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Mit 9-Euro-Ticket den ÖPNV in MYK erkunden

Region/Mayen-KoblenzDeutschlandweit geplantes Angebot eröffnet Chance, das eigene Auto stehen zu lassen und in den Linienverkehr hineinzuschnuppern. In den Sommermonaten Juni, Juli und August soll das deutschlandweit geplante 9-Euro-Ticket für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) allen voran Pendler aufgrund der hohen Energie- und Kraftstoffpreise entlasten.

„Doch es kann noch mehr“, sagt Landrat Dr. Alexander Saftig. „Das Ticket bietet Autofahrern die unkomplizierte und kostengünstige Möglichkeit, in den ÖPNV reinzuschnuppern, den eigenen Pkw stehen zu lassen und sich so selbst ein Bild vom ausgebauten Angebot im Landkreis Mayen-Koblenz mit all seinen neuen Buslinien und Zielen, der dichten Taktung und den unzähligen Umsteigemöglichkeiten zu machen.“ Seit dem Start des überarbeiteten Konzeptes im Dezember besteht das Mayen-Koblenzer ÖPNV-Netz aus mehr als 60 aufeinander abgestimmten Einzellinien.

Neben dem Ausbau bewährter Verbindungen haben mit dem ÖPNV-Konzept auch neue Buslinien im Landkreis Einzug gehalten. Eine davon ist beispielsweise die Linie 154, die in der Verbandsgemeinde Vallendar erstmals die Insel Niederwerth mit dem ÖPNV verbindet. Eingesetzt wird ein Kleinbus, der sogar sonntags im Stundentakt verkehrt. So wie in Niederwerth wurde das neue Busangebot im gesamten Landkreis unter Berücksichtigung zahlreicher Hinweise aus den Orts- und Verbandsgemeinden erstellt. „Zu Recht haben viele Gemeinden in der Vergangenheit über seltenen Busverkehr und unzureichende Anbindungen geklagt. Das neue ÖPNV-Konzept trägt daher den geäußerten Wünschen nach mehr und besserer Mobilität Rechnung und wird auch den gestiegenen Ansprüchen der Fahrgäste an einen erweiterten Fahrplan, an neue Verbindungen und an eine gehobene Fahrzeugausstattung in den Bussen gerecht“, erläutert der Landrat. Grundsätzlich bringt das neue Linienbündelungskonzept jetzt einen 60-Minunten-Takt im Landkreis Mayen-Koblenz mit sich. Rund um die Stadt Koblenz verdichtet sich das Angebot sogar auf einen 30-Minuten-Takt und schließt damit zuletzt vorhandene Lücken.

Insgesamt gibt es die fünf Linienbündel Maifeld, linke Rheinseite, Pellenz, rechte Rheinseite und Vordereifel. Neben den zahlreichen Direktverbindungen ist auch das Umsteigen komfortabler geworden. Wesentlicher Bestandteil dafür sind die sogenannten Knotenpunkte, an denen Busse unterschiedlicher Linien getaktet aufeinandertreffen und so einen Umstieg auf andere Linien ermöglichen. „Damals war es oft so, dass die einen Busse weggefahren sind, bevor andere an der Haltestelle standen. Das sorgte dafür, dass man ewig unterwegs war oder die Nutzung des ÖPNV erst gar nicht in Betracht zog“, sagt Landrat Saftig. Mittlerweile bietet ein großes getaktetes Netz den Bürgern zahlreiche erreichbare Ziele und das in einer akzeptablen Fahrzeit.

Auch die innerstädtischen Erschließungen in Bendorf, Vallendar, Andernach, Mendig, Mayen und Weißenthurm haben sich stark verbessert. Die neuen Freizeitbusse, die touristische Highlights und besondere Einrichtungen des Landkreises erschließen, sind ein zusätzliches Angebot. Einer dieser Freizeitbusse verbindet beispielsweise Mayen, das Schloss Bürresheim, den Riedener Waldsee, den Laacher See und Andernach mit einer Direktverbindung. Bei zahlreichen Wanderwegen, an den Erlebniswelten Grubenfeld oder in Andernach am Geysir gibt es zusätzliche Stopps. An der Mosel wurden im neuen Konzept erstmals beide Flussseiten außerhalb des Schülerverkehrs miteinander verbunden und auch die Radbeförderungskapazitäten ist ausgeweitet worden. Das Mayener Krankenhaus ist durch die neue Linienführung und eine neue Haltestelle deutlich besser zu erreichen. Von den Städten Bendorf und Vallendar aus gibt es eine Direktverbindung zu Ikea, zum Verwaltungszentrum in Koblenz-Moselweiß und zur Universität.

Alle wichtigen Auskünfte zu den Fahrplänen gibt es im Internet unter www.vrminfo.de/fahrplan

 

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Fluthilfe Ahrtal – Katar unterstützt Neubau von Kinderfußball-Plätzen mit einer Million Euro

Region/Ahrweiler/Koblenz – Die Fußballvereine im Ahrtal und daran angrenzenden Gebieten wurden von der Flutkatastrophe 2021 hart getroffen. Ganze Plätze wurden vom Wasser weggespült, Vereinsheime vollständig zerstört. Tore, Banden und Zäune gibt es nicht mehr. Insgesamt haben rund 100 Sportvereine in Rheinland-Pfalz Flutschäden gemeldet. Ganz besonders getroffen sind die fußballbegeisterten Kinder, die ihre Spiel- und Trainingsmöglichkeiten „vor der Haustüre“ verloren haben und nun weite Wege zu Ausweichplätzen auf sich nehmen müssen, weshalb die Gefahr besteht, dass diese dem Fußball verloren gehen.

Deshalb hat die Stiftung des Fußballverbandes Rheinland (FVR) „Fußball hilft!“ das Sonderprojekt „Kinderfußballfelder“ initiiert und befindet sich derzeit in Gesprächen mit acht möglichen Standorten für solche Kleinspielfelder. Ziel ist, dass möglichst schnell gerade die jungen Aktiven wieder gut und ortsnah trainieren können. Dabei steht nicht in erster Linie die fußballerische Leistung im Fokus, sondern es soll ein Beitrag geleistet werden, das mangels Sportplatz oft noch brachliegende Vereinsleben zu reaktivieren.  Der Vorsitzende des Stiftungsvorstandes und FVR-Präsident Walter Desch betont: „Unsere Fußballvereine sind auf Hilfe angewiesen, um auch in Zukunft ihre wichtigen Aufgaben, speziell auch im Jugendbereich, erfüllen zu können“.

WM 2022-Ausrichter Katar unterstützt den Wiederaufbau der Fußballvereine in den betroffenen Gebieten mit einer Million Euro. Damit können insbesondere auch Kinderfußballfelder gebaut werden. Zudem kann auch in den Wiederaufbau von Vereinsheimen und weiterer, wichtiger Infrastruktur investiert werden. Walter Desch dazu: „Mit einem solchen Spendenbetrag kommen wir einen großen Schritt voran. Katar ist ein großer Förderer des Fußballs, und es freut uns, dass unsere Vereine profitieren werden.“ Seine Exzellenz, der Botschafter des Staates Katar in der Bundesrepublik Deutschland, Abdullah Bin Mohammed bin Saud Al-Thani, erklärt: „Sport spielt eine wichtige Rolle bei der Förderung von Frieden und Entwicklung, der Achtung der Menschenrechte und der Stärkung der Rolle von Frauen und Mädchen – und insbesondere der Fußball, da er weltweit beliebt ist.“

Für die Zukunft ist auch eine fußballerische Zusammenarbeit zwischen dem Fußballverband Rheinland und dem Fußballverband Qatars mit gemeinsamen Trainingscamps und Turnieren angedacht. Schon heute pflegt der FVR eine Zusammenarbeit mit Ungarn, Norwegen und Ruanda und kann deshalb auf einen reichen Erfahrungsschatz bei internationalen Kontakten im Jugendbereich zurückgreifen. „Nun könnte Katar als erstes arabisches Partnerland, auch mit dem Austausch von Mädchenmannschaften, hinzukommen“, sagt Desch. Auch dem Botschafter Katars in Berlin, Abdulla Bin Mohammed bin Saud Al-Thani, liegt dieses Projekt am Herzen: „Beim Fußball steht immer das nächste Spiel im Fokus. Dafür trainieren auch die Kinder und so haben wir zusammen spielerisch die Zukunft im Blick. Ich freue mich bereits sehr auf das erste gemeinschaftliche Trainingscamp. Dank gilt allen Vereinsaktiven, die den Wiederaufbau der Fußballplätze möglich machen.“

Der Scheck wurde symbolisch übergeben am gestrigen Montag, 16. Mai, auf dem Vereinsgelände des SV Hönningen im Landkreis Ahrweiler.

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Premiere – VRS, AVV und NVR läuten die Glocke zur 1. Mobilitäts-Akademie – Jülich ist dabei

Jülich/Köln – Mehr als 200 Besucher*innen informieren sich zum Portfolio von VRS, AVV und NVR. In der „Halle Tor 2“ stand am Dienstag, 03. Mai das Fach „Mobilitätswende“ auf dem Stundenplan: Dort hat die 1. Mobilitätsakademie unter dem Motto „Gemeinsam die Zukunft der Mobilität im Rheinland gestalten“ stattgefunden. Erstmalig gemeinsam haben der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS), der Aachener Verkehrsverbund (AVV) und der Nahverkehr Rheinland (NVR) Besucher*innen vorgestellt, was in der Region bereits alles unternommen wird, um die Mobilitätswende voranzutreiben. Im Sinne des Klimaschutzes und im Sinne der Menschen, die im Großraum Köln – Bonn – Aachen leben. Etwa 250 Interessierte haben an der Mobilitätsakademie teilgenommen. Projektmitarbeiter*innen und Vertreter*innen der Partner von VRS, AVV und NVR haben im Rahmen eines Infomarktes, mit Vorträgen und in Workshops die neuesten Entwicklungen aus den Bereichen Tarif, Fahrzeuge, vernetzte Mobilität und vielen mehr vorgestellt, die heute bereits im Rheinland angewendet werden.

Voran geht es nur gemeinsam
Bevor sich die Besucherinnen und Besucher auf eine Entdeckungstour durch das Portfolio von VRS, AVV und NVR machten, begrüßten die Geschäftsführer Dr. Norbert Reinkober (VRS/NVR) und Hans-Peter Geulen (AVV) die Interessierten. „Die Mobilitätswende ist eine große Herausforderung und bietet zugleich große Chancen“, betonte Dr. Norbert Reinkober. „Abwarten gilt nicht mehr, die Pflöcke für eine nachhaltigere Mobilität müssen heute eingeschlagen werden. Wir von VRS, AVV und NVR sind da gemeinsam dran und wir sind stolz, Ihnen heute schon viele Projekte präsentieren zu können, die im Rheinland bereits existieren und hier die Mobilität von morgen prägen werden. Handfeste Anerkennung unserer Arbeit ist die Verleihung des Deutschen Verkehrswendepreises an das Zukunftsnetz Mobilität NRW, dessen Geschäftsstelle beim VRS angesiedelt ist.“ Hans-Peter Geulen ergänzte: „Im Sinne des Klimaschutzes eine neue Mobilität zu schaffen, das kann uns nur gemeinsam gelingen. Wir sind zusammen auf dem Weg vom Verkehrs- zum Mobilitätsverbund und müssen diesen Transformationsprozess in enger Abstimmung mit dem Land, den Kommunen und den Verkehrsunternehmen weiter mutig gestalten. Unsere Partner können dabei von einer Vielzahl an Instrumenten, Austauschformaten und Konzepten konkret profitieren.“

Was braucht die Mobilitätswende?
Die Geschäftsführer betonten: Mit dem reinen Ausbau des ÖPNV ist die Mobilitätswende nicht zu schaffen. Stattdessen müssen auch sogenannte Push-Faktoren wie der neue Zuschnitt öffentlicher Räume und eine Parkraumbewirtschaftung umgesetzt werden. Nur so sei die von der Politik gewünschte Verdopplung der Fahrgastzahlen bis Ende des Jahrzehnts zu erreichen. Zudem komme es entscheidend auf die finanzielle Ausstattung des ÖPNV an. Der VRS lässt aktuell im Rahmen einer Studie untersuchen, wie sich die Finanzierung des Öffentlichen Verkehrs auf eine breitere Basis stellen lässt. Ziel ist es, die Fahrgäste, die durch die Ticketkäufe bislang rund 75 Prozent der Kostendeckung des ÖPNV im VRS bestreiten, zu entlasten. Etwa durch eine größere, dauerhafte Beteiligung von Bund und Land oder auch durch eine Nutznießerfinanzierung, bei der Arbeitgeber*innen, Vermieter*innen oder Geschäftsleute, die von einer guten ÖPNV-Anbindung profitieren, in die Pflicht genommen werden könnten, sofern der politische Wille dazu besteht. Der AVV hat eine vergleichbare Studie bereits durchgeführt und deren Ergebnisse auf der Mobilitätsakademie vorgestellt. Wichtigste Erkenntnisse für das Gebiet des AVV: Für eine erfolgreiche Mobilitätswende braucht es vor allem den Ausbau des ÖPNV für ein dichteres Angebot und eine deutlich bessere finanzielle Ausstattung.

Stadt Jülich stellt Mobilitätsprojekte vor
Für die Stadt Jülich hat die Mobilitätsbeauftragte Claudia Tonić-Cober in Zusammenarbeit mit Andrea Fromberg, Planungsbüro VIA, die Arbeit rund um die kommunale Mobilitätswende vorgestellt. Im Fokus stand der „Fußverkehrs-Check NRW“, der unter Kommunen besonders beliebt ist. Dieses Format unterstützt die kommunalen Verkehrskonzepte mit mehreren Bausteinen. Mit dem „Fußverkehrs-Check NRW“ begleitet das Verkehrsministerium des Landes NRW zusammen mit dem Zukunftsnetz Mobilität NRW Kommunen dabei, den Stand ihres Fußverkehrs professionell unter die Lupe zu nehmen und zu verbessern. Jülich gehörte 2021 zu den 12 ausgewählten von 42 bewerbenden Kommunen. Die Schwachstellen-Analyse durch Ortsbegehungen ergab 36 Maßnahmen-Empfehlungen, die nun sukzessive umgesetzt werden.

 

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Breiter Schulterschluss für eine Wärmewende in der Stadt Aachen

Aachen – Die Stadt Aachen ruft die Wärmewende aus, zusammen mit einem Bündnis der Hochschule RWTH, FH, dem Fraunhofer-Institut für Energieinfrastrukturen und Geothermie und der STAWAG. Sie haben Eckpfeiler für eine klimaneutrale Energieversorgung bis ins Jahr 2030 vorgelegt. Bei der Wärmewende geht es darum, die Wärmeversorgung in der Stadt von fossilen (Kohle, Öl, Gas) auf erneuerbare Energieträger (Photovoltaik, Wind, Geothermie) umzustellen.

Unter Hochdruck hat ein Bündnis aus FH Aachen, Fraunhofer -Institut für Energieinfrastrukturen und Geothermie, Industrie- und Handelskammer (IHK), RWTH, Stadt und STAWAG/Regionetz in den letzten Wochen daran gearbeitet, die Herausforderungen für eine Wärmewende in der Stadt Aachen zu analysieren und zu beschreiben.

Die Wärmewende ist als Teil der Energiewende erforderlich, um den Weg in Richtung des städtischen Zieles der Klimaneutralität ab 2030 zu beschreiten. Denn die Stadt hat ihr Klimaschutzziel am Beschluss von Paris zur Verhinderung einer globalen Aufheizung ausgerichtet und will den ihr möglichen Teil zum Erhalt des menschlichen Lebens auf der Erde beitragen.

In der Stadt Aachen wird der größte Teil der Emissionen, die den Klimawandel verursachen, dadurch ausgelöst, dass Gebäude beheizt werden.

Weitere Ursachen liegen im Verkehr und beim Stromverbrauch. Die Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen sagt: „Die größten Anstrengungen zur Senkung der Treibhausgas-Emissionen liegen für die Stadt Aachen im Bereich der Wärmeversorgung.“

Die Stadtverwaltung trägt weniger als zwei Prozent zu den klimarelevanten Emissionen bei. Der Hauptteil kommt aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen der gesamten Stadt: den Haushalten, den Eigenheimen, den Unternehmen und den am Verkehrsgeschehen Beteiligten. Die nötige Energiewende – und als Teil davon die Wärmewende

– sind also nur zu schaffen, wenn alle gesellschaftlichen Bereiche mitmachen.

Darum begrüßt die Oberbürgermeisterin das Bekenntnis der oben genannten Institutionen, ihren Beitrag zum Gelingen der Wärmewende beisteuern zu wollen. Einerseits sind sie selbst alle Wärmeverbraucher, andererseits liegt in den Forschungs- und Hochschulbereichen vor allem die fachliche Kompetenz für sämtliche Fragestellungen, die auf dem Aachener Weg zur Klimaneutralität zu lösen sind.

Als Energieversorger nimmt die STAWAG eine zentrale Rolle für uns ein. Sie hat sich schon lange als Vorreiter der Energiewende positioniert und verfolgt mit ihrem Klimapaket ein Gesamtkonzept zur Umstellung auf eine klimafreundliche Strom- und Wärmeversorgung“, sagt Oberbürgermeisterin Keupen. Ein zweites wichtiges Element der Klimaziele ist laut STAWAG-Vorstand Wilfried Ullrich die Wärmeversorgung, wozu die STAWAG die Fernwärme aus- und umbauen werde. „Sie soll bis 2030 klimafreundlich auf Basis von erneuerbaren Energien wie Tiefengeothermie und weiteren Auskopplungen erzeugt werden“, betont Ullrich.

Netzwerk will Aufbruchstimmung erzeugen

Die Partner*innen sind teils direkt handelnde zentrale Akteure wie die STAWAG. Andere wiederum haben eine wichtige Funktion als Netzwerk zentraler Zielgruppen wie beispielsweise die Industrie- und Handelskammer (IHK). Geschäftsführer Raphael Jonas erläutert: „Die IHK Aachen unterstützt ihre Mitglieder bei der Nutzung der Chancen der Energiewende mit speziellen Transferprojekten sowie mit einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Energieeffizienzberatung.

Für die beteiligten RWTH-Institute und -Lehrstühle erklärt Professor Dirk Müller: „Die RWTH kann mit ihren wissenschaftlichen Expertisen wichtige Beiträge leisten. Wir erklären unsere Bereitschaft, die Stadt Aachen bei der Entwicklung und Umsetzung der Wärmewende zu unterstützen.“

Beim Thema Wärmewende wollen auch Institute der FH Aachen, die sich selbst im Hochschulalltag und in der Lehre in einer Vorbildfunktion sieht, die Stadt Aachen mit ihrer praxisnahen Forschungs- und Entwicklungsexpertise unterstützen. Professor Thomas Ritz sagt: „Dem Themenfeld der Wärmewende kommt eine entscheidende Bedeutung zu. Bereits heute versorgen wir als FH bereits einen Großteil unserer Gebäude mit Fernwärme und wir sind bestrebt, dies weiter auszubauen. Die FH Aachen will die Stadt Aachen mit ihrer praxisnahen Forschungs- und Entwicklungsexpertise unterstützen.“

Die Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geothermie

(IEG) gestaltet die klimaneutralen Energiesysteme der Zukunft und bringt ihre Kompetenz rund um Energieinfrastrukturen und Geothermie ein.

Professor Rolf Bracke erläutert: „Klimaneutrale Energiesysteme der Zukunft sind die Zielsetzung der Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geothermie. Das Institut versteht sich als Denkfabrik für die Energiewende und wird der Stadt bei der großen Aufgabe zur Seite stehen.“

Die Institutionen möchten mit der Wärmewende in der Stadt Aachen eine bundesweite Vorreiterrolle für den klimaneutralen Umbau einnehmen und hierfür eine Aufbruchstimmung in der ganzen Stadt erzeugen. Vor allem aber werden weitere Verbündete gesucht, um die Wärmewende zu einem von der ganzen Stadtgesellschaft getragenen, integrierten Prozess zu entwickeln.

Große Herausforderungen – Eckpfeiler vorgestellt Das Ziel der Klimaneutralität 2030 ist höchst ambitioniert und erfordert Veränderungen in vielen Bereichen. „Dabei ist eine klimaneutrale und unabhängige Wärmeversorgung technisch noch deutlich herausfordernder als die Umstellung der Stromversorgung auf erneuerbare Energien“, erläutert Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen.

Bislang basiert die Wärmebereitstellung im Wesentlichen auf der Verbrennung von Öl und Gas sowie aus der Abwärmenutzung des Braunkohlekraftwerks in Weisweiler. Auf fachlicher wie politischer Ebene ist die Notwendigkeit unbestritten, die fossilen Energieträger schnellstens und vollständig durch klimaneutrale zu ersetzen, also Sonne, Wind und die im Erdreich gespeicherte Wärme zu nutzen.

Welche Arbeitsfelder dies konkret für die Stadt sein könnten und welche Aufgaben sich daraus für die nächsten Jahre ergeben, haben die Partner*innen am 11. Mai in einem Eckpfeiler-Papier für eine klimaneutrale Energieversorgung präsentiert. Ein Wärme- und Energieplan soll erstellt werden, um die Weichen für eine klimaneutrale Versorgung zu stellen und die Versorgungssicherheit der Stadt zu gewährleisten.

Bei den lokal zu lösenden Themen geht es um die Energieerzeugung und -verteilung sowie die Gebäude, die Wärme benötigen. Wärmeerzeugung und -gewinnung muss so umgestaltet werden, dass in Zukunft erneuerbare Energien und Abwärme klimafreundlich genutzt werden. Neben Solar- und Windkraftanlagen sind im nun vorgestellten Wärmeplan vor allem die Nutzung von oberflächennaher und Tiefen-Geothermie als Optionen beschrieben.

Klimaneutrale Wärmelösungen

Für Wohnhäuser könnte es eine interessante Lösung sein, Erdwärme mithilfe von Wärmepumpen zu nutzen und den dafür benötigten Strombedarf aus grünem Strom (Photovoltaik, Wind) abzudecken. Weitere Wärmequellen für eine klimaneutrale Beheizung können zum Beispiel aus der Kanalisation, aus Industrieprozessen, aus Thermalquellen oder aus alten Bergbaugruben noch stärker in den Blick genommen werden. Die Bündnispartner*innen schlagen eine bedarfsgerechte Detailplanung für die Stadt in Form eines Wärme- und Energieplans vor.

Energieeffizienz und Gebäudedämmung im Blick Zudem muss die Transformation der Wärmeversorgung unbedingt mit einer Senkung des Wärmebedarfs in den Gebäuden einhergehen. Der Einsatz energieeffizienterer Technik ist hierfür genauso wichtig wie die Sanierung der Gebäudehülle. Ohne Energieeinsparungen auf der wärmeabnehmenden Seite (Privathaushalte, Gewerbe, Institutionen) kann die Wärmewende nicht gelingen. Die Stadt und ihre Partner*innen haben daher Maßnahmen-Paket geschnürt, um einerseits durch intensivere und zielgerichtetere Information die Nutzung des Förderangebotes und andererseits die planungsrechtlichen Voraussetzungen zu verbessern.

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„So geht das nicht weiter“ – Die Tafeln schlagen Alarm

Mechernich/Köln/Bergisch-Gladbach – Inflation, weniger Spenden sowie immer mehr Menschen, die auf die „Tafel“ angewiesen sind – und ein Mechernicher, der alles in seiner Macht Stehende tut, um ihnen zu helfen: Wolfgang Weilerswist, nicht nur Vorsitzender des städtischen Mechernicher Ablegers, sondern auch NRW-Landestafelchef und Vorstandsmitglied im Bundesverband.

Der Ex-Luftwaffenoffizier und TuS-Präsident berichtete dem Kölner Stadt-Anzeiger über seinen Einsatz und den seiner 12.600 Mitstreiter in den „Tafel“-Organisationen im Land sowie deren großes Versorgungsproblem, das gerade die Ärmsten und Schwächsten der Gesellschaft trifft.

Und zwar offenbar härter denn je: Durch die Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine hat sich in den vergangenen Monaten alleine in der exemplarisch vom Kölner Stadt-Anzeiger besuchten „Tafel“ Bergisch-Gladbach die Zahl der Familien und anderen „Bedarfsgemeinschaften“, die versorgt werden, von 50 auf 120 mehr als verdoppelt.

Täglich erreichten Weilerswist Hilferufe der insgesamt 172 „Tafeln“ und mehr als 500 Ausgabestellen in NRW. „Keine davon bleibt von den Folgen des Krieges und der Rezession verschont“, so Weilerswist. Das Missverhältnis zwischen der Masse an Bedürftigen und den ständig schwindenden Ressourcen wird immer größer.

Wie die Autorin des Stadt-Anzeiger-Berichtes, Susanne Rohlfing schreibt, liegt das an den Flüchtlingen aus der Ukraine, die zwar Sozialleistungen erhalten, davon aber genauso wenig wirklich leben können wie die hiesigen Hartz-IV-Empfänger. Außerdem liege es an den steigenden Preisen: „in den Supermärkten, an den Tankstellen, bei Gas und Strom, die dafür sorgen, dass noch mehr Menschen mit ihrem wenigen Geld nicht auskommen.“

2012 wurde der NRW-Landesverband ins Leben gerufen. Bereits in der Gründungsversammlung wurde Wolfgang Weilerswist direkt zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt, 2014 dann schließlich zum Chef. Seitdem sitzt der Mechernicher fest im Sattel und setzt sich leidenschaftlich für die „Tafel“ ein, nicht nur in Mechernich, wo Weilerswist maßgebend an der Einrichtung des dortigen Logistikzentrums beteiligt war, aber auch bei der Gründung der „Tafeln“ in Kall und Bad Münstereifel leistete er Beistand.

„Ausgabegruppen“ als Übergangslösung

Zu wenige Sozialleistungen sind zwar schon seit Jahren ein Problem, doch hinzu kommt mittlerweile laut Weilerswist auch ein Rückgang an Sach- und Geldspenden. Supermärkte verkauften heute lieber Produkte mit nahezu abgelaufenem Verfallsdatum, die sie früher der „Tafel“ spendeten. Viele Haushalte hätten auch „nichts mehr übrig“, was sie noch spenden könnten.

So führten die steigende Zahl an Bedürftigen und der Mangel an Versorgungsgütern, zumindest in Bergisch-Gladbach, bei den „Bedarfsgemeinschaften“, also Menschen, die auf die „Tafel“ angewiesen sind, mittlerweile zu drei „Ausgabegruppen“ mit unterschiedlichen Chancen.

Wenn man der dritten und letzten zugeteilt ist, muss man nehmen, was übrigbleibt. Ein Betroffener sagte auf Nachfrage dazu: „Dann komme ich gar nicht mehr“ – bei meist fast leeren Regalen gegen Ende. „Letzte Woche hatten wir am Ende nur noch Brot“, bemerkte auch Eddi Stoffel (76) von der Bergisch-Gladbacher „Tafel“.

Swieta, eine alleinerziehende Mutter, die mit ihren beiden Kindern Anastasia und Ivan aus Charkiw in der Ukraine flüchten musste, hatte an diesem Tag mehr Glück. Sie war eine der Glücklichen in der ersten Gruppe und konnte ihre Kinder und sich selbst ausreichend versorgen. Den Tipp, zur „Tafel“ zu gehen, hatte sie in der Asylantenunterkunft von anderen Flüchtlingen bekommen. „Das hat uns sehr geholfen“, betonte sie gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger.

„Stiehlt sich aus der Verantwortung“

Weilerswist ärgert es besonders, dass der Staat gerade auch Ukraine-Flüchtlinge einfach zur „Tafel“ schickt, statt mehr zu unterstützen. Der Stadt-Anzeiger zitiert ihn: „Man stiehlt sich aus der Verantwortung“. So sei es Zeit für eine staatliche Grundförderung, denn, wie Wolfgang Weilerswist betonte: „So geht es nicht weiter, das hält die Tafel-Landschaft nicht aus.“

Und so setzt man auf neue Lösungsansätze. Interessant beispielsweise ist ein Berliner „Kauf zwei gib eins“-Konzept. Dies soll nun auch in Bergisch Gladbach etabliert werden. Das Prinzip ist einfach – zwei Produkte kaufen und eine davon als Spende in einen Tafel-Einkaufswagen legen.

Wolfgang Weilerswist sagt in dem Pressebericht, er könne von seiner Pension sehr gut leben: „Ich habe so viel Glück gehabt, jetzt kann ich etwas zurückgeben.“ So erklärt er sein Engagement für die Tafel. „Es verhungert zwar niemand in Deutschland, aber das Leben als alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern kann sehr erbärmlich sein“, zitiert ihn der Kölner Stadt-Anzeiger: „Man muss sich schämen, dass ein so reiches Land wie Deutschland es nötig hat, »Tafeln« zu haben.“

Zwar gab es für Infektionsschutz in der Pandemie 5000 Euro pro „Tafel“ und 900.000 Euro für den Aufbau von sechs Verteilzentren – ansonsten habe man keine staatliche Hilfe erhalten, so Wolfgang Weilerswist. Zu wenig für die ehrenamtlichen „Tafeln“, die als Vereine organisiert werden, deren Mitglieder und Helfer meist Rentner sind.

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Aktions-Spieltag zur Stärkung der Schiedsrichter/ -innen am 14. und 15. Mai

Region/Koblenz – Unter dem Motto „Respekt gegenüber dem 23. Mann“ werden der Fußballverband Rheinland und seine Unparteiischen am 14. und 15. Mai eine Maßnahme zum Schiedsrichterschutz durchführen.

Immer wieder werden Schiedsrichter/ -innen respektlos behandelt oder sogar tätlich angegriffen. Um auf diese Vorkommnisse aufmerksam zu machen und sie in Zukunft zu vermeiden, hat der Fußballverband Rheinland ein Projekt zur Stärkung und Akzeptanz des Schiedsrichterwesens ins Leben gerufen.

Die erste Aktion des Projekts wird nun am 14. und 15. Mai stattfinden. Getreu dem Motto „Respekt gegenüber dem 23. Mann“ werden alle Spiele in der 23. Minute seitens des Schiedsrichters/ der Schiedsrichterin unterbrochen. Die Spieler und Verantwortlichen kommen daraufhin mit dem Schiedsrichter im Bereich der Zuschauer zusammen. Begleitet wird dieses gemeinsame Zeichen von einer Stadiondurchsage. Der Text hierzu wird von einem Verantwortlichen oder Spieler vorgelesen.

 

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Sicherheit im ÖPNV – Mayen-Koblenzer Landrat wendet sich an Aufsichtsbehörde LBM

Region/Mayen-Koblenz – Die Beschwerden, die die Kreisverwaltung zu Linienfahrten der Verkehrsbetriebe von Transdev erreichen, reißen nicht ab. Angeführt werden dabei unter anderem immer wieder Sicherheitsmängel im Schülerverkehr. Nachdem alle bislang bekanntgewordenen Verstöße unmittelbar an den Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz als zuständige Aufsichtsbehörde gemeldet worden sind, hat sich Landrat Dr. Alexander Saftig jetzt persönlich in einem Schreiben an den LBM gewandt.

„Aus meiner Sicht ist die Sicherheit der Fahrgäste unverhandelbar. Und als Auftragnehmer ist die Firma Transdev in der unternehmerischen Verantwortung für die Einhaltung der Sicherheit“, betont der Landrat darin und fragt nach, wie die Aufsichtsbehörde mit den Verstößen von Transdev umgeht und dafür Sorge trägt, dass alle sicherheitsrelevanten Aspekte sowie die Vorschriften der Verordnung über den Betrieb von Kraftfahrunternehmen im Personenverkehr eingehalten werden.

Als Aufsichts- und Genehmigungsbehörde hat der LBM dem Unternehmen Transdev bereits zum zweiten Mal die vorläufige Erlaubnis zum Betrieb der drei Linienbündel „Maifeld“, „Pellenz“ und „Vordereifel“ erteilt. Die einstweilige Konzession gilt bis zum 30. Juni.

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Landrat Wolfgang Spelthahn präsentiert erste Wasserstoff-Busse für den Kreis Düren

Düren – Der Kreis Düren wird seiner Vorreiterrolle gerecht: Am gestrigen Montag, 9. Mai präsentierte Landrat Wolfgang Spelthahn die ersten fünf mit Wasserstoff betriebenen Busse, die ab heute im normalen Linienverkehr eingesetzt werden. „Wir gehen heute einen weiteren großen Schritt auf dem Weg zur Wasserstoff-Modellregion“, betonte der Landrat. Es sei außerdem ein weitere Schritt zur Klimaneutralität des Kreises, „die wir bis 2035 anstreben“, so der Landrat.

Es herrschte strahlender Sonnenschein bei der Vorstellung, dem Anlass und dem Thema angemessen. Denn mit Sonnenenergie wird bald auch der Wasserstoff hergestellt, den die Busse benötigen. Dies geschieht am Brainergy Park in Jülich, wo ein großer Solarpark entsteht und ein sogenannter Elektrolyseur errichtet wird, mit dem der Wasserstoff produziert wird. Zudem sind mehrere Wasserstofftankstellen geplant, die erste im Dürener Gewerbegebiet „Im Großen Tal“ an der Autobahn A 4 ist bald fertig. „Bei uns greift eins ins andere“, betonte der Landrat, vor allem ist es uns wichtig, dieses innovative Thema tatsächlich sichtbar zu machen. „Wir wollen nicht abstrakt über Klimaschutz und Elektromobilität sprechen, sondern zeigen, dass es wirklich geht“, unterstrich der Landrat.

Schon jetzt seien die Busse wirtschaftlich zu betreiben. Angesichts des hohen Diesel-Preises lohnt es sich, Wasserstoff zu tanken. Außerdem werden die Busse finanziell gefördert. Die Differenz zwischen einem herkömmlichen Dieselbus und einem Wasserstoffbus wird ausgeglichen. Insgesamt gehe es um 1,3 Millionen Euro, wie Hans-Peter Geulen, Geschäftsführer beim Aachener Verkehrs-Verbund sagte.

Von nun an werden jedes Jahr zehn weitere Wasserstoffbusse hinzukommen, sagten Jan-Oliver Mau und Nik, Asbach, die beiden Geschäftsführer der Rurtalbus GmbH. Die neuen Fahrzeuge des portugiesischen Herstellers Caetano bieten mehr Sitzplätze (36) als die bisher eingesetzten Busse und sind mit Klimaanlage und USB-Anschlüssen ausgestattet.

Die Busse verfügen über eine Reichweite von rund 400 Kilometern und können in zirka neun Minuten betankt werden. Die Rurtalbus setzt bisher schon fünf auf Batteriebasis betriebene Elektrobusse im Stadtverkehr ein. „Emissionsfreie Mobilität ist ein immens wichtiger Baustein für den Klimaschutz“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn nach einer kurzen Testfahrt mit einem der neuen Wasserstoffbusse, an der Vertreter der Rurtalbus GmbH, des Aachener Verkehrsverbundes und aus Verwaltung und Politik teilnahmen. Einhelliges Urteil danach:  komfortabel, leise, angenehm.

Und das alles passenderweise bei strahlend blauem Himmel. „Wir sind Pioniere“, betonte der Landrat, „und deshalb scheint die Sonne heute vollkommen zu Recht.“

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Noch eine Woche bis zum Zensus 2022 – Über vier Millionen Immobilien-Besitzer werden in NRW befragt

Region/Düsseldorf – In einer Woche ist es soweit: In Deutschland beginnt der Zensus 2022. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, erhalten ab dem 16. Mai 2022 über vier Millionen nordrhein-westfälische Eigentümerinnen
und Eigentümer von Wohnraum bzw. deren Beauftragte Post von
IT.NRW mit den individuellen Zugangsdaten zum Online-Fragebogen zur Gebäudeund Wohnungszählung.

Gefragt wird beispielsweise nach dem Gebäudetyp, dem Baujahr, dem Energieträger und der Heizungsart des Gebäudes. Auch die Wohnungsgröße, die Art der Nutzung und die Höhe der Nettokaltmiete sind im Fragenkatalog enthalten. Einen Musterfragebogen finden Sie im Internet unter https://www.zensus2022.de/DE/Wer-wirdbefragt/
Musterfragebogen_GWZ/Fragebogen.html?nn=352818.

Alle Fragen können online beantwortet werden. Die Online-Meldung ist umweltschonend, da Druck und Versand von Papierfragebogen entfallen können. Bedienung und Nutzerführung wurden in der Online-Befragung bewusst einfach gehalten. So werden
den Befragten z. B. durch eine gezielte Filterführung nur die Fragen angezeigt, die von ihnen tatsächlich zu beantworten sind.

Mit den Ergebnissen der Gebäude- und Wohnungszählung wird eine zuverlässige Datengrundlage für wohnungspolitische und raumplanerische Maßnahmen geschaffen.

So liefern die Ergebnisse u. A. wichtige Informationen über Neubauten, Leerstände, Eigentumsverhältnisse und regionale Verteilungen von Miethöhen. Kombiniert mit weiteren Merkmalen wie der Altersstruktur der Bevölkerung lässt sich so z. B. die Nachfrage
nach Wohnraum abschätzen.

Weitere Informationen zum Zensus 2022 in Deutschland finden Sie im Internet unter http://www.zensus2022.de – spezielle Informationen zum Zensus 2022 in Nordrhein- Westfalen unter der Adresse https://www.it.nrw/zensus-2022.

IT.NRW erhebt und veröffentlicht als Statistisches Landesamt zuverlässige und objektive Daten für das Bundesland Nordrhein-Westfalen für mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage. Dies ist dank der zuverlässigen Meldungen der Befragten möglich, die damit einen wichtigen Beitrag für eine informierte demokratische Gesellschaft leisten. Nur auf Basis aussagekräftiger statistischer Daten können Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft getroffen werden. (IT.NRW)

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Testphase für neue Hochwasser-Vorhersage an Flüssen in Nordrhein-Westfalen gestartet

Region/Düsseldorf – Staatssekretär Dr. Bottermann: Ziel ist es, durch verlässliche Prognosen das Frühwarnsystem zu verbessen. Jede gewonnene Minute kann helfen, Leben zu retten. Ein hydrologisches Modell zur Hochwasservorhersage wird die Behörden und die Menschen in Nordrhein-Westfalen künftig früher und besser auf drohende Überflutungen und Hochwasserrisiken vorbereiten. In Duisburg haben das Umweltministerium und das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) am Donnerstag den Testbetrieb eines modellbasierten Hochwasservorhersagetools gestartet. Es soll Prognosen für Hochwassermeldepegel an zunächst folgenden 14 Gewässern in Nordrhein-Westfalen liefern: Berkel, Dinkel, Emmer, Ems, Erft, Inde, Issel, Lenne, Lippe, Nethe, Ruhr, Rur, Sieg und Werre.

Die Einführung und stetige Verbesserung von Hochwasservorhersagesystemen waren ein zentraler Punkt der Aufarbeitung der Hochwasserkatastrophe im Juli 2021 sowie des im Januar 2022 vorgelegten 10-Punkte-Arbeitsplans „Hochwasserschutz in Zeiten des Klimawandels“.

„Wir benötigen verlässliche Tools, um so gut es geht vorhersagen zu können, wann und wo Hochwasser droht. Ziel ist es, die Daten und Bewertungen der Meteorologie und der Hydrologie bestmöglich zusammenzuführen. Was am Rhein bereits Standard ist, soll künftig auch an kleineren Flüssen möglich werden“, betonte Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann bei der Vorstellung des Tools in Duisburg. „Unser Ziel als Landesregierung ist es, durch verlässliche Prognosen das Frühwarnsystem zu verbessen, damit die zuständigen Behörden die Lageentwicklung bestmöglich einschätzen und von Hochwasser Betroffene sich und ihr Hab und Gut in Sicherheit bringen können. Der Testbetrieb des pegelbasierten Vorhersagesystems ist ein Baustein auf dem Weg, dieses Ziel zu erreichen. Jede gewonnene Minute kann helfen, Leben zu retten.“

Mit dem Start der modellbasierten Hochwasservorhersage werden die zusätzlich gewonnenen Daten schon ab dem heutigen Tag, 5. Mai, fester Bestandteil des hydrologischen Informationssystems für die zuständigen Bezirksregierungen. „Im Falle eines Hochwassers werden diese Informationen nach kurzfristiger fachlicher Überprüfung über die Bezirksregierungen dem Katastrophenschutz zur Verfügung gestellt. Nach Validierung der Ergebnisse im Testbetrieb sollen die Vorhersagen auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden“, skizzierte die LANUV-Präsidentin Dr. Sibylle Pawlowski. Die ausgewiesene Wasserexpertin hat in dieser Woche die Leitung des LANUV übernommen und die Nachfolge von Dr. Thomas Delschen angetreten.

Der aktuelle Modelldatensatz deckt in zehn Teilmodellen 22.600 Teileinzugsgebiete ab. Bernd Mehlig, Leiter des Hochwasserinformationsdienstes im LANUV, erläuterte hierzu: „Als Eingangsdaten werden die aktuellen Messdaten der hydrologischen Messstellen des LANUV sowie die Messdaten und die meteorologischen Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes verwendet. Wir wollen auf Dauer für alle Hochwassermeldepegel eine Vorhersage berechnen beziehungsweise ausgeben können.“

Die Juli-Katastrophe hat vor Augen geführt, wie zerstörerisch die Folgen des Klimawandels auch in Nordrhein-Westfalen sein können. „Neben dem Wiederaufbau und der Unterstützung der von der Hochwasserkatastrophe betroffenen Regionen und Menschen ist es unser Ziel, die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen, um künftig auf derartige Extrem-Ereignisse besser vorbereitet zu sein. Die Hochwasservorhersage ist hier ein wesentlicher Baustein. Ein Hochwasser verhindern kann sie indes nicht“, so Staatssekretär Bottermann.

Grundlage für die schwerpunktmäßigen Aufgaben der kommenden Monate und Jahre liefert der im Januar vorgelegte Arbeitsplan „Hochwasserschutz in Zeiten des Klimawandels“. Er umfasst insgesamt zehn Handlungsfelder für den Hochwasserschutz und das Management von Starkregenereignissen. In der Vorwoche war die vom Umweltministerium neu eingerichtete Hochwasserschutz-Kommission erstmals zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammengekommen. Die Kommission soll die Umsetzung des Arbeitsplans begleiten und an der Fortentwicklung mitwirken.

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