Daun/Frankfurt am Main – Kulturstaatsminister zeichnet das Dauner Verlagshaus und seine Imprints auf der Frankfurter Buchmesse aus. Die Kraterleuchten GmbH aus Daun ist am Freitag, 09.10.2026 auf der Frankfurter Buchmesse mit dem Deutschen Verlagspreis 2026 der Bundesregierung ausgezeichnet worden. Der Kulturstaatsminister überreichte den Preis, mit dem die Bundesregierung unabhängige Verlage für ein eigenständiges Programm, ihr kulturelles Engagement und die Qualität ihrer Bücher bis in die Gestaltung würdigt. Die Auszeichnung ist mit einem Gütesiegel und einem Preisgeld von 18.000 Euro verbunden. Kraterleuchten ist einer von 85 Preisträgern, ausgewählt aus 279 Bewerbungen unabhängiger Verlage aus ganz Deutschland, und einer von drei Preisträgern aus Rheinland-Pfalz.
„Diese Auszeichnung gehört allen, die an unseren Büchern beteiligt sind: unseren Autor:innen, Übersetzer:innen, Lektor:innen, Illustrator:innen, Fotograf:innen, Gestalter:innen und unserem Team in Daun“, sagt Verleger Sven Nieder. „Wir sind ein kleines Haus am Rand der Republik. Dass eine unabhängige Jury sieht, was wir aus der Vulkaneifel heraus verlegen, macht uns stolz und bestätigt unseren Weg, Bücher mit Haltung und mit Sorgfalt in der Gestaltung zu machen.“
Vom Eifel-Bildband zum Verlagshaus mit verschiedenen Imprints
Die Keimzelle von Kraterleuchten ist der Eifelbildverlag. Er wurde einst für das Buchprojekt „Himmel über der Vulkaneifel“ gegründet. Damals war nicht abzusehen, dass aus dieser Idee einer der vielfältigsten Verlage in Rheinland-Pfalz werden würde. Mit der Übernahme des Regionalia Verlags 2018 entstand die Kraterleuchten GmbH als gemeinsames Dach. Heute umfasst das Programm rund 350 lieferbare Titel in sechs Imprints.
Gestaltung als Markenzeichen
Neben dem Verlagsprogramm und dem kulturellen Engagement bewertet die Jury des Deutschen Verlagspreises ausdrücklich die Gestaltung der Bücher. Bei Kraterleuchten liegt sie seit den Anfängen in den Händen von Björn Pollmeyer, Gestalter und Gesellschafter des Verlags. „Die Gestaltung eines Buches sollte bestmöglich den Inhalt und dessen Haltung unterstützen. Dabei geht es nicht immer nur um banale visuelle Aufmerksamkeit, sondern auch um unauffälligere Dinge wie beispielsweise Detailtypografie und Layout-Rhythmus. Dass genau das gesehen wird, freut mich sehr.“
Das Preisgeld will der Verlag in neue Bücher investieren. „Wir produzieren damit weitere Bücher, die es so nur bei uns gibt“, sagt Sven Nieder. „Bei manchen Projekten steht nicht die Wirtschaftlichkeit im Vordergrund, sondern die literarische, fotografische und gestalterische Qualität und ein Druck, bei dem wir handwerklich keine Kompromisse machen. Genau solche Bücher ermöglicht uns diese Auszeichnung.“
Über den Deutschen Verlagspreis
Der Deutsche Verlagspreis wird 2026 zum achten Mal von der Bundesregierung vergeben. Er würdigt die Arbeit unabhängiger Verlage in Deutschland, ihr verlegerisches Profil, ihr kulturelles Engagement sowie innovative Projekte. Partner sind der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und die Kurt Wolff Stiftung. Den Vorsitz der unabhängigen Jury hat in diesem Jahr der Journalist und Moderator Jörg Thadeusz.
