eigenen künstlerischen Praxis sowie Möglichkeiten zur Präsentation von Arbeiten in der Euregio.

In diesem Jahr begrüßt das Ludwig Forum Aachen zwei Stipendiat*innen im Rahmen seiner Kooperation mit Borderland Residencies. Die in London lebende Künstlerin und Filmemacherin Ayo Akingbade sowie das in Brüssel und Bukarest ansässige Kollektiv Apparatus 22 werden sich jeweils drei Monate lang vor Ort mit ihren aktuellen Recherchen auseinandersetzen und dabei den spezifischen Kontext der Stadt und der umliegenden Region sowie des Museums selbst erforschen.

Ayo Akingbade arbeitet vor allem mit Film und Installation, um Themen wie Macht, Urbanismus und Haltung zu behandeln. Ihre Arbeiten dokumentieren häufig Erfahrungen mit dem raschen sozialen Wandel ihrer Geburtsstadt London und bewegen sich zwischen experimentellen Filmessays, Dokumentarfilmen und traditionelleren Erzählungen, die auf dem Einsatz von radikalem Geschichtenerzählen begründet sind. Akingbade interessiert sich besonders für die Dissonanzen, die zwischen Selbstdarstellung und Selbstinszenierung entstehen, die sie zuletzt in Selbstporträts und Druckgrafiken erforscht hat. Ihre Arbeiten wurden kürzlich im Barbican Centre, London und beim Internationalen Filmfestival in Rotterdam gezeigt. Ihre erste große institutionelle Einzelausstellung, Show Me The World Mister, wurde im November 2022 in der Chisenhale Gallery in London eröffnet und wird auch noch in diesem Jahr in unterschiedlichen Stationen zu sehen sein, wie u.a. bei Spike Island, Bristol und bei Whitworth, University of Manchester.

Ayo Akingbades Aufenthalt in Aachen wird Mitte September dieses Jahres beginnen. In den folgenden drei Monaten wird sie sich mit der Geschichte der Aachener Thermalquellen und der Wasserökologie befassen, um ihre Recherchen für die Arbeit an einem Drehbuch zu nutzen.

Apparatus 22 (RO/BE/utopisches Gebiet Suprainfinit) ist ein Kollektiv von Tagträumer*innen, Weltbürger*innen, Forscher*innen, poetischen Aktivist*innen und (gescheiterten) Zukunftsforscher*innen, das im Januar 2011 von den aktuellen Mitgliedern Erika Olea, Maria Farcas, Dragos Olea zusammen mit Ioana Nemeș (1979 – 2011) in Bukarest, Rumänien, gegründet wurde. Seit Anfang 2015 arbeiten sie zwischen Bukarest, Brüssel und dem utopischen SUPRAINFINIT-Universum.

In ihren sehr unterschiedlichen Arbeiten – Installationen, Performances, textbasierte Formen – vermischt sich Realität mit Fiktion und Erzählung und verschmilzt mit einem kritischen Ansatz, der Fachkenntnisse und Erfahrungen aus Design, Soziologie, Literatur und Wirtschaft einbezieht. Angeregt durch den sehr spezifischen Kontext des Ludwig Forum Aachen, wird das Apparatus 22 Kollektiv während des Aufenthalts an einer Reihe von wichtigen Fragen zu ihrer Langzeitserie Positive Tension (in the air) arbeiten, die darauf abzielt, kritische Gespräche und ungewöhnliche Denkanstöße, Tagträume und Veränderungsprozesse zu und über Kunstinstitutionen zu eröffnen. Zwischen dem 15. September 2024 und dem 15. März 2025 wird jedes Mitglied des Kollektivs für einen Monat im Ludwig Forum Aachen zu Gast sein.

Die Arbeit von Apparatus 22 wurde in zahlreichen Ausstellungen präsentiert, u.a. auf der Biennale di Venezia 2013 (IT), Kunsthalle Wien (AT), Museion, Bozen (IT), TRIUMF AMIRIA. Museum of Queer Culture (RO), CIVA, Brüssel (BE), MUMOK, Wien (AT), Akademie Schloss Solitude, Stuttgart (DE), Ujazdowski Castle – CCA, Warschau (PL), Survival Kit Festival, LCCA Riga (LV), Autostrada Bienniale Prizren (XK), TIME MACHINE BIENNIAL OF CONTEMPORARY ART, D-0 ARK UNDERGROUND, Konji (BIH), sowie kürzlich im SMAK Gent (BE), in der Bundeskunsthalle, Bonn (DE), Museum für zeitgenössische Kunst (MNAC), Bukarest (RO), Mannheimer Kunsthalle (DE), Museum für zeitgenössische Kunst Roskilde (DK), West, Den Hague (NL) und in der Kunsthal Gent (BE).

Die zentrale Eröffnungsveranstaltung der Borderland Residencies 2024/2025 findet am Montag, den 02.09.2024 von 12 bis 21 Uhr in der Jan van Eyck Akademie in Maastricht statt.

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Ein Blick hinter die Klostermauern – Die Manufakturen der Benediktinerabtei Maria Laach

Maria Laach – „Bete und arbeite“ (Ora et labora) ist seit Jahrhunderten der Lebensgrundsatz der Benediktinermönche. In der Abtei Maria Laach wird das in spiritueller und in handwerklicher Weise sichtbar. Letzteres konnte eine Gruppe der Arbeitsgemeinschaft (AG) Laacher See, Ausrichter der Kultur- und Erlebniswoche „Nacht der Vulkane“, um Sebastian Busch, Jörg Lempertz und Johannes Bell, Bürgermeister der Verbandsgemeinden Pellenz, Mendig und Brohltal, in den Manufakturen und  den sogenannten „Inneren Betrieben“ Laachs jetzt in Augenschein nehmen.

Die Benediktinerabtei Maria Laach ist mehr als Kirche und Kloster. Sie steht auch für wirtschaftliche Betriebsamkeit. Am augenfälligsten ist das am Seehotel, der Klostergaststätte, der Gärtnerei und der Buch- und Kunsthandlung festzumachen. Aber hinter den Klostermauern gibt es noch viel mehr zu den entdecken: die Manufakturen. Der Rundgang im Rahmen des Maria Laach-Tags der „Nacht der Vulkane“ startete in der Kunst-Schmiede, setzte sich in der Holz- und die Keramikmanufaktur fort und endete bei einer Auswahl an Produkten der Genussmanufaktur.

In den vergangenen Jahren rückte die Keramikmanufaktur medial immer wieder in den Fokus. So wie es bereits Anfang des 20. Jahrhunderts war, als Theodor Bogler in Maria Laach nach den Prinzipien des Bauhaus Gebrauchskeramik erschuf. Getreu der Bauhaus-Maxime „Schön, funktional und einfach“ hat es Bruder Stephan Oppermann OSB mit seinen Mitarbeiterinnen geschafft diese Tradition und damit ein einzigartiges Kulturgut zu beleben und modern zu gestalten. Die Herstellung erfolgt ausschließlich von Hand – vom Aufschlagen des Tons – circa 19 Tonnen im Jahr – bis zur filigranen Bemalung und Glasur. Und zwar so gut, dass die Werkstatt aus allen Nähten platzt und die Keramikmanufaktur bald in neue Räumlichkeiten umzieht.

Darüber hinaus gab es noch Abstecher zu den „Inneren Betrieben“. Dazu gehören die eigene Trinkwasserversorgung sowie die Versorgung mit Wärme und Strom. Ein Beispiel: Der Strombedarf lag, laut Steffen Steckbauer, 2023 bei circa 1,7 Millionen Kilowattstunden (kWh). Diese wurden zu 65 Prozent von den zwei Blockheizkraftwerken (BHKWs) und zu drei Prozent durch eine neue Photovoltaik-Anlage gedeckt.

„Es war ein toller Blick hinter die Kulissen. Die Manufakturen stehen für Qualität, handwerkliches Können und sind ein wichtiger Teil der Tradition in der Abtei Maria Laach. Und auch die interne Bereitstellung von Wasser, Wärme und Strom ist beeindruckend“, so Jörg Lempertz, Bürgermeister VG Mendig.