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Offene Lernbereiche am Johannes-Sturmius-Gymnasium in Schleiden wurden offiziell eröffnet

Schleiden, 26.10.2020 – Nach einem guten Jahr Bauzeit wurde gestern der Erste Bauabschnitt zum Wiederauf- und Neubau am Johannes-Sturmius-Gymnasium Schleiden offiziell eröffnet. Mit Hochdruck hatten die Handwerker in den letzten Wochen und Monaten an der Fertigstellung gearbeitet, damit die Schülerinnen und Schüler nach den Herbstferien in den neuen, hochmodernen Schulräumen unterrichtet werden können.

Wenn man die hochmodernen digitalen Schulräume betrachtet, könne man meinen, man sei in einer Privatschule in der Stadt und nicht an einer städtischen Schule in der Eifel, so der Erste Beigeordnete, Marcel Wolter, der gemeinsam mit dem stellvertretenden Schulleiter, Stefan Marenbach, zahlreiche Gäste begrüßte, die erstmals einen Blick in die neuen Räume werfen konnten. So auch der ehemalige Bürgermeister, Udo Meister, der sich während seiner Amtszeit maßgeblich für das Johannes-Sturmius-Gymnasium und dessen Entwicklung eingesetzt hat.

Zahlreiche geladene Gäste konnte der Erste Beigeordnete, Marcel Wolter, bei der Eröffnung der offenen Lernbereiche begrüßen. Foto:© Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz

In der ehemaligen Stadtbibliothek und der darüberliegenden Etage, im sogenannten A-Trakt der Schule sind neue und großzügige offene Lernbereiche entstanden.

Offene Lernbereiche bieten künftig die Möglichkeit des individuellen Lernens. Foto: © Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz

Die lichtdurchfluteten Räume bestechen durch ein modernes Raumkonzept, in das sich der frische Grünton der Türen und Möbel harmonisch einfügt. Um den offenen Lernbereich gruppieren sich neun weitere Klassenräume, wodurch künftig eine Kombination aus freiem Lernen und klassischem Schulunterricht möglich ist. Dort können sich die Schülerinnen und Schüler treffen, um ihr gemeinsames Lernen zu arrangieren. Währenddessen können die Lehrkräfte vom „Stamm-Klassenraum“ ihre Lerngruppen durch große Glaselemente sehen und koordinieren.

Das digitale Lehrerpult eröffnet völlig neue Unterrichtsmöglichkeiten. Foto: © Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz

Die innovative IT-Infrastruktur mit flächendeckendem WLAN, digitalen Tafelsystemen mobilen Endgeräten für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte, eine LED-Deckenbeleuchtung und Akustikdecken optimieren das künftige Lernen am Johannes-Sturmius-Gymnasium Schleiden.

Mit der Fertigstellung des ersten Bauabschnittes ist der Weg zu einem modernen und attraktiven Schulgebäude jedoch bei weitem noch nicht abgeschlossen. Der heute fertiggestellte erste Bauabschnitt wird von den drei folgenden Bauabschnitten aufgrund ihrer Dimension und ihres finanziellen Umfangs sogar noch in den Schatten gestellt werden“, so Wolter, der von Beginn an die Gesamtverantwortung für das große Bauprojekt übernommen hat.

Wolter dankte abschließend der Schulleitung, den Lehrerinnen und Lehrern, seinen technischen Mitarbeitern der Verwaltung aus Hochbau und IT sowie den Handwerkern für Ihren Einsatz.

Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5, 6, 7 und 10 können sich also auf große Neuerungen nach den Herbstferien freuen. Auch für die Lehrkräfte ist das Unterrichten an den neuen digitalen Tafelsystemen etwas Neuland. Sie werden in der ersten Woche nach den Herbstferien an den digitalen Tafelsystemen geschult.

Wer sich ein Bild von den neuen Schulräumen machen möchte, kann dies gerne im Rahmen einer Besichtigung am 7. November 2020 tun. Die Stadt Schleiden bietet um 11 Uhr und um 15 Uhr eine kurze Führung und Präsentation der digitalen Möglichkeiten an. Aufgrund der Corona-Bestimmungen ist hierzu eine verbindliche Anmeldung im Vorzimmer des Bürgermeisters unter 02445 89-103 oder rathaus@schleiden.de unter Angabe von Anschrift und Anzahl der teilnehmenden Personen unbedingt erforderlich.

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Die Gesamtkosten des Projekts im Euskirchener Bahnhof betragen 3,8 Millionen Euro

Euskirchen, 26.10.2020 – Einen wichtigen Schritt für die Zukunftsfähigkeit des Schienennetzes im Kreis Euskirchen gehen der Nahverkehr Rheinland (NVR) und die Deutsche Bahn (DB): An Gleis 46 im Euskirchener Bahnhof wird der Bahnsteig umgebaut und reaktiviert, damit zukünftig die Eifel-Bördebahn (RB 28) dort halten kann. Im Rahmen der momentan bereits laufenden Arbeiten wird der Bahnsteig auf eine Länge von 120 Meter und eine Höhe von 55 Zentimeter umgebaut. Der NVR fördert das Projekt, bei dem auch die Signaltechnik angepasst werden muss, mit 3,8 Millionen Euro. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 3,8 Millionen Euro. Die Umbauarbeiten an dem Bahnsteig können voraussichtlich im Dezember beendet werden. Anschließend müssen noch die Signalanlagen angepasst werden. Daher kann der reaktivierte Bahnsteig voraussichtlich im Februar 2021 in Betrieb genommen werden.

„Der große Vorteil der Reaktivierung des Bahnsteigs liegt darin, dass die Eifel-Bördebahn zukünftig im Euskirchener Bahnhof nicht mehr die Gleise der Eifelstrecke queren muss“, so Manfred Gutfrucht, Projektleiter bei DB Netz. „Dies führt zu einer deutlichen Entspannung in diesem stark frequentierten Knotenpunkt, da die Züge bislang auf Gleis 4 wenden müssen.“ NVR-Geschäftsführer Heiko Sedlaczek ergänzt: „Nur durch die Reaktivierung des Gleises 46 ist zukünftig ein Stundentakt der RB 28 von Euskirchen nach Düren fahrbar. Die Aufnahme des Stundentakts wird möglich, wenn die notwendigen Arbeiten an der Strecke abgeschlossen sind. Dies ist für Dezember 2021 anvisiert.“

Landrat Günter Rosenke sieht in den derzeitigen Umbauarbeiten eine klare Stärkung des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) im Kreis Euskirchen: „Dies ist eine weitere millionenschwere Investition, die beim Ausbau des klimafreundlichen Zugverkehrs enorm hilft.“

Mit Einführung des Stundentaktes auf der Bördebahn wird sich die Attraktivität der Schienenstrecke, insbesondere auch für Berufspendler deutlich erhöhen.

Sofern die Infrastrukturarbeiten planmäßig verlaufen, kann Ende 2021 eine Fahrzeit zwischen Euskirchen und Düren von unter 40 Minuten erreicht werden.

Der Stundentakt auf der Bördebahn bietet zudem die Chance und zugleich die Herausforderung, das bestehende Busangebot auf das neue Bahnangebot anzupassen. Dazu werden sich die Kreise Euskirchen und Düren in den nächsten Wochen intensiv austauschen.

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20 Jahre Notfallnachsorge des DRK Kreisverband Bernkastel-Wittlich e.V.

Wittlich, 26.10.2020 – Menschen werden zumeist unvorbereitet durch Not- und Unglücksfälle aus der Normalität ihres Lebens herausgerissen: Wenn Eltern durch das plötzliche Versterben ihres Kindes wie gelähmt sind, die Polizei nach einem schweren Verkehrsunfall der Familie die Nachricht über den Tod des Vaters überbringen muss oder Menschen mit dem Suizid eines nahen Angehörigen oder Freundes zurechtkommen müssen.

Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Notfallnachsorge leisten dann „Erste Hilfe für die Seele“. Sie sind in den ersten Stunden zur Stelle, damit Menschen nach einem Unfall, Unglück oder Notfall nicht allein sind, bis Angehörige oder Freunde ihnen zur Seite stehen können. Sie hören zu, sie trösten, sie reden oder schweigen, sie leiten erste organisatorische Schritte ein – wie der Betroffene sich dies wünscht.

Um den Menschen in unserem Landkreis in dieser Ausnahmesituation zur Seite zu stehen wurde am 30.10.2000 die Notfallnachsorge des DRK Kreisverband Bernkastel-Wittlich e.V. gegründet. Seit dem hat sich der Einsatz der Notfallsorge in schwierigen Lebenssituationen bewährt, so dass sich die Einsatzzahlen bei jährlich 100 einpendeln. Das diesjährige Ausnahmejahr zeigt, dass der Bedarf durch die Corona-Krise noch weiter ansteigt. Insgesamt sind zum 20. Jubiläumsjahr 29 Personen in der Notfallnachsorge aktiv. Um zeitnah Hilfe gewährleisten zu können verteilen sich die Helfer/innen über den gesamten Landkreis Bernkastel-Wittlich. Sie treten dabei immer mit zwei Personen in den Einsatz. Neben einem hohen Maß an Lebenserfahrung und psychischer Stabilität bringen die Helfer/innen die Fähigkeit der Geduld des Zuhörens und Einfühlungsvermögen mit. Ebenso sind Sie in den verschiedenen Fachgebieten wie Erste Hilfe und psychologischer Gesprächsführung intensiv geschult.   

Die Notfallnachsorge wird von Polizei oder Feuerwehr hinzugerufen, vom Rettungsdienst oder dem Hausarzt. Aber auch Privatpersonen können den Notfallnachsorgedienst über die Rettungsleitstelle zu Hilfe rufen. Die Anforderung erfolgt unentgeltlich, denn die Einsatzkräfte sind ausschließlich ehrenamtlich tätig.

Die ursprüngliche Planung das 20. jährige Bestehen in der Baldenauhalle in Morbach mit allen Helfern und befreundeten Organisationen unter der Schirmherrschaft der Landesministerpräsidentin zu feiern wurde Corona bedingt ausgesetzt. Nun erfolgt lediglich eine kleine interne Feier am Gründungstag unter Einhaltung der Hygieneregeln. Aber so kennen wir die Notfallsachsorge – ruhig, unauffällig aber immer da, wenn sie benötigt wird.

Allen Helfer/innen des Notfallnachsorge-Teams ein großes Dankeschön für Ihren tollen Einsatz!!!

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Impulse

Mega-Event in der Mechernicher Dreifachturnhalle ist abgesagt

Mechernich, 26.10.2020 – Sonst spielen hochkarätige kölsche Bands bei „Jeck sin, lache, Musik mache“ in der Mechernicher Dreifachturnhalle zum Auftakt der Karnevalssession und zur Freude der Jecken. Auch bei der 24. Auflage 2020 sollte es so sein – bis Corona den Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung machte.

„Aufgrund der Corona-Bedingungen und behördlicher Auflagen müssen wir unsere Veranstaltung in diesem Jahr leider absagen“, bedauern Mit-Organisatoren Guido Meyer und Guido Heske. Man hoffe, kommendes Jahr wieder durchstarten zu können. Am Programm arbeite man schon.

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Wirtschaft

Betriebs-besichtigung der Wirtschaftsjunioren MY-Eifel bei Brohl-Wellpappe in Mayen

Mayen, 26.10.2020 – Auf Einladung von Detlef Boltersdorf konnten die Wirtschaftsjunioren MY-Eifel am 7. Oktober 2020 das Mayener Werk und Firmenhauptsitz von Brohl-Wellpappe besichtigen.

Geschäftsführer Detlef Boltersdorf begrüßte die Wirtschaftsjunioren im Präsentationsraum des Mayener Werkes und stellte das auch noch heute inhabergeführte Familienunternehmen und seine Geschichte seit der Gründung 1778 bis zum heutigen Tag vor. Neben Anekdoten aus der Firmenhistorie erklärte er auch den wirtschaftlich notwendigen Wandel des Unternehmens – vom Papierproduzenten zum Papierverarbeiter. „Wir haben die eigene Papierfabrikation 1996 aufgegeben. Das war ein schwerer Schritt, da die Tradition unseres Unternehmens auf der Papierherstellung fußt. “ so Boltersdorf.

Anschließend führte Boltersdorf die Wirtschaftsjunioren persönlich durch das Mayener Werk, in dem die namensgebende Wellpappe produziert und weiterverarbeitet wird. Im Druckbereich stehen dabei die Varianten Flexo bereit, zukünftig soll auch die neue Digitaldruckmaschine mit in die Produktion eingebunden werden. Insgesamt beeindruckte das Werk mit seinem riesigen Maschinenpark und den weitestgehend automatisierten Abläufen der einzelnen Produktionsketten. Trotz der hohen Automation berichtet Detlef Boltersdorf von stetig steigenden Mitarbeiterzahlen. Mittlerweile über 600 Mitarbeiter an acht Standorten in Deutschland und den Benelux-Ländern sind bei Brohl Wellpappe beschäftigt und begeistern internationale Kunden mit innovativen und nachhaltigen Verpackungen und Displays.

Im Anschluss an die Führung stand Boltersdorf bei einem offenen Austausch für Fragen der WJ MY-Eifel Rede und Antwort. Guido Braun-Ragusa, Kreissprecher der WJ MY-Eifel fasste den Besuch zusammen: „Es war sehr spannend einen lokalen „Global-Player“ mit einer solchen Historie besuchen zu dürfen. Die Produkte und Prozesse von Brohl-Wellpappe sind bereits stark digitalisiert und entsprechen auch durch den nachhaltigen Rohstoff Recycling-Papier dem aktuellen Zeitgeist.“

Das nächste Monatstreffen ist für den 03.11.2020 geplant. Besucher und Interessenten sind gerne zu den Treffen eingeladen. Weitere Info gibt es auf dem Facebookkanal der WJ MY-Eifel. (www.facebook.com/WJMYEifel).

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Die Kreuser-Brüder als Motor des „Neuen Mechernichs“ und des wirtschaftlichen Aufschwungs der Stadt am Bleiberg

Mechernich, 26.10.2020 – „Diese seltsame Anfrage von Peter Lorenz-Könen nach einem Hochkreuz hat alles ins Rollen gebracht“, erinnert sich Eva Hüttenhain, Vorsitzende der Fördergesellschaft „Alter Friedhof Bonn“ noch genau an den Moment, als die Mail des Mechernicher Historikers beim Leiter des Bonner Stadtarchivs und der dortigen Historischen Bibliothek, Dr. Norbert Schloßmacher, vor etwa einem Jahr eintrudelte.

Aus dem ersten losen Kontakt wurde mehr: ein gemeinsames Stöbern in der Historie, ein Ziehen am selben Strang, was auch die Stadt Mechernich mit Rat und Tat unterstützte, und ein langersehntes Konzert, das schließlich vergangenen Sonntag stattfinden konnte.

Als die Posaunen und Tenorhörner auf dem Alten Friedhof in Bonn erklingen, ist es ein Gänsehautmoment für die Besucher. Das gespielte Steigerlied ist eng mit der Geschichte Mechernichs verbunden und wurde nicht grundlos an diesem besonderen Ort und vor genau dieser Grabstätte von den Musikern des Musikvereins „Harmonie“ Weyer angestimmt.

Grabstätten sind Spiegelbild des 19./20. Jahrhunderts

Der alte Friedhof ist ein Kleinod in der Bonner Innenstadt. Seine alten Grabstätten sind ein Spiegelbild der Bonner Kultur- und Geistesgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Außerdem ist der Friedhof für seine herausragende Grabmalkunst bekannt. Viele Persönlichkeiten Deutschlands fanden dort ihre letzte Ruhestätte, so auch ein Sohn der Stadt am Bleiberg, wie sich herausstellen sollte.

Zu Könens Anfrage habe man spontan nichts Konkretes sagen können, bekennt Hüttenhain. Die Bonner hätten zunächst sogar die Vermutung gehegt, dass das Grab der Familie Kreuser, die die letzte Ruhestätte 1874 gekauft hatte, leer sei. Neugierig geworden begaben sich die Historiker in der ehemaligen Landeshauptstadt daraufhin aber auf Spurensuche.

Einmeißelung entziffert

Hüttenhain versuchte gemeinsam mit Könen die letzten Reste der Einmeißelung am Grabstein zu entziffern. „Das war sehr schwer“, erzählt Hüttenhain. Doch ihre Mühen wurden belohnt. Sie fanden heraus, dass „mit Sicherheit“ dort zwei Personen, ein Mann und eine Frau, bestattet worden sind. Wenig später wurde klar, dass es sich um Hilarius Kreuser und seine Frau Josepha handeln muss.

Hilarius Kreuser war einer der vier Mechernicher Kreuser-Brüder, die als Väter des Bleierzabbaus, Begründer der Blütezeit Mechernichs und Motor wesentlicher Entwicklungen dieser Zeit gelten. „Hilarius, dessen Name komplett Johann Hilarius laut Geburtsregister lautete, verstarb im Januar 1888 in Folge eines Herzleidens im Alter von 78 Jahren in Bonn“, weiß Könen. Von 1851 bis 1853 sei er sogar Bürgermeister von Eicks, von 1859 bis 1961 (da zog er nach Bonn) stellvertretender Gemeindevorstand von Glehn gewesen.

Mit seiner Anfrage an die Bonner hat der Mechernicher Heimatforscher mehr erfahren zur Geschichte der Familie Kreuser, nämlich, dass sie in Bonn lebte, und wo sie beerdigt wurde, doch offen blieb die Frage: „Wo hat das Hochkreuz in Bonn gestanden?“

Hochkreuz vor 50 Jahren abgebaut

Bisher kann Könen belegen, dass die Familie Kreuser ihr auf dem „neuen Bonner Kirchhofe“ stehendes Grabdenkmal der Pfarrgemeinde Mechernich als Kirchhofkreuz schenken wollte und sogar unter bestimmten Bedingungen bereit sei die Kosten der Transloration und Aufstellung zu tragen. So ist es zu lesen in einem Auszug aus dem Protokollbuch des Katholischen Kirchenvorstandes in Mechernich zur Sitzung vom 11. März 1903. Am 6. Oktober 1970, vor ziemlich genau 50 Jahren, sei das Hochkreuz allerdings auf dem Mechernicher Friedhof abgebaut worden. Und dann verliere sich dessen Spur.

Locker lassen will Könen aber nicht. Mit der Historie der Kreusers arbeitet er auch die Geschichte Mechernichs weiter auf. Er betont: „Die vier Brüder gaben den Startschuss für die Entwicklung zum heutigen Mechernich.“

Begründer des Aufschwungs in Mechernich

Erst mit den Kreuser-Brüdern, Hilarius, Werner, Wilhelm und Karl, blühte der Bergbau, insbesondere in den Jahren 1877 bis 1886, auf und die Stadt erfuhr einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung. Die Kreusers  sorgten für den Bahnanschluss, den Ausbau des Ortes Mechernich in westlicher Richtung, für die neue Kirche und das Krankenhaus, zusätzlich für neue Straßenzüge und diverse Schulgebäude.

„Geht man durch das Mechernich, so sucht man vergebens nach einer Erinnerung an die Begründer des neuen Mechernichs. Kein Straßen- oder Platzname erinnert an diese vier Gebrüder“, bedauert Könen. Obwohl sie sogar an allen erdenklichen Fortschritten im 19. Jahrhundert die treibenden Auslöser gewesen seien.

Die Gruft von Hilarius und seiner Frau zeugt vom einstigen Ruhm der „Bergleute“. Als „besonders“ und „eindrucksvoll“ beschreibt Hüttenhain sie. Die aufwändig gearbeitete Steinplatte ziere außerdem ein hübscher Kranz aus Mohnkapseln. „Eine solche Verzierung ist sehr selten und sehr schön“, so die Bonnerin weiter. Mohn habe damals schon als Symbol für Schlaf, Traum, Tod, Vergessen und Schmerzlinderung gegolten.

Ein neobarockes, wertvolles Grabgitter fasst die Gruft ein, das Tor sei abgebrochen, aus den Angeln gehoben und einfach am Kreuz hinter dem Grabstein abgestellt worden. „Wir hatten Angst, dass es geklaut wird. Das wäre traurig“, so Hüttenhain. „Ihr“ Förderverein hat sich die Pflege der historisch bedeutenden Grabstätten auf dem Alten Friedhof zur Aufgabe gemacht.

 Stadt unterstützt Engagement

So suchte sie auch den Kontakt zur Stadt Mechernich. Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick sagte sofort seine Unterstützung zu. „Die Familie Kreuser hat an der Geschichte und Entwicklung Mechernichs einen sehr großen Anteil. Wir fühlen uns der Tradition verpflichtet und werden das Engagement gerne unterstützen.“ Ordnungsamtsleiter Peter Kern nahm inzwischen das metallene Fundstück vor Ort in Augenschein und auch mit nach Mechernich, um das gute Stück in der Heimatstadt Hilarius Kreusers fachmännisch aufarbeiten zu lassen.

Mit dem Konzert auf dem Bonner Friedhof ging gleichzeitig aber auch ein weiterer Traum in Erfüllung, nämlich der von Werner Knaus, ein enger Freund des Weyerer Dirigenten Peter Züll. Die tiefen Blechbläser spielten speziell für Knaus mehrere „Equale“ von Beethoven, sehr feierliche und schwere Werke, am Grab der Mutter des Komponisten. Ebenso machte der Musikertross an der Ruhestätte von Robert und Clara Schumann musikalisch Halt.

Während des Konzertes wurde darauf hingewiesen, dass Spenden für die Restaurierung zum Erhalt der Gräber notwendig sind. Wer spenden möchte, insbesondere für das Grab der Eheleute Kreuser, kann das gerne tun, unter: Sparkasse Köln-Bonn, IBAN: DE33370501980000017475, BIC: COLSDE33. Für die Zeile „Zahlungsempfänger“ reiche der verkürzte Eintrag: „Ges. Alter Friedhof Bonn, Verwendungszweck: Grabstätte Kreuser“.

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Die Abfallberatung des Kreises Euskirchen ruft Betriebe zur Teilnahme auf

Euskirchen, 26.10.2020 – Nachhaltigkeitskarte: Jetzt mitmachen! Abfallvermeidung soll im besten Fall einfach umzusetzen sein. Dabei kann die neue digitale Nachhaltigkeitskarte sehr hilfreich sein, die die Abfallbereitung des Kreises Euskirchen gerade aufbaut.

„Die Karte soll den Bürgerinnen und Bürgern das Auffinden von Einrichtungen, die nachhaltig agieren, erleichtern“, sagt Karen Beuke, die Abfallberaterin der Kreisverwaltung. Sie ruft alle Institutionen, Betriebe, Vereine und Initiativen, die im Kreisgebiet ansässig sind, zur Teilnahme auf. Sie sollten sich den folgenden sechs Kategorien zuordnen lassen: Reparatur, Verleih / Tausch, Gebrauchtwarenkaufhaus, Second-Hand-Kleidung, Offene Bücherregale und Entsorgung.

Die Abfallberatung sucht demnach Betriebe, die z.B. Möbel und Elektrogeräte (auch das Kleingerät, wie den Föhn oder den Toaster) reparieren. Repair-Cafés sollen ebenso aufgeführt werden wie Betriebe, die Werkzeuge und Maschinen etc. verleihen. Second-Hand-Geschäfte können sich ebenfalls melden.

Ziel ist es, Wege zu zeigen, wo und wie man gebrauchte, gut erhaltene Gegenstände weitergeben und damit Müll vermeiden kann. Ebenso soll klarwerden, wo gut erhaltene Gebrauchsgüter einzukaufen sind. Dinge, die nur kurz benötigt werden, können oft auch geliehen oder getauscht werden und müssen nicht immer neu gekauft werden. Das spart Geld und schont die Ressourcen. Auch defekte Geräte können oft noch repariert werden. Die Entsorgung sollte die letzte Lösung sein.

Alle gesuchten Einrichtungen können sich ab sofort kostenlos über ein Kontaktformular für einen Eintrag in die Nachhaltigkeitskarte anmelden. Das Formular ist zu finden auf der Seite des Kreises Euskirchen www.kreis-euskirchen.de/nachhaltigkeit

 

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Neuer Kultur- und Integrationsverein in Wittlich

Wittlich, 26.10.2020 – Bürgermeister Joachim Rodenkirch begrüßte Anfang Oktober 2020 die Vorstandsmitglieder des neu gegründeten Kurdisch-Deutschen Kultur- und Integrationsvereins Wittlich e.V. im Sitzungszimmer des Stadthauses.

In freundlicher Atmosphäre fand ein reger Gedankenaustausch statt. Der neue Verein hat seinen Sitz in Wengerohr in der Schulstraße. Der Verein bekennt sich zur freiheitlich demokratischen Grundordnung und setzt sich für die Förderung der Völkerverständigung, das friedliche Zusammenleben der Kulturen und den Abbau von Vorurteilen ein.

Ein weiteres Ziel ist die Integration der kurdischen Bevölkerungsgruppen in Wittlich und im Raum Wittlich mit allen anderen Volksgruppen und Glaubensgruppen.

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Kita des Roten Kreuzes jüngst als „Klima Kita NRW“ ausgezeichnet

Blankenheim-Dollendorf, 26.10.2020 – Wohin gehört Verpackungsmüll? Was passiert mit Bio-Müll? Die Antworten auf diese Fragen sind für die „kleinen Strolche“ der DRK-Kita Dollendorf ein Klacks. Sie sind Experten in Sachen Müllvermeidung und Mülltrennung.

Die Kita des Roten Kreuzes im Kreis Euskirchen wurde jüngst als „Klima Kita NRW“ ausgezeichnet – da gehören diese umweltrelevanten Themen und Projekte zum Tagesablauf dazu. Karen Beuke, Abfallberaterin des Kreises Euskirchen, unterstützt die Arbeit im Kindergarten und gestaltete jetzt einen interessanten und lehrreichen Besuch für die Kinder im Kreisabfallwirtschaftszentrum in Strempt.

„In der Regel wissen die Kinder bereits, dass Abfall nicht gleich Abfall ist, schließlich sind gelbe Tonne und Co. von zu Hause bekannt“, so Bresgen. Aufbauend auf dieses Wissen, lernen die Vorschulkinder im aktuellen Müll-Projekt den richtigen Umgang mit Abfall, außerdem auch eine Menge über Recycling und Müllvermeidung. Den Jüngsten wird schnell klar: Der beste Müll ist der, der erst gar nicht gemacht wird!

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Handy Sammelaktion im Rahmen der Fairen Woche 2020

Adenau, 26.10.2020 – Im Rahmen der diesjährigen Fairen Woche fand in der Verbandsgemeinde Adenau auch eine Althandysammelaktion statt. In allen Schulen, Kindertagesstätten und Kirchen sowie im Rathaus Adenau waren Sammelboxen aufgestellt worden.

Das Motto der diesjährigen Fairen Woche lautete „Nachhaltiger Kon-sum und Produktion“. Die Klasse 5b des Erich Klausener Gymnasi-um Adenau führten die Sammlung in den Pausen durch. Nunmehr wurde das Sammelergebnis an das Generationenbüro der Verbandsge-meinde Adenau mit Schwerpunkt Jugendarbeit übergeben.

Jugendpfleger Jürgen Schwarzmann und Mitarbeiter Alexander Schlich nahmen die Sammelboxen von der Klasse 5b in Anwesenheit des Klassenlehrers Sebastian Rolser entgegen.